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Die Compiler - Optionen Allgemein

Aus VermCAD Hilfe Wiki

Diese Seite ist Bundeslandspezifisch. Das Bild nur als Beispiel.

Aufruf: Menü Optionen → Compiler - Optionen → Registerkarte Allgemein.

Registerkarte Compiler-Optionen Allgemein der BW-Ausgabe mit den UTM-Gruppen

Zuerst sind die Optionen beschrieben, die es in allen Bundesland-Ausgaben gibt; Einschränkungen stehen jeweils kursiv darunter. Die nur in einzelnen Ausgaben vorhandenen Optionen folgen weiter unten nach Bundesland geordnet.

Nur bei fatalen Fehlern anhalten

Die Auswertung wird nur in Situationen angehalten, in denen eine weitere Bearbeitung nicht möglich ist, etwa bei Syntaxfehlern. Auf die Überschreitung zulässiger Abweichungen wird nur hingewiesen.

Kontrollen im Messblock => früher Kontrollen am Blockende

Jeder Messblock muss eine Abschlusskontrolle (Orientierung, Zentrierung, Verdrehung) enthalten. Fehlt die Abschlusskontrolle, erfolgt eine Fehlermeldung. Ohne diese Option findet die Prüfung nicht statt.

Projektbezogen entspricht dem die globale Option $KONTROLLEN.

Keine Auswertung von Höhen

Höhen werden nicht ausgewertet, d.h. VermCad ist nur noch ein zweidimensionales Programm.

Reihenfolge in Netzmessungen beliebig

Normalerweise prüft VermCad jede Netzmessung auf "schulmäßiges Messen" (1. Fernrohrlage, 2. Fernrohrlage, gleiche Punkte je Satz). Wenn Sie stets "gemischt", d.h. von einem Standpunkt aus manche Punkte in zwei Lagen und andere Punkte in einer Lage messen, schalten Sie diese Prüfung hier am besten ab.

Keine Abschlusskontrollen im Netz-Messdatenprotokoll

VermCad zeigt in Netz-Messdatenprotokollen nur dann Abschlusskontrollen, wenn Sie auch tatsächlich im Anschluss an "reine" Netzmessungen gemessen wurden, d.h. mit anderen Worten, eine Abschlusskontrolle in "gemischten" Netzmessungen wird stets im Messprotokoll der einfach polaren Aufnahme gezeigt (Menü Daten). Mit dieser Option können Sie jedoch die Abschlusskontrollen im Netz generell abschalten.

Strecken sind bereits reduziert (UTM/GK-Reduktion)

(in allen Bundesland-Ausgaben außer Sachsen - Anhalt)

Alle in der MWT-Datei aufgeführten Schrägstrecken sind bereits reduziert, weil sie z.B. im Außendienst mit dem entsprechenden Maßstab multipliziert wurden. Für das Messprotokoll berechnet VermCad wieder unreduzierte örtliche Strecken.

Hinweis: VermCad empfiehlt, diesen Schalter nicht zu setzen. Es gibt nur ganz wenige Geräte, die überhaupt eine sinnvolle Reduktion anbringen können. VermCad hat in der Regel eine deutlich weiterreichende Logik verbaut: Es werden eigene Reduzierer-Objekte benutzt, die sich berechnungsindividuell und bundeslandvorschriftskonform um Reduktionen und Rückreduktionen kümmern.

Flächen mit gerundeten Koordinaten und Radien

(nicht in Baden-Württemberg und Sachsen - Anhalt)

Flächenberechnungen erfolgen mit zuvor gerundeten Koordinaten und Radien. Ohne die Option wird mit den vollen, ungerundeten Werten gerechnet.

In der Baden-Württemberg-Ausgabe gibt es den Schalter nicht: Dort rechnet VermCad Flächen immer mit gerundeten Koordinaten, und zwar auf Zentimeter gerundet.

Projektbezogen entspricht dem die globale Option $FL_RN.

Auf mm runden

Diese Option ist nur wirksam, falls Flächen mit gerundeten Koordinaten berechnet werden sollen; das Kontrollkästchen ist nur anwählbar, solange Flächen mit gerundeten Koordinaten und Radien gesetzt ist. Ohne die Option wird auf Zentimeter (cm) gerundet, mit der Option auf Millimeter (mm).

Projektbezogen entspricht dem die globale Option $FL_MM.

Bogenberechnung über Nicht-Flächen-HP'e erlauben

(in allen Bundesland-Ausgaben außer Sachsen - Anhalt)

In Flächenberechnung kann ein Bogen über einen Hilfspunkt eingegeben werden. Der Radius des Bogens zwischen Anfangs- und Endpunkt wird über den Hilfspunkt ermittelt gerundet und in die Flächenberechnung eingeführt. Der Hilfspunkt dient nur zur Radiusermittlung und ist nicht im Flächenumring enthalten. Den zugehörigen Dialog beschreibt Das Dialogfenster Fläche.

PID Differenzen und Abweichungen mit gerundeten Koordinaten berechnen

(ab Version 5.1; in allen Bundesland-Versionen außer Sachsen - Anhalt)

Sie brauchen diese Option, wenn im Nachweis der Punktidentität die Werte dy, dx oder die Abweichung nicht zu den daneben ausgewiesenen Soll- und Ist-Koordinaten passen und sich die Zeile deshalb nicht von Hand nachrechnen lässt.

Diese Option steuert, wie im Nachweis der Punktidentität die Spalten dy, dx und Abweichung berechnet werden. Projektbezogen entspricht ihr die globale Option $PIDRoundedDiffs.

Ohne diese Option (Standard) werden dy, dx und die Abweichung aus den vollen, ungerundeten Soll- und Ist-Koordinaten gebildet und erst anschließend jeweils für sich gerundet. Das sind die rechnerisch wahren Werte. In Grenzfällen können sie jedoch um eine Einheit der letzten Stelle von dem abweichen, was die ausgewiesenen Koordinaten erwarten lassen - Beispiel: Y-Soll 894.222 / y-Ist 894.202 und X-Soll 528.125 / x-Ist 528.126, ausgewiesen wird aber dx = 0.000 statt -0.001.

Ist die Option gesetzt, werden die Soll- und Ist-Koordinaten vor der Berechnung auf die Anzeige-Stellen gerundet. Dann gilt genau: dy und dx sind die Differenzen der ausgewiesenen Koordinaten, und die Abweichung ist die Wurzel aus dy² + dx² der ausgewiesenen Differenzen. Die Liste ist damit vollständig aus den ausgewiesenen Werten nachrechenbar.

Die Option wirkt auf alle Abschnitte des Nachweises: den Soll-Ist-Vergleich mit dem Katasternachweis, die Messungslinien und die örtlichen Systeme.

Beachten Sie: Mit gesetzter Option ändert sich die Bedeutung der Spalte Abweichung. Sie enthält dann nicht mehr die wahre Abweichung, sondern die Abweichung der ausgewiesenen Werte. Die Prüfung auf zulässige Abweichungen (Kennzeichnung in der Liste, Fehler- und Hinweismeldungen) rechnet unverändert mit den vollen Werten und wird durch die Option nicht beeinflusst.

Warnung bei Überbögen in Flächenberechnung

Ist die Option gesetzt, prüft VermCad in der Flächenberechnung, ob der Tangentenschnittwinkel negativ ist, und meldet in diesem Fall „Negativer Tangentenschnittwinkel (evt. Radius zu klein => neues 'Bogensegmentflurstück' könnte entstehen)“. Ohne die Option findet diese Prüfung nicht statt.

Wenn eine Gerade in einen Kreisbogen übergeht oder zwei Kreisbogen aneinandergereiht werden, kann es dazu kommen, dass der Tangentenschnittwinkel im Übergangspunkt negativ wird, der Bogen also nach außen kippt.

Trotz des Namens der Option ist diese Meldung keine bloße Warnung: Normalerweise erscheint sie als Fehler, und die Auswertung hält an. Als Hinweis erscheint sie, und die Fläche wird trotzdem berechnet, wenn zusätzlich die Option Nur bei fatalen Fehlern anhalten oder unter Fatale Fehler die Option ignorieren gesetzt ist — oder wenn die Fehlerprüfung für die einzelne Fläche abgeschaltet ist (Schalter Fehler aus im Dialogfenster Fläche, NE+ in der Messwertdatei). Außerdem wird der Tangentenschnittwinkel (TSW), die Sehnenlänge (SL) und die Pfeilhöhe (PH) in der Flächenliste ausgegeben. In Fall Bogen an Bogen wird nur der TSW angegeben.

Für Sehnenlängen kleiner 1cm werden keine Warnungen ausgegeben (Rundungstoleranzen).

Folge der Überbogen kann z.B. sein, dass ein sehr kleines Flurstück generiert wird (Gerade weiter verlängert), oder dass bei einer erneuten Aufmessung der andere Schnittpunkt angenommen wird und sich somit falsche Koordinaten ergeben.

Im Quelltext möglichst einstellige VMA

Vermarkungsarten sind üblicherweise dreistellig. Bei dieser gewählten Option kürzt VermCad während des Datenimports führende und nachstehende Nullen, d.h. statt 010 wird nur 1 notiert. Dies hat aber nur kosmetische Bedeutung für die Quelldatei, auf allen Listen wird ordnungsgemäß wieder 010 ausgegeben. In den Ausgaben Sachsen und Thüringen lautet das Kürzel für die Vermarkungsart VAT statt VMA.

Symbole ohne führende Nullen

Ein Symbol ist in VermCad eine alphanumerische Zeichenkette, in der jedes Zeichen signifikant ist. Insbesondere unterscheidet sich standardmäßig das Symbol "1" von "01". Ist dagegen diese Option gewählt, werden führende Nullen generell ignoriert, insbesondere werden sie beim Export nicht geschrieben. Ab Version 5.1 gilt das auch für den Vergleich mit dem SYM eines Bestandspunkts im Eingabe-Panel der Lageplan- und Feldbuchmessung mit Plan (017 = 17). Das Ausstiegs-SYM 000 wird bei gesetzter Option als 0 gespeichert; Ausstiegs-SYM und Zeile in der Punktzuordnung dann auf 0 stellen.

Beim Datenimport bevorzugt Abschlusskontrollen setzen

Auch wenn durch Kodierung die zuletzt gemessene Richtung eines Standpunktes als Anschlussrichtung markiert ist, wird beim Rohdatenimport bevorzugt Zentrierung oder Orientierung gesetzt, falls diese Richtung zuvor bereits gemessen wurde. Die Kodierung, z.B. durch Symbole, hat in solchen Fällen damit eine untergeordnete Bedeutung.

Redundante Informationen in Vorgaben prüfen

Wenn z.B. ein Vorgabenpunkt doppelt in den Vorgabeblöcken enthalten ist (durch z.B. nachträgliches Einlesen von Punkten,...) wird der 2. Wert (und alle folgenden) ignoriert, solange sie identisch mit dem 1. Wert sind. Andernfalls kommt es zu einen Fehler.

Um unnötigen Ballast in Projekt zu vermeiden und damit auch die Auswertung schneller zu machen, kann man jetzt schnell solche Informationen über einen Hinweis eliminieren.

Fehlende Punktattribute aus Symboltabelle ergänzen (nicht ALKIS)

Durch diesen Compilerschalter kann man steuern, ob nicht vorhandene Punktinformationen wie Punktart, Vermarkungsart, LGA, LZK, Gewicht, Punktstatus, Flags anhand der Symboltabelle ergänzt werden. Die Reihenfolge dabei ist Sollvorgaben, eingegebene Werte, automatisch vergebene Werte, Symboltabellenwerte. Die Informationen werden nicht in der MWT ergänzt, sondern nur zur Laufzeit erzeugt. D.h. eine Änderung in der Symboltabelle ändert evt. auch Punktinformationen. Dies ist dringend zu beachten, wenn man z.B. alte Aufträge noch mal durchrechnet!

Keine Warnung bei Berechnungen mit grafischen Punkten (DES 4000+)

Normalerweise warnt VermCad, wenn eine Berechnung auf grafischen Punkten aufsetzt - also auf Punkten, deren Koordinaten nur aus der Grafik stammen (Datenerhebungsstufe DES 4000 und höher, _F-Punkte). Wollen Sie diese Warnung nicht bei jeder Berechnung sehen, unterdrücken Sie sie mit dieser Option.

Projektbezogen entspricht dem die globale Option $CALC_GRAF_PKT_NO_WARN.

Koordinatensystem für jeden vorkommenden Lagestatus anlegen

(in allen Bundesland-Ausgaben außer Sachsen - Anhalt)

Wenn diese Option aktiviert ist, legt VermCad ein Koordinatensystem für jeden Lagestatus, der in den ALKIS-Bestandsdaten auftaucht, an. Somit ist es möglich, auch in diesen Lagestati/Koordinatensystemen zu rechnen - also in einem anderen Lagestatus als dem des Auftrags.

Die Option ist ab Werk eingeschaltet. Nehmen Sie den Haken heraus, legt VermCad diese zusätzlichen Koordinatensysteme nicht an. In der Ausgabe Sachsen - Anhalt gibt es die Option nicht; dort werden sie nie angelegt.

Projektbezogen entspricht dem die globale Option $UseLSKoordinatenSysteme.

Keine automatische Transformation der LHS-Vorgabenblöcke

Normalerweise werden alle Vorgabenblöcke mit Lagestati bzw. Höhenstati ungleich des Auftrags-LS bzw. -HS automatisch in das Auftragssystem transformiert. Liegen Ihre Vorgaben also in einem anderen Lagestatus oder Höhenstatus als der Auftrag, werden sie beim Übersetzen automatisch umgerechnet (transformiert). Hierüber kann man das abschalten und die Vorgaben in ihrem eigenen Lagestatus belassen. Projektbezogen entspricht dem die globale Option $NTRAFO_LHS.

Die beiden folgenden Optionen steuern diese automatische Transformation genauer. Sie sind nur wählbar, solange die automatische Transformation nicht abgeschaltet ist.

LHS-Vorgabenblöcke bei Transformation nicht zusammenfassen

Vorgabenblöcke desselben Lagestatus werden für die Transformation nicht zu einem gemeinsamen Ansatz zusammengefasst, sondern jeder Block wird für sich transformiert. Projektbezogen: globale Option $TRAFO_LHS_EINZ.

Keine automatische NTv2-Transformation (Vorgaben/GNSS)

Für Vorgaben und GNSS-Messungen führt VermCad keine automatische NTv2-Transformation aus. Projektbezogen: globale Option $NO_NTv2_TRAFO.

Maßstab der UTM-Reduktion für jede Berechnung individuell ermitteln

(in allen Bundesland-Ausgaben außer Sachsen - Anhalt)

Wenn Sie diese Option aktivieren, verwendet jede Berechnung, Messung usw. für die Reduktion örtlicher Maße einen individuellen UTM-Maßstab, der sich aus dem mittleren Rechtswert aller verwendeten Festpunkte ergibt. Anderenfalls wird immer derselbe Maßstab verwendet, der aus dem mittleren Rechtswert des gesamten Projekts ermittelt wird.

In der Baden-Württemberg-Ausgabe ist die Option ab Werk eingeschaltet, in den übrigen Ausgaben ausgeschaltet. Projektbezogen entspricht ihr die globale Option $UseIndividualMeanYForReduction.

Hilfspunkte in Messungslisten nicht ausschließen

Hilfspunkte werden normalerweise in den Ergebnislisten nicht mit aufgeführt. Fehlen Ihnen Hilfspunkte in einer Messungsliste, setzen Sie diese Option - dann werden sie mit ausgegeben.

Projektbezogen entspricht dem die globale Option $WITH_H_PUNKTE.

UTM - Vorkommastellen

Die Auswahlgruppe legt fest, mit wie vielen Vorkommastellen der Rechtswert im Lagestatus 489 geführt wird: 6, 7 oder 8. Bei 8 Vorkommastellen steht die vollständige Zonennummer vor dem Rechtswert (z. B. 32…), bei 7 nur deren letzte Ziffer (z. B. 2…), bei 6 gar keine Zonenangabe. Die Einstellung wirkt ausschließlich im Lagestatus 489.

Hier stellen Sie es um, wenn der Rechtswert eine Stelle zu lang oder zu kurz ist oder wenn die Zonennummer (32 bzw. 33) vor dem Rechtswert fehlt oder zu viel ist.

Voreinstellung: Ist hier noch nie etwas eingestellt worden, verwendet VermCad die Vorgabe des Bundeslandes: 8 in den Ausgaben Sachsen - Anhalt, Thüringen, Berlin und Schleswig-Holstein, 7 in Baden-Württemberg, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen. Ab Version 5.1 ist im Dialogfenster genau dieser Wert vorausgewählt, solange nichts gespeichert ist.

Hinweis: Bis einschließlich Version 5.0 — nur in den Ausgaben Thüringen, Berlin und Schleswig-Holstein: Solange nichts gespeichert war, stand im Dialogfenster fest die 7 markiert, obwohl das Programm mit 8 rechnete. Wer das Dialogfenster in diesem Zustand mit OK schloss, schrieb damit die 7 fest — auch dann, wenn er an den Vorkommastellen gar nichts ändern wollte.

Sie erkennen es daran, dass die Rechtswerte plötzlich 7-stellig statt 8-stellig sind: Vorn fehlt die Zonennummer (Zonenkennziffer) 32 bzw. 33, es steht nur noch deren letzte Ziffer da.

Prüfen Sie in diesen Ausgaben deshalb vor dem OK, welche Zahl hier markiert ist, und stellen Sie sie nötigenfalls auf 8. Ist es bereits passiert, wählen Sie einfach wieder 8 — VermCad rechnet die vorhandenen ALKIS-Punktorte und die CAD-Darstellung dann wieder um.

Ab Version 5.1 kann das nicht mehr vorkommen: Dort folgt die Vorauswahl der Landesvorgabe.

Ändern Sie den Wert, rechnet VermCad die vorhandenen ALKIS-Punktorte und die CAD-Darstellung auf die neue Schreibweise um. Projektbezogen lässt sich derselbe Wert im Quelltext über die globale Option $VKS489Y setzen (zulässig sind die Werte 6, 7 und 8; Menü Einfügen); siehe Globale Optionen. Steht die Option im Quelltext, gilt für dieses Projekt ihr Wert — unabhängig davon, was hier im Dialogfenster eingestellt ist.

UTM - Zone

Die Auswahlgruppe legt die Zone fest, in der die Koordinaten des Lagestatus 489 geführt und ausgegeben werden. Zur Wahl stehen Auto, 31, 32 und 33. Bei Auto ermittelt VermCad die Zone aus den Projektkoordinaten; das Umstellen auf Auto setzt eine zuvor fest eingestellte Zone zurück, so dass sie beim nächsten Übersetzen (F9) neu bestimmt wird.

Ist hier noch nie etwas eingestellt worden, gilt die Standardzone des Bundeslandes: 33 in den Ausgaben Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, 32 in allen übrigen Ausgaben.

Die Zone 31 ist gesperrt und lässt sich nicht auswählen – nur so bleibt die Umrechnung auch mit 6 Vorkommastellen eindeutig. In den Ausgaben für Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ist zusätzlich die Zone 33 gesperrt.

Auch hier gilt: Ändern Sie die Zone, rechnet VermCad die vorhandenen ALKIS-Punktorte und die CAD-Darstellung um. Projektbezogen lässt sich die Zone im Quelltext über die globale Option $UTMZone setzen (Menü Einfügen).

Eine falsch eingestellte Zone fällt oft erst bei der Abgabe auf: Die Positionen der Präsentationsobjekte werden dann in einer abweichenden Zone geschrieben, und die Datenhaltung wertet die Objekte massenhaft als verändert. Vor dem Export eines vollständigen Fortführungs-Entwurfs warnt VermCad deshalb, wenn die eingestellte Zone nicht der Landes-Standard-Zone entspricht. Einzelheiten unter Präsentationsobjekte in den Fortführungsdaten.

Auto-# für gemessene grafische Vorgabepunkte

Hierüber kann man steuern, ob Messungen die grafischen Vorgabe-Koordinaten automatisch oder mit Nachfragedialog überstimmen. Also an der ALKIS-Vorgabe automatisch eine # (Raute) gesetzt wird und somit der Messwert eingeführt wird.

Nie – die Vorgabe bleibt stehen, die Raute setzen Sie selbst. Das ist die Voreinstellung.

Nachfragen - Dialog – VermCad fragt in einem Dialogfenster nach.

Immer automatisch – VermCad setzt die Raute ohne Nachfrage.

Projektbezogen entspricht dem die globale Option $AutoGoDown.

 Voraussetzungen sind:
 * ALKIS-Vorgabe
 * grafische Koordinate (_F-Punkt; DES 4000+)
 * # nicht schon gesetzt
 * Keine anderweitigen Neumessungen/Berechnungen vorhanden (B*,...)
 * Die Messung hat nicht die Flags U, K, oder P gesetzt.


Sachsen - Anhalt

Registerkarte Allgemein der Sachsen-Anhalt-Ausgabe mit den Optionen zur Sicherungsvermessung

Keine strenge Prüfung für Sicherungsvermessungen

Standardmäßig prüft VermCad Sicherungsvermessungen auf Vollständigkeit der ersten und zweiten Messung. Diese Prüfungen können Sie global abschalten - nicht empfohlen - , wenn Sie Sicherungsvermessungen in "mehreren Teilen" durchführen. Für solch einen konkreten Fall verwenden Sie besser die Option $FSIV im Quelltext.

Sicherungsvermessungen nicht mit Netz abgleichen

Haben Sie innerhalb eines Projektes sowohl Netzmessungen als auch Sicherungsvermessungen durchgeführt, geht VermCad davon aus, dass die gesicherten AP auch im Netz aufgemessen wurden und vergleicht die Strecken aus Sicherungsvermessungen mit den im Netz gemessenen Strecken, um insbesondere Punktnummernfehler besser aufzudecken. Fehlt die Strecke im Netz - findet VermCad also zu einer Sicherungsvermessung keine entsprechende Strecke -, erfolgt eine Fehlermeldung, außer Sie schalten diesen Test ab. Für einzelne Fälle verwenden Sie aber besser die Option $NN im Quelltext.

Standpunkte der SiV im LTK bereitstellen

Standpunkte der Sicherungsvermessungen haben normalerweise keine weitere Bedeutung. Insbesondere können Sie für jede SiV die gleichen Standpunktnummern verwenden. Wenn Sie jedoch die Standpunkte zur weiteren Verwendung bereitgestellt haben möchten, markieren Sie diese Option.

Strecken entgegengesetzter SiV mitteln

Wenn Sie zwei AP-Gruppen gegenseitig sichern, erhalten Sie unter Umständen zwei verschiedene Werte für dieselbe Strecke. Auch in den beiden Listen zur AP-Beschreibung würden zwei verschiedene Werte stehen. Mit dieser Option können Sie das Mittel aus beiden Strecken einführen.

Strecke des LTK stets aus reduzierten Koordinaten

VermCad bemüht sich vorrangig um originäre Strecken für das LTK. Dazu durchsucht es alle Vorgaben, AP-Beschreibungen und Sicherungsvermessungen. Diese Option erfüllt stets Punkt 2.3.1 der Formelsammlung.

Punkte außerhalb der 1,5-LTK-Umgebung ignorieren

Punkte, die weiter als das 1,5-fache der LTK-Umgebung entfernt liegen, bleiben unberücksichtigt.

Keine Transformation LSYX ---> YX

Alle Objektpunkte, die nur im LS 150 vorgegeben sind, werden abschließend in das LTK transformiert. Mit dieser Option können Sie das verhindern.

LG/LZ: 7/4 Punkte automatisch mit 2/2 ersetzen

Punkte mit LG=7 und LZ=4 werden automatisch mit LG=2 und LZ=2 ersetzt. Nicht für ALKIS.


Brandenburg

Für den PID-Nachweis und die Entfernungskontrollen (Maßbandkontrollen) werden bei gesetztem Compilerschalter 'Messwerte in PID und Entf.-kontrollen verwenden' Messwerte den SollVorgaben vorgezogen. Erst Messwerte, SollVorgaben werden nur benutzt wenn keine Messwerte gefunden werden. Falls zusätzlich der Schalter 'Ausschließlich Messwerte verwenden' gesetzt ist, werden die SollVorgaben komplett ignoriert.


Sachsen

Koordinatenverzeichnis in cm

Normalerweise wird das Koordinatenverzeichnis in Millimetern (mm) dargestellt; mit dieser Option in Zentimetern (cm). Hierbei handelt es sich allerdings nur um die gewünschte Voreinstellung, da die entsprechenden Listen jeweils individuell zwischen cm und mm umschaltbar sind.

Keine Warnung bei Flächenberechnung mit S1-Punkten

VermCad gibt eine Warnung aus, wenn Sie in einer Flächenberechnung einen Punkt mit Status 1 verwenden. Mit dieser Option unterdrücken Sie alle derartigen Warnungen für diejenigen Punkte, die erst im laufenden Projekt den Status 1 erhalten.

Kontrollierte Gebäudepunkte auf GST 2100 setzen

(früher: Kontrollierte Gebäudepunkte mit LGA 3 auf LGA 2 setzen)

Besondere Gebäudepunkte mit der Genauigkeitsstufe 3000, deren Messung bzw. Kontrollmessung innerhalb der Toleranz zum Sollwert passt, erhalten automatisch die Genauigkeitsstufe 2100. Damit werden sie zu veränderten Punkten: Sie stehen in der Punktliste unter Veränderte Punkte und gehen in die NAS-Fortführung ein. Ausnahme: Ist in den Compiler-Optionen ALKIS der Schalter Autowerte sind keine Punktveränderungen (nur Verwendungsstatus) eingeschaltet, zählt die automatische Genauigkeitsstufe 2100 nicht als Veränderung.

Soll ein solcher Punkt unverändert bleiben, setzen Sie an ihm das Flag G (siehe Die globalen Flags). Die übrigen Regeln für die automatische Genauigkeitsstufe in Sachsen stehen unter Die ALKIS-Autowerte.


Berlin

Bei cm-Ausgabe doppelt geodätisch runden (erst auf mm)

Erst wird der mm geodätisch gerundet, wird jetzt eine cm-Koordinate ausgegeben, wird der bereits gerundete Wert noch einmal gerundet.

Aus 35441.995 wird so 35442.000

Die für die Rundung der Flächen- und Koordinatenwerte anzuwendenden Regeln wurden wie folgt zusammengestellt:

"Ist der Zahlenteil, welcher der letzten beizubehaltenden Stelle folgt,

- < 5, so wird abgerundet; ist er- > 5, so wird aufgerundet; ist er

- = 5, so wird stets auf diejenige der beiden benachbarten

vollen Zahlen, die eine gerade Zahl ist, gerundet.

Beispiele:

82,745 wird auf 82,74 abgerundet

27,235 wird auf 27,24 aufgerundet

75,234 wird auf 75,23 abgerundet

98,217 wird auf 98,22 aufgerundet

82,7454 wird auf 82,75 aufgerundet"


Thüringen

ASO: Verkürzte Punktnummern verwenden (RRRHHHQ NR)

Beim Schreiben der ASO-Datei werden verkürzte Punktnummern in der Form RRRHHHQ NR ausgegeben statt der vollständigen Schreibweise.

Verschlüsselung RRRRHHHH auch ohne ALKIS-Modus verwenden

Für die NV-Verschlüsselung wird RRRRHHHH statt RRHHRRHH verwendet, auch wenn nicht im ALKIS-Modus gearbeitet wird. Das wird für den ASI/ASO-Weg unter ALKIS benötigt. Projektbezogen entspricht dem die globale Option $RRRRHHHH.


Baden-Württemberg

Keine Prüfung von Punktnummern gegen Kennzahl

VermCad prüft in Baden-Württemberg beim Übersetzen (F8/F9), ob der Aufbau jeder Punktnummer zur Kennzahl der Gemarkung passt (Kennzahl 0: höchstens fünf Stellen vor und drei nach dem Schrägstrich; Kennzahl 4: höchstens je vier Stellen). Passt eine Nummer nicht, erscheint der Hinweis Punktnummer von … entspricht nicht Kennzahl …. Mit diesem Schalter lässt sich die Prüfung abschalten.

Punktnummer darstellen in der Form

Hier legen Sie fest, wie VermCad Punktnummern anzeigt und ausgibt - also ob die Stellen hinter dem Schrägstrich aufgefüllt werden. Zur Wahl stehen drei Formen, die als Beispiel an der Nummer 12/3 gezeigt werden:

12/3 – unverändert, so wie die Nummer erfasst wurde. Das ist die Voreinstellung.

12/003 – mit führenden Nullen aufgefüllt.

12/ 3 – mit Leerzeichen aufgefüllt; die Nummern stehen damit in Listen bündig untereinander.

Aufgefüllt wird auf drei Stellen hinter dem Schrägstrich, bei Punkten der Kennzahl 4 auf vier Stellen. Die Einstellung betrifft nur die Darstellung und Ausgabe (Listen, Beschriftungen im CAD); die in der Messwertdatei gespeicherte Nummer ändert sich dadurch nicht.

Ergebnis-Koordinaten nach jeder Berechnung runden

Laut Vorschriften zur Kataster-Vermessung sollen in Baden-Württemberg berechnete Koordinaten vor einer weiteren Verwendung gerundet werden. Durch das Setzen dieser Option können Sie dies in VermCad anweisen. Sollten Sie VermCad für andere Zwecke als Kataster-Vermessung nutzen, empfehlen wir Ihnen dringend, diese Option zu deaktivieren, um die Fortpflanzung von Rundungsfehlern und damit verbundene Ungenauigkeiten zu vermeiden.

Messungslinie: Bedingungselemente immer mit Rechtswert = 0.0

Laut Vorschriften zur Kataster-Vermessung sollen in Baden-Württemberg berechnete Koordinaten vor einer weiteren Verwendung gerundet werden. Das kann dazu führen, dass in die Linie gerückte Punkte in den lokalen Koordinaten nicht den Rechtswert 0.0 haben. Durch das Setzen dieser Option können Sie dies jedoch für die Listenausgabe der Messungslinie erzwingen.
Achtung: Die Ausgabe beeinflusst lediglich das Protokoll der Messungslinie. (ab Version 5.1)


Siehe auch

Das Dialogfenster Compiler - Optionen
Globale Optionen
Das Dialogfenster Vorgaben – dort steht die Einstellung Offene Datenfenster bei Ungültigkeit schließen
Compiler - Optionen Makros – dort stehen die Einstellungen zum vorläufigen Nummerierungsbezirk (NV='xx')



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