Die ALKIS-Autowerte: Unterschied zwischen den Versionen
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** wenn netzberechnet → ''2100 | ** wenn netzberechnet → ''2100 | ||
** wenn gemessen | ** wenn gemessen | ||
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*** sonst → ''3000'', | *** sonst → ''3000'', | ||
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* wenn Vorgabewert=''9998'' → mindestens ''1800'' | * wenn Vorgabewert=''9998'' → mindestens ''1800'' | ||
* wenn FGP=''Ja'' | * wenn FGP=''Ja'' | ||
** wenn FGP-Vorgabewert=''Nein'' ∨ (Vorgabewert ≠ ''1000'' ∧ grenzgeprüft ∧ im | ** wenn FGP-Vorgabewert=''Nein'' ∨ (Vorgabewert ≠ ''1000'' ∧ grenzgeprüft ∧ im Toleranzbereich) → ''1000'' | ||
* wenn AX_Grenzpunkt ∧ Vorgabewert ∈ {''1800'', ''9998''} ∧ (gemessen ∨ berechnet) | * wenn AX_Grenzpunkt ∧ Vorgabewert ∈ {''1800'', ''9998''} ∧ (gemessen ∨ berechnet) | ||
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* wenn gemessen ∧ mehrere gültige Koordinatenbestimmungen ∧ Messung im | * wenn gemessen ∧ mehrere gültige Koordinatenbestimmungen ∧ Messung im Toleranzbereich → ''Ja'' | ||
* sonst → ''Nein'' | * sonst → ''Nein'' | ||
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Version vom 22. September 2026, 10:26 Uhr
Einige Parameter können von VermCad je nach Verwendung der Objekte/Punkte automatisch gefüllt und geändert werden. Diese Werte werden violett in den Parameterdialogen angezeigt: sowohl in Parameter ändern als auch in Vorgaben ändern.
Die ALKIS-Autowerte (violette Werte) werden von VermCad bei jedem F9 automatisch generiert und aktualisiert.
Sie können steuern, ob vorgegebene Parameterwerte durch die Autowerte überschrieben werden sollen oder nicht. Die Einstellung findet man unter Alkis-Compiler-Optionen. Auf welchen Ebenen die Autowertvergabe darüber hinaus steuerbar ist, beschreibt Autowerte gezielt steuern.
Wie ein Autowert entsteht
Jedes ALKIS-Attribut kann in VermCad auf mehreren Ebenen belegt sein. Beim Übersetzen (F9) berechnet VermCad ausschließlich die Autowert-Ebene neu; die übrigen Ebenen bleiben unangetastet.
| Ebene | Herkunft | Darstellung |
|---|---|---|
| Vorgabe | Wert aus den eingelesenen Bestandsdaten | grau |
| Autowert | von VermCad beim Übersetzen ermittelt | violett |
| Handeingabe | von Ihnen im Parameter- oder Vorgaben-Dialog gesetzt | schwarz; rot, wenn damit eine Vorgabe überschrieben wurde |
Daraus folgt die Rangfolge: Eine Handeingabe geht dem Autowert vor. Was Sie selbst eingetragen haben, überschreibt VermCad beim nächsten F9 nicht. Ob ein Autowert eine bereits belegte Vorgabe verdrängen darf, entscheidet der Compiler-Schalter Vorgabe-Attribute durch Autowerte überschreiben. Unbelegte Vorgabe-Attribute füllt VermCad unabhängig von diesem Schalter, wenn sie in Fortführungsdatensätzen belegt sein müssen.
Ein Autowert entsteht nur, wenn drei Bedingungen zusammentreffen:
- Das Attribut wird im Länderprofil des jeweiligen Bundeslandes überhaupt geführt. Attribute, die ein Land nicht führt, bekommen dort auch keinen Autowert — selbst wenn andere Länder sie automatisch belegen.
- Für das Attribut gibt es im aktuellen Objektzustand (neu, geändert, gelöscht, unverändert) eine Regel. Die Regeln stehen in den folgenden Abschnitten.
- Die Autowertvergabe ist für diesen Punkt bzw. für dieses eine Attribut nicht abgeschaltet — siehe Autowerte gezielt steuern.
Auf derselben Autowert-Ebene setzt VermCad nicht nur Attribute, sondern auch Beziehungen zwischen Objekten — etwa die Verknüpfung eines neuen Flurstücks mit einer Lagebezeichnung. Auch diese Verknüpfungen werden bei jedem Übersetzen neu ermittelt.
Einige Beschreibungen zur Vergabe von ALKIS-Autowerten
Die folgenden Abschnitte beschreiben die Regeln je Bundesland. Dokumentiert sind bisher Baden-Württemberg, Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt.
Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg vergibt VermCad Autowerte an Punkten und Punktorten ebenso wie an Flurstücken, Gebäuden, Nutzungsarten- und Präsentationsobjekten.
Punkte und Punktorte
Baden-Württemberg führt am Punktort nur wenige Attribute. Genauigkeitsstufe (GST), Lagezuverlässigkeit (LZK), Vertrauenswürdigkeit (VWL), Genauigkeitswert (GWT) und Herkunftsdatum (DAT) gehören nicht dazu. Für sie gibt es in Baden-Württemberg deshalb auch keine Autowerte, obwohl andere Länder sie automatisch belegen.
| Attribut | Wo | Angewandte Regeln |
|---|---|---|
| KST (Koordinatenstatus) | Punktort |
|
| KDS (Kartendarstellung) | Punktort |
|
| DES (Art der Datenerhebung) | Punktort |
|
| DES (Beschreibung der Datenerhebung) | Punktort | nur für neue Punktorte → immer Erhebung. Berechnung wird in Baden-Württemberg nicht geführt. |
| ABM bzw. VMA (Abmarkung/Vermarkung) | Punkt |
|
| AAM (Ausgesetzte Abmarkung) | Punkt | wird geleert, sobald an einem Bestandspunkt die Marke von leer bzw. 9600 (zeitweise ausgesetzt) auf einen echten Wert geändert wurde. |
| RHO (Relative Höhe) | Punkt | wird an Punkten ohne Marke (ABM 9500) geleert, wenn der Punkt neu, geändert oder gelöscht ist. Damit verschwindet die sonst mitgeführte 0.0. |
| SOE: iG (Geradlinigkeitshinweis) | Punkt |
|
| Veränderungsnummer (Fachdatenverbindung) | Punkt und Punktort |
|
| Punktkennung (PKN) | Punkt | wird beim Übersetzen aus der VermCad-Punktnummer gebildet — für Neupunkte und für Punkte ohne gegebene Punktkennung. Aufbau und Sonderfälle siehe Besonderheiten in Stadtkreisen mit eigenem Katasteramt. |
Flurstücke, Gebäude und weitere Objekte
| Objektart | Attribut | Angewandte Regeln |
|---|---|---|
| Flurstück | AFL (amtliche Fläche) | wird für neue Flurstücke gesetzt und bei Verschmelzungen sowie bei der Rückführung nachgeführt. Bei Fällen mit Folgeerhöhung ohne Flächenberichtigung übernimmt das neue Flurstück die Fläche seines Vorgängers. Einzelheiten siehe Flächenberichtigung durchführen. |
| GMD (Gemeindezugehörigkeit) | wird bei neuen Flurstücken aus dem Gemarkungsschlüssel über die Katalogdaten abgeleitet. Liefert der Katalog keinen Schlüssel, bleibt der vom Ursprungsflurstück übernommene Wert stehen. | |
| OBK (Objektkoordinaten) | bei neuen Flurstücken der Mittelpunkt des umschließenden Rechtecks der Geometrie. | |
| ZST, GMD und Lagebezeichnung | werden beim Erzeugen eines neuen Flurstücks von den schneidenden Bestandsflurstücken übernommen; liegt ein noch bestehendes Gebäude überwiegend im neuen Flurstück, hat dessen Lagebezeichnung Vorrang. Siehe Lagebezeichnungen in der Fortführung. | |
| Gebäude | DEA (Art der Datenerhebung) | neue Gebäude → 1000. |
| OFL (Lage zur Erdoberfläche) | bei neuen und geänderten Gebäuden: Gebäudefunktion 2465 (Tiefgarage) → 1200 (unter der Erdoberfläche); sonst wird das Attribut geleert. | |
| Lagebezeichnung | neue Gebäude erhalten automatisch eine Lagebezeichnung — mit Hausnummer, wenn die Gebäudefunktion ein Hauptgebäude bedeutet, sonst mit Pseudonummer. Siehe Lagebezeichnungen in der Fortführung. | |
| GRF (Grundfläche) | wird in Baden-Württemberg nicht geführt und deshalb auch nicht automatisch belegt. | |
| Flurstück und Gebäude | Veränderungsnummer |
|
| Besondere Gebäudelinie | BES (Beschaffenheit) | neue Objekte → 1000. Das Attribut ist Pflicht, und 1000 ist der einzige in Baden-Württemberg zugelassene Wert. |
| Tatsächliche Nutzung | EDU (Ergebnis der Überprüfung) |
|
| DLU (Datum der letzten Überprüfung) | in dieser Reihenfolge: das im Dialog ALKIS-Vollständige Fortführung (Reiter Einstellungen) festgelegte Datum, sonst das Datum der letzten Messung, sonst der Beginn der vFE-Bearbeitung, sonst das heutige Datum. | |
| DLU und EDU werden nur an neuen und geänderten Nutzungsobjekten gesetzt, die ein Flurstück schneiden, das Kernobjekt eines Fortführungsfalls ist. Ausführlich: Überprüfung der tatsächlichen Nutzung nachweisen. | ||
| Präsentationsobjekte | Modellart | neue Präsentationsobjekte → DKKM1000. |
| SIT (Schriftinhalt) | wird an Bestands-Präsentationsobjekten nur nachgezogen, wenn der Compiler-Schalter Vorgabe-Attribute durch Autowerte überschreiben eingeschaltet ist, und nur für die Arten GFK (Gebäudefunktion), TNA (tatsächliche Nutzung) und HNR (Hausnummer). Siehe Präsentationsobjekte in den Fortführungsdaten. | |
| Schriftparameter | Fontsperrung 0, Skalierung 1, horizontale Ausrichtung zentrisch, vertikale Ausrichtung Mitte — jeweils nur, wenn die Bestandsdaten dazu nichts vorgeben. Neue Objekte ohne Drehwinkel erhalten zusätzlich den Drehwinkel 0. | |
Besonderheiten in Baden-Württemberg
- Autowerte auch an historischen Punkten. In den übrigen Bundesländern unterbleibt die Autowertvergabe an historischen Objekten. In Baden-Württemberg ist sie ausdrücklich zugelassen.
- KST trotz abgeschalteter Autowerte. Weil der Koordinatenstatus im Parameter-Dialog nicht von Hand änderbar ist, setzt VermCad ihn auch dann, wenn für den Punkt die Spalte AW abgeschaltet wurde. Andernfalls entstünde ein widersprüchlicher Export.
- Attribute außerhalb des Parameter-Dialogs. Attribute, die der Parameter-Dialog gar nicht anbietet — dazu gehört die Veränderungsnummer —, erhalten ihren Autowert unabhängig von der Spalte AW.
- Drei Compiler-Schalter greifen unmittelbar in die Autowertvergabe ein: Vorgabe-Attribute durch Autowerte überschreiben, SOE iG automatisch setzen und Grenzgeprüfte Punkte nicht automatisch verändern. Sie stehen unter Compiler-Optionen → ALKIS.
- Autowerte und Verwendungsstatus. Ein rein automatisch gesetzter Parameter macht einen Punkt standardmäßig zu einem veränderten Punkt. Mit der Compiler-Option Autowerte sind keine Punktveränderungen (nur Verwendungsstatus) lässt sich das abstellen.
Sachsen
| Attribut | Angewandte Regeln |
|---|---|
| GST |
|
| SRC (vor GID7: DES) |
|
| DES (vor GID7: HerkunftBeschreibung) |
immer Erhebung (Berechnung wird nicht geführt) |
| KDS |
|
| KST | immer 1000 |
| ABM |
|
| FGP | nur für AX_Grenzpunkt:
|
| Art | nur AX_BesondererGebaeudepuntk: → leer |
Brandenburg
| Attribut | Angewandte Regeln |
|---|---|
| GST |
|
| SRC (vor GID7: DES) | immer 1000 |
| DES (vor GID7: HerkunftBeschreibung |
immer Erhebung |
| KDS | immer Ja |
| KST | immer 1000 |
| LZK |
|
| ABM |
|
| FGP | immer Nein |
| Art | nur AX_BesondererGebaeudepunkt: leer |
Anhalt
| Attribut | Angewandte Regeln |
|---|---|
| GST |
|
| SRC (vor GID7: DES) | immer 1000 |
| DES (vor GID7: HerkunftBeschreibung |
immer Berechnung |
| KDS |
|
| KST |
|
| LZK | immer Nein |
| DAT | das aktuelle Datum |
| VWL | immer 1400 |
| ABM |
|
| FGP | immer Nein |
| Art | nur AX_BesondererGebaeudepunkt: leer |
Siehe auch
- Autowerte gezielt steuern — Autowerte erkennen, abschalten und wieder freigeben
- Überprüfung der tatsächlichen Nutzung nachweisen — die Autowerte für DLU und EDU (in Brandenburg werden diese beiden nicht belegt)
- Veränderungsnummern an Punkten und Koordinaten — die Spalte VN setzen und ihre Werte
- Punkte historisieren, wandeln und wiederherstellen — Koordinatenstatus und Qualitätsangaben beim Untergang
- Die Compiler-Optionen ALKIS — die Schalter, die auf die Autowertvergabe wirken
- Der ALKIS-Punkt-Parameter-Dialog und Der ALKIS-Objekt-Parameter-Dialog — Spalten, Farben und Kontextmenüs