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Die DE - Schnittstelle

Aus VermCAD Hilfe Wiki

Diese Registerkarte gibt es nur in der Landesausgabe Sachsen-Anhalt.

Über die DE-Schnittstelle tauscht VermCad DE-Dateien mit dem Katasteramt aus. Die Datei enthält die Punkte einer Datenerhebung in einem örtlichen DE-Koordinatensystem: einen Kopfsatz mit Gemarkung, Flur und Bezugshöhe, die beiden Bezugspunkte und die Objektpunkte. VermCad kann DE-Dateien lesen und – als Zielformat einer Listen-Ausgabe – schreiben.

Die Felder der Registerkarte

Weil das Format amtlich geregelt ist, gibt es hier weder ein Feld Name noch eine Maske für das Punktkennzeichen oder den Symbol- bzw. Punktcode: Aufbau und Spalten der DE-Datei liegen fest.

Feld Was es bei diesem Format bewirkt
1. Typ, 2. Typ, 3. Typ Dateiendungen, an denen VermCad das Format erkennt; voreingestellt ist DE*. Der Stern ist ein Platzhalter – er steht für die wechselnde letzte Stelle, die manche Katasterämter anhängen, und erscheint deshalb auch nicht in der Beschriftung der Registerkarte. Liefert Ihr Amt darüber hinaus abweichende Endungen, tragen Sie diese als 2. und 3. Typ ein, statt die Dateien umzubenennen. Beim Erkennen einer Datei durchsucht VermCad alle Formate erst nach dem 1., dann nach dem 2., dann nach dem 3. Typ.
Import-Export - Verzeichnis Startverzeichnis für den Öffnen- bzw. Speichern-Dialog dieser Schnittstelle. Ist der Auftrag in der Datei - Struktur angelegt und dieses Feld leer, verwendet VermCad beim Export das dort hinterlegte Übernahmeverzeichnis – DE zählt zu den Amtsformaten.
Deaktiviert Die Registerkarte bleibt mit allen Einträgen erhalten, das Format verschwindet aber aus den Datei-Auswahllisten. Beim Zuordnen einer Datei zu einem Format überspringt VermCad deaktivierte Formate.

Die allgemeine Bedeutung aller Felder steht unter Allgemeines.

Der Aufbau der DE-Datei

Die Satzart steht in der ersten Spalte:

Satz Inhalt
1 Kopfsatz mit Gemarkung (ab Spalte 3), Flur (ab Spalte 43) und Bezugshöhe. Er beendet den laufenden Block. Die Bezugshöhe wird beim Export mitgeschrieben, beim Import aber nicht in den Auftrag übernommen.
2, 3 die beiden Bezugspunkte des DE-Systems
4 ein Objektpunkt mit Punktnummer, Punktart, Rechts- und Hochwert sowie Vermarkungsart

Beim Einlesen legt VermCad daraus einen VORGABEN-Block im örtlichen DE-System an. Gemarkung und Flur übernimmt VermCad nur aus dem ersten Kopfsatz einer Datei. Die Punktart darf fehlen; VermCad hält sich hier bewusst nicht streng an die Spalten, weil sie nicht in allen Dateien eingehalten wird.

Rechts- und Hochwert erkennt VermCad an ihrer Größenordnung: Sehen sie wie Gauß-Krüger- oder UTM-Koordinaten aus, werden sie als Landeskoordinaten geführt, sonst als örtliche DE-Koordinaten.

Was VermCad in die Datei schreibt

Beim Export schreibt VermCad zuerst den Kopfsatz aus Gemarkung, Flur und Bezugshöhe. Bei den Amtslisten (Fortführungsriss und originäre Vermessungszahlen) stellt es die beiden Bezugspunkte voran. Danach folgt je Punkt ein Satz der Art 4.

Vier Dinge sind dabei zu beachten:

  • Ist im Projekt kein LTK definiert, sondern nur ein automatisch gesetztes, fragt VermCad vor dem Speichern nach, ob trotzdem geschrieben werden soll.
  • Ist in den Compiler - Optionen der Schalter Punkte mit LG > 2 nicht in DE-Datei gesetzt, werden Punkte mit einer Lagegenauigkeit über 2 oder einer Lagezuverlässigkeit über 3 nicht geschrieben. VermCad vermerkt jeden übergangenen Punkt als Compiler-Hinweis, sodass Sie die Lücke nachvollziehen können.
  • Unveränderte Sollwerte werden nicht in die DE-Datei geschrieben. In der Sachsen-Anhalt-Ausgabe ist das Markierungsfeld ohne Sollwerte im Ausgabedialog deshalb von vornherein gesetzt – ausgenommen die Liste der Sicherungsvermessung.
  • Die beiden Punkte, die im Kopf bereits als Bezugspunkte stehen, erscheinen nicht noch einmal als Objektpunkte.

Siehe auch



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