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ALKIS-Arbeitsabläufe-Fortführungsfälle und Validierungsmeldungen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus VermCAD Hilfe Wiki
Am Bildschirmfoto geprueft und berichtigt: Tippfehler im Programmtext wurde am 13.08.2026 behoben (AlkisPruefToolConsts.pas, 19 Stellen) - Zitat nachgezogen
Zeichenfehler-Berichtigung: Verweis auf den direkten Weg ueber die CAD-Schaltflaeche
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* Ist '''Flächenberichtigung''' angehakt, kann die Berichtigung zusätzlich flurstücksweise ausgeschaltet werden (Spalte '''kFB''' in der Tabelle der neuen Objekte, nur in Baden-Württemberg; der Spaltenkopf-Hinweis lautet ''Keine Flächenberichtigung für dieses Flurstück'').
* Ist '''Flächenberichtigung''' angehakt, kann die Berichtigung zusätzlich flurstücksweise ausgeschaltet werden (Spalte '''kFB''' in der Tabelle der neuen Objekte, nur in Baden-Württemberg; der Spaltenkopf-Hinweis lautet ''Keine Flächenberichtigung für dieses Flurstück'').
* Bei diesem Anlass bleiben altes und neues Flurstück nebeneinander bestehen; das Flurstückskennzeichen wird über die Erhöhung der Flurstücksfolge weiterverwendet.
* Bei diesem Anlass bleiben altes und neues Flurstück nebeneinander bestehen; das Flurstückskennzeichen wird über die Erhöhung der Flurstücksfolge weiterverwendet.
Diese Konstruktion — Bestandsflurstücke untergehen lassen, deckungsgleiche neue Flurstücke mit erhöhter Folge anlegen, Fall bilden — nimmt Ihnen die Schaltfläche '''Berichtigung Zeichenfehler''' im CAD-Reiter [[CAD-Ribbon-ALKIS|ALKIS]] in einem Schritt ab. Voraussetzungen, Meldungen und Nacharbeit stehen unter [[ALKIS-Arbeitsabläufe-Berichtigung eines Zeichenfehlers|Berichtigung eines Zeichenfehlers]].


=== Umflurung ===
=== Umflurung ===

Version vom 27. August 2026, 10:06 Uhr

Ziel

Wissenssammlung zur Arbeit mit dem Dialog ALKIS-Vollständige Fortführung: welche Fortführungsfall-Anlässe es gibt, was bei besonderen Fällen zu beachten ist und wie typische Validierungsmeldungen zu verstehen und zu beheben sind. Fokus Baden-Württemberg.

Häufige Fortführungsfälle

Anlässe im Überblick

Der Anlass-Schlüssel bestimmt, wie der Fall im Fortführungsnachweis behandelt wird. In VermCad besonders relevante Anlässe:

Schlüssel Anlass Hinweis
010101 Zerlegung (oder Sonderung) genau ein altes, mindestens zwei neue Flurstücke je Fall
010102 Verschmelzung genau ein neues, mindestens zwei alte Flurstücke je Fall
010301 Flurstücks-Umnummerierung wird von der automatischen Fallermittlung erkannt; im Fortführungsnachweis lautet der Anlass Veränderung der Flurstücksnummer
010302 Umgemarkung Eigentümer/Buchung wird hier mitvalidiert
010305 Umflurung siehe eigener Abschnitt unten
010308 Flurstückslöschung wird von der automatischen Fallermittlung erkannt; im Fortführungsnachweis lautet der Anlass Löschung eines Flurstücks
010402 Veränderung der Lage Lagebezeichnungen
010501 Berichtigung der Flächenangabe (Flächenberichtigung) nur ein verändertes Flurstück je Fall zulässig; siehe Flächenberichtigung durchführen
010502 Berichtigung eines Zeichenfehlers siehe eigener Abschnitt unten; im Fortführungsnachweis lautet der Anlass Berichtigung eines in ALKIS fehlerhaft nachgewiesenen Grenzverlaufs
010202 / 010206 Veränderung auf Grund wasserrechtlicher Vorschriften / gerichtlicher Entscheidung wie 010502: altes und neues Flurstück bestehen mit erhöhter Flurstücksfolge nebeneinander
010621 Umlegung Eigentümer/Buchung wird mitvalidiert
200100 Gebäudeeinmessung Landeshinweis BW (andere Länder teils 200000): Die beiden Anlässe 200100 und 200000 dienen in BW ausschließlich der internen Fallstruktur. VermCad schreibt sie nicht als Anlass an die Objekte des Falls, und nachweispflichtig sind sie ebenfalls nicht — es entsteht kein AX_Fortfuehrungsfall und kein Eintrag im Fortführungsnachweis.
200300 Gebäudelöschung Landeshinweis BW
300300 / 010403 Veränderung der tatsächlichen Nutzung (ohne / mit Änderung der Wirtschaftsart) Landeshinweis BW: 300300 ist nicht nachweispflichtig, 010403 dagegen schon. Für einen nicht nachweispflichtigen Anlass übernimmt VermCad keinen AX_Fortfuehrungsfall in den Fortführungsentwurf; der Fall bekommt keine Fallnummer und erscheint nicht im Fortführungsnachweis — die Objekte des Falls werden trotzdem exportiert. Der Dialog weist im Anlass-Feld darauf hin („Nicht-nachweispflichtiger Anlass: Fall wird nicht als <AX_Fortfuehrungsfall> in den FF-Entwurf integriert."), die FN-Belege drucken stattdessen „ACHTUNG! Dieser Anlass ist nicht FN-pflichtig. Es wird kein ALKIS-Fortführungsfall angelegt!". Bei der automatischen Fallbildung hat 010403 deshalb Vorrang vor 300300.
300200 Veränderung im Bereich Bauwerke und Einrichtungen

Landeshinweis BW: Der kombinierte Anlass „Zerlegung und Verschmelzung" (010103) wird in BW nicht angeboten. Eine Zerlegung mit anschließender Verschmelzung wird über Zuflurstücke mit Zuflurstücksnummern abgebildet (siehe Validierungsmeldungen zu Zuflurstücken unten).

Landeshinweis BW: Die Spalte Anlass oben nennt die im Programm gebräuchliche Bezeichnung. Im Fortführungsnachweis setzt VermCad für mehrere Anlässe die vorschriftsgemäßen Wortlaute ein, die von der Bezeichnung in der Anlass-Auswahlliste des Dialogs abweichen — für die drei oben genannten Anlässe ist der abweichende Wortlaut jeweils mit angegeben. Diese Wortlaute gelten für Baden-Württemberg; Sachsen hat eigene (dort heißt 010502 beispielsweise Berichtigung eines Zeichenfehlers), und in den übrigen Ländern druckt der Fortführungsnachweis denselben Text, den auch die Anlass-Auswahlliste zeigt.

Berichtigung von Zeichenfehlern

  • Bei der Berichtigung eines fehlerhaften Grenzverlaufs lautet der Fortführungsfall „Berichtigung eines Zeichenfehlers".
  • Die beiden betroffenen Flurstücke müssen untergehen; zwei neue Flurstücke mit dem geänderten Grenzverlauf sind einzufügen.
  • Dieser Fortführungsfall muss an erster Stelle der Fortführungsfallliste stehen.
  • Die Berichtigung ist mit oder ohne Flächenberichtigung möglich.
  • Ist Flächenberichtigung angehakt, kann die Berichtigung zusätzlich flurstücksweise ausgeschaltet werden (Spalte kFB in der Tabelle der neuen Objekte, nur in Baden-Württemberg; der Spaltenkopf-Hinweis lautet Keine Flächenberichtigung für dieses Flurstück).
  • Bei diesem Anlass bleiben altes und neues Flurstück nebeneinander bestehen; das Flurstückskennzeichen wird über die Erhöhung der Flurstücksfolge weiterverwendet.

Diese Konstruktion — Bestandsflurstücke untergehen lassen, deckungsgleiche neue Flurstücke mit erhöhter Folge anlegen, Fall bilden — nimmt Ihnen die Schaltfläche Berichtigung Zeichenfehler im CAD-Reiter ALKIS in einem Schritt ab. Voraussetzungen, Meldungen und Nacharbeit stehen unter Berichtigung eines Zeichenfehlers.

Umflurung

  1. Besondere Flurstücksgrenzen (Flurgrenzen) anpassen: wegfallende Linienstücke der Flurgrenze untergehen lassen, neue Linien zeichnen und als neue AX_BesondereFlurstuecksgrenze mit ARF = 3000 (Grenze der Flur) attributieren.
  2. Das Bestandsflurstück untergehen lassen.
  3. Ein neues Flurstück mit gleicher Geometrie erstellen.
  4. Dem neuen Flurstück eine Flurstücksnummer aus der Reservierung mit der neuen Flur zuweisen.
  5. Fortführungsfall mit Anlass „Umflurung" bilden: altes Flurstück in den Bestand, neues Flurstück zu den neuen Objekten.

Automatische Fallermittlung

Die automatische Fallermittlung läuft nicht beim Öffnen des vFE-Dialogs, sondern nur, wenn Sie sie über die Abfrage Automatische Fallsuche anstoßen (Schaltfläche zum Erstellen eines neuen Fortführungsfalls). Wann sie startet, welche Objekte sie betrachtet und warum ein erwarteter Fall ausbleiben kann, steht unter Automatische Fallermittlung und Projekt zurücksetzen.

Geprüft wird dabei in dieser Reihenfolge: Berichtigung eines Zeichenfehlers → Zerlegung/Verschmelzung → Flurstückslöschung → Flurstücks-Umnummerierung → Nutzungsartenänderung → Gebäudeeinmessung → Gebäudelöschung (Flurstücksänderungen gehen bewusst vor). Die Berichtigung eines Zeichenfehlers wird zuerst geprüft, weil die Flächenheuristik der Zerlegungs-/Verschmelzungsprüfung die betroffenen Flurstückspaare sonst falsch deuten würde. Wird kein Muster erkannt, sammelt bei der Antwort Manuelle Objektwahl ein Restfall ohne Anlass die gewählten Objekte — dort den Anlass von Hand setzen oder die Objekte einem passenden Fall zuordnen. Bei der Antwort Automatisch entsteht kein solcher Restfall.

Häufige Validierungsmeldungen und Abhilfe

Meldung (sinngemäß) Ursache und Abhilfe
Das Attribut ZST ist nicht mindestens zweimal belegt. Angaben zu Finanzamt und Forstbehörde werden gefordert. Landeshinweis BW (VwVLK Punkt 6.4): An Flurstücken müssen zuständige Stellen für Finanzamt und Forstbehörde gesetzt sein. In manchen Bestandsdaten ist nur eine ZST vorhanden — dann fehlt i.d.R. das Forstamt; beim zuständigen Amt nachfragen, ob es bei Änderungsdatensätzen ergänzt werden soll. Hinweis: Forstämter werden oft über den Schlüssel 1800 (Landratsamt) mitverwaltet. Bei Bestandsobjekten erscheint die Meldung nur als Warnung, bei neuen Flurstücken als Fehler.
Sie haben ein Objekt, das im Rahmen der Katastervermessung als unveränderbar gilt (bspw. Festpunkte, historische Grenzpunkte), verändert oder gelöscht. Historische Punkte dürfen nicht neu koordiniert oder umattributiert werden. Neukoordinierung entfernen und alle ALKIS-Parameter auf den Original-Wert zurücksetzen (im Parameter-Dialog bedeutet schwarze Darstellung „nutzerverändert" → Rechtsklick → Leeren stellt den Original-Wert wieder her). Ist die Änderung fachlich wirklich nötig: siehe „Historisierung aufheben" unten sowie Punkte historisieren, wandeln und wiederherstellen.
Es wurde kein Anlass vergeben. Dem Fortführungsfall im Feld Anlass einen Anlass zuweisen (betrifft oft den automatisch erzeugten Restfall).
Die Veränderungsnummer des Projekts ist am Objekt nicht gesetzt. Landeshinweis BW: Die VN des Auftrags fehlt am Objekt; die Korrektur-Aktion der Meldung setzt sie automatisch. Einzelheiten: Veränderungsnummern an Punkten und Koordinaten.
Die VN des Projekts ist gesetzt, jedoch kein Fortführungsanlass. Landeshinweis BW: Warnung; geprüft werden nur Flurstücke. Zwei Ursachen sind möglich. Erstens: Für das Objekt fehlt noch ein Fortführungsfall bzw. die Zuordnung zu einem Fall — dann den Fall bilden oder das Flurstück dem passenden Fall zuordnen. Zweitens: Die Veränderungsnummer steht zu Unrecht am Flurstück, weil es an keinem Fortführungsfall beteiligt ist. Das trifft vor allem neue Flurstücke: Sie erhalten die VN automatisch, auch ohne Fall — den Anlass dagegen nur über einen Fortführungsfall. Abhilfe ist dann, die Ursache zu beseitigen: das Flurstück einem Fall zuordnen oder, wenn es gar nicht abgegeben werden soll, die Änderung zurücknehmen; anschließend übersetzen (F9), neu validieren und exportieren. Die Fachdatenverbindung nicht von Hand entfernen — die Spalte ist im Parameter-Dialog nur lesbar, und beim Übersetzen wird die VN ohnehin neu ermittelt: VermCad löscht seinen eigenen Eintrag zuvor und vergibt ihn nur dann erneut, wenn die Voraussetzungen weiterhin zutreffen. Die Aktion der Meldung öffnet die Objekte im Parameter-Dialog und lässt sich auch für mehrere markierte Meldungen gemeinsam ausführen. Hintergründe zum Zusammenspiel von Anlass und Fall: Fortführungsanlass am Flurstück und Fallreihenfolge.
Die Flurstücke ... sind nicht NUA-verändert / nicht Wirtschaftsart-verändert / nicht lageverändert und sollten nicht Kernobjekt dieses Fortführungsfalls sein. Das Flurstück steht im falschen Sammelfall — VermCad führt je einen Sammelfall für Nutzungsarten-, Wirtschaftsart- und Lageänderung. Die Korrektur-Aktion Objekte in den passenden Fortführungsfall verschieben verteilt die Objekte automatisch neu. Siehe Die drei Sammelfälle.
Die Flurstücke ... sind lageverändert / NUA-verändert / Wirtschaftsart-verändert / NUA- oder Wirtschaftsart-verändert und sollten in einem anderen Fortführungsfall exportiert werden. Gegenstück zur vorigen Meldung: Das Flurstück hat eine Änderung, die in einen der anderen Sammelfälle gehört. Gleiche Korrektur-Aktion; siehe Die drei Sammelfälle.
Für diesen Fortführungs-Anlass werden keine neuen Objekte erwartet. In einem Fall stehen neue Objekte, obwohl der Anlass nur veränderte Bestandsobjekte zulässt (Nutzungsartenänderung mit und ohne Wirtschaftsart, Veränderung der Lage, Gebäudelöschung, Flurstückslöschung, Flächenberichtigung; in Niedersachsen ohne die Gebäudelöschung, weil dort derselbe Schlüssel die Gebäudeeinmessung bezeichnet). Die Korrektur-Aktion entfernt die Objekte aus der Liste neuer Objekte und startet die automatische Fallsuche. Siehe Die drei Sammelfälle.
Das Objekt wurde nicht als untergehend markiert. / Ein Kernobjekt wurde nicht zum Export markiert. / Das neu erstellte AlkisObjekt wurde nicht zum Export markiert. Untergangs-Markierung (Raute) bzw. Export-Haken in der vFE-Tabelle setzen; die Auto-Export-Auswahl kann das übernehmen — siehe Exportobjekte je Fortführungsfall auswählen.
Flurstückskennzeichen wird mehrfach verwendet. FSK muss eindeutig sein — ggf. Flurstücksfolge erhöhen.
Das Flurstückskennzeichen widerspricht folgenden Flurstücksattributen ... Gemarkung, Flur, Flurstücksnummer oder -folge stimmen zwischen FSK und Attributen nicht überein — Kennzeichen bzw. Attribute korrigieren.
Die Objektart ... soll laut Objektartenkatalog nicht fortgeführt werden. Fehler: Die Objektart kommt zwar in den Bestandsdaten vor, darf aber nicht abgegeben werden. Das Objekt aus dem Export nehmen — siehe Objektart, Geometrieart und Pflichtattribute.
Das CADObjekt von ... ist keine Fläche. / ... ist keine Linie. / ... ist weder Fläche noch Linie. / ... hat einen defekten Aussenrand (bspw. keine geschlossene Kurve). / ... hat eine sich selbst schneidende Aussenrand-Linie. Fehler: Die CAD-Geometrie passt nicht zu der Geometrieart, die für die Objektart zugelassen ist, oder der Umring ist defekt (nicht geschlossen bzw. überschlagen). Geometrie im CAD reparieren oder die Objektart wechseln. In BW ist die zulässige Geometrieart häufig enger gefasst als im Objektartenkatalog — siehe Objektart, Geometrieart und Pflichtattribute.
Für die Objektart "Untergeordnetes Gewässer" muss ein Objekt der Objektart "Klassifizierung nach Wasserrecht" mit identischer geometrischer Ausdehnung exisitieren / Die Objektart Untergeordnetes Gewässer darf kein Objekt der Gruppe Gewässer überlagern. / Das Attribut "Funktion" muss den Wert 1030 (Bach) haben. / Das Attribut "Lage zur Erdoberfläche" muss den Wert 1810 (verdolt) haben. Fehler: Einzelne Objektarten haben über die Attributprüfung hinaus eigene Bildungsregeln; in BW betrifft das vor allem das untergeordnete Gewässer (55002). Begleitobjekt ergänzen bzw. die genannten Attribute setzen — die vollständigen Regeln je Geometrieart stehen unter Objektart, Geometrieart und Pflichtattribute.
Die neuen und geänderten Objekte überschneiden sich. Geometrische Überlappung der Neuobjekte; Meldung anfliegen, Geometrie bereinigen (siehe ALKIS-Geometrieangleichen und Flächendeckung nach jedem Fortführungsfall).
Bestands- und Neu-Flurstücke sind nicht deckungsgleich (Differenz ... m²). Bei Zerlegung/Verschmelzung müssen alte und neue Flurstücke dieselbe Gesamtfläche abdecken — Lücken/Überstände über die Vergleichen-/Lücken-finden-Funktion des Dialogs suchen; siehe Flächendeckung nach jedem Fortführungsfall.
Angleichung: ... (Abstand: ... m) Sammelmeldung der Geometrieangleichung. Nach „Angleichung:" steht der Vorschlag (Punkte müssen evtl. verschmolzen werden., Linie muss evtl. geteilt werden., Punkt muss evtl. auf Linie geschoben werden., Linien müssen evtl. verschmolzen werden., Punkt-Objekte müssen evtl. auf den Punktzwilling verschoben werden.), der Abstand nennt die Größenordnung. Diese Meldungen sind Warnungen und dürfen nach fachlicher Prüfung abgehakt werden; der Bearbeiten-Knopf führt die Angleichung sofort aus und schreibt sie nicht in die CAD-Historie. Siehe Geometriebehandlung und Überlappungsmeldungen und ALKIS-Geometrieangleichen.
Angleichung: Bogenradius muss evtl. angeglichen werden. (Abstand: ... m) Die einzige Angleichungs-Meldung vom Typ Fehler — sie lässt sich nicht abhaken und blockiert damit den Export, bis sie abgearbeitet ist. Die Radien der beteiligten Bögen über die Aktion Bogenradius angleichen vereinheitlichen; siehe Kreisbögen in ALKIS-Daten.
Ein Randpunkt des Objekts liegt zu nah (... mm, Trennschärfe Amt: 14,0 mm) an einer eigenen RandLinie. Ein Umringpunkt eines neuen Flurstücks bzw. einer neuen Nutzungsartenfläche liegt näher an einer eigenen Randlinie als die Trennschärfe des Amtes (14 mm). Bei der Geometriebehandlung im Amt kann das auch benachbarte Objekte verziehen und die Simulation scheitern lassen. Punkt verschieben oder Linie teilen — siehe Geometriebehandlung und Überlappungsmeldungen.
Untergehendes Objekt: Nicht alle relevanten Punktobjekte / Präsentationsobjekte gehen mit unter. Beim Löschen eines Objekts zugehörige Punkt- und Präsentationsobjekte mit behandeln (untergehen lassen oder neu zuordnen).
Das Zuflurstück ... wird in diesem Fortführungsfall benutzt, entsteht aber erst später / entsteht in diesem Fortführungsfall, wird aber schon früher benutzt. Reihenfolge der Fortführungsfälle korrigieren: ein Zuflurstück muss erst entstehen (Zerlegung), bevor es weiterverwendet wird (Verschmelzung).
Flurstück entsteht in einer Zerlegung und wird anschließend wieder verschmolzen, hat jedoch keine Zuflurstücksnummer. Dem Zwischenflurstück eine Zuflurstücksnummer geben (Landeshinweis BW).
Es wurden Objekte in mehreren Fortführungsfällen für den Export markiert. Jedes Objekt darf nur in einem Fall exportiert werden — Export-Haken in den übrigen Fällen entfernen. Ausnahmen stellen bspw. Zuflurstücke oder Flurstücke dar, die sich auch in einem Flächenberichtigungsfall befinden. Siehe Exportobjekte je Fortführungsfall auswählen.
Die Grenze der Flur/Gemarkung/Gemeinde verläuft nicht zwischen Flurstücken in verschiedenen Fluren/Gemarkungen/Gemeinden. Attributierung der besonderen Flurstücksgrenze (ARF) oder die Flur-/Gemarkungsangaben der angrenzenden Flurstücke korrigieren.
Besondere Flurstücksgrenzen dürfen nur von Grenzpunkt zu Grenzpunkt ohne weiteren Stützpunkt verlaufen. Fehler: Eine AX_BesondereFlurstuecksgrenze darf keinen Zwischen-Stützpunkt haben. Die Korrektur-Aktion versucht, die Linie aufzuteilen und daraus neue Teilobjekte zu erzeugen — siehe Besondere Flurstücksgrenzen und Begleitobjekte.
Auf der bestehenden ... entstehen neue Grenzpunkte (...). Die Grenze muss untergehen und je Teilstück neu gebildet werden. / Die bestehende ... verläuft über untergehende Grenzpunkte (...). Sie darf nicht ersetzt werden, sondern muss untergehen und neu gebildet werden. Fehler: Eine besondere Flurstücksgrenze aus dem Bestand darf nicht verändert (ersetzt) werden, wenn sich ihre Grenzpunkte ändern. Sie muss untergehen und aus den verbleibenden bzw. an den neuen Grenzpunkten geteilt neu gebildet werden; die Korrektur-Aktion der Meldung übernimmt das. Siehe Besondere Flurstücksgrenzen und Begleitobjekte.
In einem Fortführungsfall mit Anlass „Flächenberichtigung" darf jeweils nur ein Flurstück verändert werden. Fall aufteilen; die Korrektur-Aktion der Meldung bietet eine automatische Aufteilung an. Siehe Flächenberichtigung durchführen.
LBZmHNR nicht an FS gesetzt: ... (Flurstück ...). Warnung: Am Gebäude hängt eine lebende Lagebezeichnung mit Hausnummer, die am zugehörigen Flurstück fehlt — der Fall „Veränderung der Lage" wird beim Amt sonst zurückgewiesen. Die Korrektur-Aktion LBZmHNR am Flurstück setzen verknüpft beide; sie ist auch für mehrere Meldungen auf einmal ausführbar. Siehe Lagebezeichnungen in der Fortführung.
Für ... vergebene Lagebezeichnung hat nicht den selben Schlüssel wie das Flurstück. Warnung: Keine Lagebezeichnung des Objekts trägt einen Lageschlüssel, den auch das Flurstück führt — Gebäude und Flurstück liegen also an unterschiedlichen Straßen. Die Aktion der Meldung öffnet Lagebezeichnungen verwalten. Siehe Lagebezeichnungen in der Fortführung.
Der Gemeindeschlüssel der Lagebezeichnungen ... unterscheidet sich vom Gemeindeschlüssel des Objekts. Fehler: Eine gesetzte Lagebezeichnung gehört zu einer anderen Gemeinde als das Objekt; geprüft wird über die Gemarkung des (größten) zugehörigen Flurstücks. Die richtige Lagebezeichnung wählen. Siehe Lagebezeichnungen in der Fortführung.
Die aktuellsten Bestandsdaten wurden vor ... Tagen eingelesen. Der Hinweis erscheint, sobald die jüngste eingelesene NAS-Bestandsdatei 14 Tage oder älter ist; ausgegeben wird er bei der Validierung des Falls Weitere Objekte. Ggf. aktuelle NAS-Bestandsdaten anfordern und einlesen, bevor exportiert wird — siehe Bestandsdaten abrufen und aktuell halten.
Ein Export wäre nicht valide gegen das XML Schema: ... Die angehängte Schema-Fehlermeldung nennt Element und Objekt. Die Ursache liegt nicht zwangsläufig im Projekt: Häufig passt der Schemastand des Programms nicht zu dem der Prüfstelle — siehe Schemafehler bei den Erhebungsdaten. Weist die Meldung dagegen auf ein Attribut der eigenen Erhebungsdaten, dieses korrigieren.
Neupunkt mit Flag S — Punkt hat Flag S gesetzt, aber ist aus Alkis-Sicht ein Neupunkt. Ggfs. entstehen Widersprüche beim NAS-Export! Landeshinweis BW (Warnung aus dem Prüfplan): Flag S kennzeichnet einen Sollwert, also einen gegebenen Punkt; aus ALKIS-Sicht ist der Punkt mangels endgültiger Kennung dagegen ein Neupunkt. VermCad vergibt dann die Veränderungsnummer Punkt statt der Veränderungsnummer Koordinaten — der Aktenhinweis am Punktort bleibt leer. Flag S entfernen, wenn der Punkt tatsächlich neu bestimmt wurde. Siehe Veränderungsnummern an Punkten und Koordinaten.
Der Punkt soll historisiert werden, aber das Setzen von Autowerten wurde für diesen Punkt verboten. Dadurch kann KST 5000 nicht gesetzt werden. Autowerte für den Punkt wieder zulassen.

Sonstiges Wissen

Zulässigkeiten: Erhebungsdaten weichen vom Bestand ab

Die Wertemengen der Bestandsdaten und der Erhebungsdaten unterscheiden sich gelegentlich — ein im Bestand gelieferter Wert kann in den Erhebungsdaten unzulässig sein. Beispiele (Landeshinweis BW):

  • DES 9998 ist am Punktort TA im Bestand erlaubt, in den Erhebungsdaten aber nicht.
  • FKT 2700 ist in den Erhebungsdaten unzulässig (Prüftool-Meldung).
  • Die Relation istGebucht am Flurstück und der Fortführungsfall-Nummernbereich sind nicht Teil des Erhebungsdaten-Schemas; VermCad lässt sie beim Export automatisch weg.

VermCad übernimmt beim Einlesen alle im Bestand gelieferten Werte und meldet Unzulässigkeiten erst bei der Validierung für den Export. Wie die Erhebungsdaten aufgebaut sind, steht unter Aufbau der Erhebungsdaten.

Arbeiten an der Gemarkungsgrenze

Änderungen an einer Gemarkungsgrenze zuerst auf der von der bearbeiteten Gemarkung abgewandten Seite (in der Nachbargemarkung) durchführen, dann die Grenze in der bearbeiteten Gemarkung angleichen — und erst danach mit Zerlegungen und weiteren Bearbeitungen fortfahren. Sonst entstehen widersprüchliche Grenzgeometrien in den Fällen. In der Bestandsliste eines Falls werden Flurstücke aus fremden Gemarkungen daher gesondert einsortiert.

Ein Punktort (ungleich UTM) am ALKIS-Punktobjekt geht unter

Bei Grenzpunkten kommt es in seltenen Fällen vor, dass ein Punktort mit Soldner-Koordinaten „untergeht", während Punktobjekt und UTM-Punktort unverändert fortbestehen sollen. Dafür kann der Punktort vom Punktobjekt getrennt werden:

  • Die Trennung erfolgt im Punkt-Parameter-Dialog — Registerkarte Allgemein per Rechtsklick auf den betreffenden Punktort oder Registerkarte Parameter bei eingestelltem Lagestatus per Rechtsklick auf die Punktobjekt-Zeile. Auf demselben Weg lässt sich die Trennung rückgängig machen.
  • Nach Abfrage einer Punktnummer wird die getrennte Koordinate als Vorgaben-Block in die MWT geschrieben; beim Rückgängigmachen wird der Block wieder gelöscht.
  • Soll die Koordinate später einem anderen Punkt zugeordnet werden, für dessen Punktobjekt einen Punktort erzeugen: in der Registerkarte Parameter den Lagestatus einstellen und ein Punktort-Attribut ändern (z.B. KDS) — damit entsteht der Punktort, und die Koordinate aus dem Vorgaben-Block wird mit exportiert.

Siehe Punktort vom Punktobjekt trennen.

Historisierung aufheben

In manchen Fällen ist die Änderung eines historischen Punktes fachlich notwendig. Dazu die Historisierung aufheben: Reiter Allgemein des Punkt-Parameter-Dialogs, Rechtsklick auf den Punkt → Historisierung aufheben (der Eintrag erscheint nur bei historisierten Punkten und nur in Baden-Württemberg). Danach kann der Punkt neu koordiniert und attributiert werden. Soll der Punkt anschließend wieder wegfallen, das Flag w verwenden — der Punkt wird verändert, bleibt im Kataster aber historisch.

Siehe auch