Die weiteren Schnittstellen
Neben den Geräte- und Programmformaten unterstützt VermCad eine Reihe von Formaten, die dem Datenaustausch mit den Katasterämtern dienen. Welche davon es gibt, hängt von der Landesausgabe ab.
Weil diese Formate amtlich geregelt sind, gibt es auf ihren Registerkarten fast nichts einzustellen: Sie können lediglich die Dateiendungen anpassen, mit denen die Dateien bei Ihnen ankommen, ein Startverzeichnis festlegen und die Schnittstelle abschalten.
Diese Seite beschreibt die Registerkarten, die keine eigene Seite haben. Für die übrigen Amtsformate gibt es eigene Seiten: DE, KOR, EDB und die XML-Nummernreservierung. Ganz am Ende steht mit GVI noch ein Format, das kein Amtsformat ist, aber ebenfalls keine eigene Seite hat.
Die Felder dieser Registerkarten
| Feld | Was es bei diesen Formaten bewirkt |
|---|---|
| 1. Typ, 2. Typ, 3. Typ | Dateiendungen, an denen VermCad das Format erkennt. Liefert Ihr Amt eine andere Endung, tragen Sie diese hier ein, statt die Dateien umzubenennen. Beim Erkennen einer Datei durchsucht VermCad zuerst alle 1. Typ-Felder, dann alle 2. Typ-Felder und zuletzt alle 3. Typ-Felder – ein hier eingetragener 2. oder 3. Typ wird also ebenso erkannt wie der erste. Beim Import schlägt VermCad in der Formatliste den 1. Typ vor, beim Export den 2. |
| Import-Export - Verzeichnis | Startverzeichnis für den Öffnen- bzw. Speichern-Dialog dieser Schnittstelle. Ist der Auftrag in der Datei - Struktur angelegt und dieses Feld leer, verwendet VermCad beim Export das dort hinterlegte Übernahmeverzeichnis – denn diese Formate gehen ans Amt. Ausnahme ist die Sachsen-Registerkarte PRJ: Für sie gilt die Zeile Exportdatei Koordinaten. |
| Deaktiviert | Die Registerkarte bleibt mit allen Einträgen erhalten, das Format verschwindet aber aus den Datei-Auswahllisten. Beim Zuordnen einer Datei zu einem Format überspringt VermCad deaktivierte Formate. |
Ein Feld Name und eine Maske für das Punktkennzeichen gibt es auf diesen Registerkarten nicht – das Punktkennzeichen ist im jeweiligen amtlichen Format festgelegt. Bei K70 und K91 etwa ist die Maske fest eingebaut und lässt sich nicht ändern. Die allgemeine Bedeutung aller Felder steht unter Allgemeines.
Welche Formate das sind
| Registerkarte | Format | liest | schreibt | Landesausgabe |
|---|---|---|---|---|
| K70 | K70-Datei; das Punktkennzeichen folgt einer fest eingebauten Maske | ja | ja | Sachsen-Anhalt |
| K90 | Koordinaten vom Katasteramt bzw. LVermD, in der Regel im Lagestatus 150 | ja | nein | Sachsen-Anhalt |
| K91 | K91-Datei; das Punktkennzeichen folgt einer fest eingebauten Maske. Geschrieben wird je Punkt ein Satzpaar aus Punkt- und Lagezeile. | ja | ja | Sachsen-Anhalt |
| SIP | SIP-Datei. Sie wird ausschließlich für die Aufnahmepunkt-Liste geschrieben – bei allen anderen Listenarten steht SIP nicht als Zielformat zur Verfügung. Gelesen wird sie mit demselben Leser wie das KOR-Format. | ja | ja | Sachsen-Anhalt |
| PKT | BAV-Punktdatei; sie kommt nur vom Amt und ist als Zielformat gesperrt | ja | nein | Sachsen |
| PRJ | BAV-Projektdatei für und vom Amt. Als 3. Typ ist XPL voreingestellt – das sind die Digitalisierungen vom Amt; VermCad setzt diesen Wert selbst wieder ein, wenn er leer ist. | ja | ja | Sachsen |
| ASI | ASI- und ASO-Punktdatei vom Katasteramt. Als 2. Typ ist ASO voreingestellt, weil die Ausgabe zum Amt so heißt; auch diesen Wert setzt VermCad selbst wieder ein, wenn er leer ist. | ja | ja | Sachsen und Thüringen |
| ASC | ASC-Punktdatei | ja | ja | Thüringen |
| KOU | KOU-Datei | ja | ja | Brandenburg |
liest bedeutet: VermCad kann Dateien dieses Formats einlesen. schreibt bedeutet: das Format steht in der Listen-Ausgabe als Zielformat zur Verfügung.
Die Sachsen-Ausgabe hat außerdem die Registerkarte GSN – den ASCII-Sachdatenauszug des GeoSN für Raumbezugs- und Höhenfestpunkte. Auch er kommt nur vom Amt und ist als Zielformat gesperrt. Seine Registerkarte hat als einzige dieser Gruppe zusätzlich die Felder Name, Punktkennzeichen und automatisch ersetzte NV einbeziehen.
Zusätzliche Felder auf der Registerkarte ASI
Die ASI/ASO-Registerkarte hat als einzige zwei weitere Markierungsfelder:
| Feld | Was es bewirkt |
|---|---|
| Symbol nicht nur aus OS und Folie generieren | Betrifft den Import. Beim Einlesen sucht VermCad zu jedem Punkt das passende Symbol aus der Symboltabelle. Ohne diese Option vergleicht es dafür nur Objektschlüssel und Folie – so hat es die ursprüngliche Schnittstelle gemacht. Ist die Option markiert, gehen zusätzlich Punktart, Vermarkungsart, Lagegenauigkeit, Lagezuverlässigkeit und die übrigen Punktparameter in den Vergleich ein. Die Zuordnung wird dadurch treffsicherer, verlangt aber eine entsprechend gepflegte Symboltabelle. |
| ASO: Punktnummer mit führenden Nullen beim Export ergänzen | Betrifft den Export. VermCad füllt die Punktnummer links mit Nullen auf die volle Feldbreite auf. Das ist nur nötig, wenn Ihr Amt die aufgefüllte Schreibweise erwartet – dieselbe Wirkung erreichen Sie sonst über den Lagestatus 489 oder den entsprechenden Compiler-Schalter. |
Die GVI - Schnittstelle
Die Registerkarte GVI ist der Koordinatenexport nach GeoVision. Sie gibt es in allen Landesausgaben, sie fällt aber aus dem Rahmen der übrigen Schnittstellen:
- Sie ist ein reines Exportformat. Einen Leser gibt es nicht – eine GVI-Datei lässt sich nicht einlesen.
- Der Datei-Typ ist nicht änderbar. Als einzige Registerkarte des Dialogs hat sie keine Felder 1. Typ bis 3. Typ.
- Es gibt keine Maske für das Punktkennzeichen: Beim Export verwendet VermCad eine fest eingebaute, sehr ausführliche Maske, die neben Punktnummer und Koordinaten auch Symbol, Vermarkungsart, Punkt- und Lagestatus, Genauigkeiten, Gewicht, technische Information und Bemerkung mitschreibt.
Einzustellen bleiben deshalb nur:
| Feld | Was es bewirkt |
|---|---|
| Name | Frei wählbare Bezeichnung. Sie erscheint in den Format-Auswahllisten und ändert an der Ausgabe nichts. |
| Import-Export - Verzeichnis | Startverzeichnis, das der Speichern-Dialog beim Schreiben einer GVI-Datei vorschlägt. |
| Deaktiviert | Nimmt das Format aus den Auswahllisten der Listen-Ausgabe. |
Geschrieben werden die Zeilen auf demselben Weg wie bei der KOO-Schnittstelle; auch die Behandlung von Fehlwerten und die Kürzung der Vorkommastellen sind dieselben.
Siehe auch
- Datei - Formate: Allgemeines
- Das Dialogfenster Datei - Formate – Übersicht über alle Formate