Zum Inhalt springen

Die Compiler - Optionen Makros

Aus VermCAD Hilfe Wiki

Die Berechnung der Makros erfolgt in VermCad nicht einfach von "oben nach unten", sondern erst nach Analyse aller Abhängigkeiten. Normalerweise gilt folgende

Abhängigkeitsregel: Ein Makro M1 kann nicht vor einem Makro M2 berechnet werden, wenn M2 Koordinaten von Punkten erzeugt, die M1 benötigt. Mit anderen Worten kann ein Makro nur dann berechnet werden, wenn es "bestandskräftige" Koordinaten verwendet.

Wie fast überall im Leben gibt es auch hier eine

Ausnahmeregel: Ist M1 eine verkette Transformation (Ausgleichung) und M2 eine ausgleichende Gerade (Durchfluchtung) und verwenden beide Makros gleiche Punkte, wird M1 möglichst vor M2 berechnet, d.h. M1 verwendet bevorzugt "ungefluchtete" Festpunkte.

Aufruf: Menü Optionen → Compiler - Optionen → Registerkarte Makros.


Abhängigkeitsanalyse

Keine Ausnahmeregel für Durchfluchtung

Alle Makros folgen ohne Ausnahme der normalen Abhängigkeitsregel, insbesondere werden Ausgleichungen gegebenenfalls mit zuvor gefluchteten Festpunkten berechnet. Da dies meist nicht möglich ist, entstehen mehr zyklische Abhängigkeiten.

Transformationen in Ausnahmeregel einbeziehen

Diese Option ist nur wirksam, wenn die Ausnahmeregel für Durchfluchtung nicht deaktiviert ist. Dann wird eine "normale" Transformation sozusagen einer verketten Transformation gleichgestellt, d.h. sie verwendet bevorzugt ebenso "ungefluchtete" Passpunkte.

Beide Schalter gelten für alle Projekte. Für ein einzelnes Projekt können Sie sie im Projekt-Quelltext übersteuern: Menü Einfügen → Globale Optionen → Keine Ausnahme für Durchfluchtung ($NORMAL_DEP) bzw. Transformationen in Ausnahmeregel einbeziehen ($SP_DEP_TRAFO).


Zyklische Abhängigkeiten

nicht unterstützen

Gerät VermCad bei der Auswertung der Makros in eine zyklische Abhängigkeit, d.h. sind nur noch Makros übriggeblieben, die Punkte verwenden, die erst durch andere Makros erzeugt bzw. verändert werden, wird Ihnen in einem entsprechenden Dialog die Möglichkeit gegeben, das nächste zu berechnende Makro auszuwählen. Damit durchbrechen Sie entsprechend Ihrer Berechnungswünsche diesen Zyklus, natürlich mit der Konsequenz, dass das ausgewählte Makro Koordinaten verwendet, die später noch verändert werden.

Wollen Sie diese Unterstützung nicht, d.h. akzeptieren Sie generell nur zyklusfreie Projekt-Quelltexte, markieren Sie diese Option. VermCad fragt dann nicht mehr nach; die beteiligten Makros bleiben unberechnet und werden mit dem Vermerk Zyklische Abhängigkeit gemeldet.

Die Einstellung gilt für alle Projekte. Für ein einzelnes Projekt können Sie sie im Messwerte-Text übersteuern: Die globale Option $NO_CYCLE_DEP; am Dateianfang schaltet die Unterstützung für dieses Projekt ab, $NO_CYCLE_DEP-; schaltet sie wieder ein - auch dann, wenn die Option hier im Dialog markiert ist.

Hinweis: Geändert mit Version 5.1: Bis einschließlich Version 5.0 wirkte $NO_CYCLE_DEP; genau umgekehrt - die Zeile schaltete die Unterstützung ein bzw. hob eine hier gesetzte Markierung auf. Ältere Projekte, die diese Zeile enthalten, werden ab Version 5.1 deshalb anders ausgewertet: Wo bisher die Rückfrage nach dem nächsten Makro kam, bleiben die Makros jetzt mit dem Vermerk Zyklische Abhängigkeit stehen. Wollen Sie das bisherige Verhalten behalten, ändern Sie die Zeile in $NO_CYCLE_DEP-; oder entfernen Sie sie.


Fatale Fehler

ignorieren

Nicht berechenbare Makros, z.B. auf Grund nicht mehr vorhandener, aber benötigter Koordinaten, werden einfach ignoriert. Es erfolgt nur ein entsprechender Hinweis. Setzen Sie die Option, wenn beim Übersetzen (F9) ein fataler Fehler in einem einzelnen Makro die Auswertung des ganzen Projekts anhält, Sie aber an den übrigen Berechnungen weiterarbeiten wollen. Dadurch erreicht man größere Flexibilität bei Änderungen in den Berechnungsdialogen, da davon abhängige Makros den aktuellen Vorgang nicht mehr unterbrechen können.

Diese spezielle Option für Makros ist eine Erweiterung der allgemeinen Option "Nur bei fatalen Fehlern" anhalten.


NV für vorläufigen NBZ

(in allen Bundesland-Ausgaben außer Baden-Württemberg)

NV='xx' ist ab Version 4.5 automatisch als vorläufiger Nummerierungsbezirk definiert und muss nicht mehr ausdrücklich im NBZ-Makro angegeben werden. Man kann NV='xx' aber trotzdem dort definieren und einem beliebigen NBZ zuweisen. Standardmäßig sind vorläufige NBZ am Anfang der Liste einsortiert; die Reihenfolge der NBZ im Makro bestimmt die Sortierung der meisten Punktlisten in VermCad.

automatisch vorläufigen NBZ mit Riss-NV anlegen

(nur Sachsen)

VermCad legt den vorläufigen Nummerierungsbezirk automatisch mit dem Riss-NV an. Ist die Option gesetzt, wird das Feld NV gesperrt und auf Riss gesetzt.

Der vorläufige NBZ erhält dann die Rissnummer als NV; seine NB-Nummer bildet VermCad aus Rissnummer und Gemarkungsschlüssel des Auftrags. Fehlt eine der beiden Angaben im Auftragsblock, legt VermCad keinen vorläufigen NBZ an.

NV

Verschlüsselung des vorläufigen Nummerierungsbezirks; zulässig sind bis zu vier Zeichen. Bleibt das Feld leer, gilt wie bisher xx. Tragen Sie hier eine andere Verschlüsselung ein, wird diese als vorläufiger NBZ verwendet. (Die Eingabe von xx leert das Feld wieder, weil das der Automatik-Wert ist.)

vorläufigen NBZ automatisch ins NBZ-Makro einfügen

Der oben eingetragene vorläufige NBZ wird automatisch ins NBZ-Makro geschrieben. Die Option ist nur wählbar, wenn im Feld NV eine Verschlüsselung steht.

vorläufigen NBZ ans Listenende setzen (Listen-Sortierung)

Der vorläufige NBZ wird ans Ende des NBZ-Makros gesetzt und erscheint damit in den Punktlisten zuletzt statt zuerst. Auch diese Option setzt einen Eintrag im Feld NV voraus.

NV='xx' automatisch ins NBZ-Makro einfügen

Wie vorstehend, jedoch für den automatischen vorläufigen NBZ NV='xx'.

NV='xx' ans Listenende setzen (Listen-Sortierung)

NV='xx' wird ans Ende des NBZ-Makros gesetzt und erscheint damit in den Punktlisten zuletzt.


Siehe auch

Das Dialogfenster Compiler - Optionen
Globale Optionen
Compiler - Optionen Allgemein



[Nach oben]