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Die KOO - Schnittstelle

Aus VermCAD Hilfe Wiki

Die KOO - Schnittstelle behandelt Datensätze mit kartesischen Koordinaten. Die Datensätze sind weitestgehend frei definierbar. Damit lässt sich insbesondere der Datenaustausch zu den meisten CAD - Programmen (AutoCad, Card, Geograf, CADdy, ...) realisieren.

Beschreibung eines Datensatzes

Zur Beschreibung eines Datensatzes verwenden Sie das Punktkennzeichen und die Koordinatenbezeichner

y Rechtswert (Y)
x Hochwert (X)
z Höhe (Z)

sowie die Steuerbezeichner

l Laufende Nummer des Datensatzes
Y X Z Textzeichen.

Als Trennzeichen sind beliebig viele Leerzeichen (und Komma im Export) erlaubt. Jedem Koordinatenbezeichner kann eine Formatangabe in der Form :w:d nachgestellt werden, wobei w die Gesamtbreite der Koordinatenspalte und d die Anzahl der Dezimalstellen darstellt.

Beispiele:

nnppppp y x z ( Standard )
nnnnnnnnappppp y:12:3 x:12:3 z:8:3
nnppppp y:12:3 x:12:3 z:8:3 a
lll    nnppppp Y y:10:3 X x:10:3 Z z:8:3
nnappppp,y:0:3,x:0:3,z:0:3
nn.a.ppppp, vvv, y:12:3, x:12:3, z:8:3 (Trimble TSM)
PK,$GMLID$: nnppppp,sss,y:13:4,x:12:4,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,, (GRAFBAT OUT (Beispiel für ALKIS-ID bezogenen Export))
$'3'$nnnnnnnnpppppp;$Objektkennung$;y:12:3;x:11:3;$ABM$;$BZA$;$DES$ Pseudo-ALKIS Berlin

Sind wie im 5. Beispiel alle w auf Null gesetzt, werden keine Leerzeichen ausgegeben, insbesondere werden alle eventuell führenden Leerzeichen gestrichen.

Ein Datensatz kann aus mehreren Zeilen bestehen. Dann verwenden Sie zur Beschreibung entsprechend viele Zeilen.

Alle freien Zeichen, die nicht das Punktkennzeichen oder Koordinaten beschreiben, d.h. die ungleich n, p, a, ... sind, werden beim Export mit ausgegeben. Beim Import müssen Sie in entsprechender Anzahl in jedem Datensatz vorhanden sein.

Datensatz ohne führende Nullen

Führende Nullen eines Datensatzes werden durch Leerzeichen ersetzt.

Punktkennzeichen linksbündig

Punktkennzeichen werden standardmäßig rechtsbündig geschrieben, außer Sie markieren diese Option.

'-' auch als Operator verwenden

Wenn das Minuszeichen als Trennzeichen definiert ist kann es durch setzen des Schalters auch als Operator verwendet werden. Z.B. beim Import von negativen Koordinaten.

Fehlstellen ersetzen durch

Ist eine Koordinate y, x oder z nicht vorhanden, wird dafür der jeweils für y, x, oder z eingetragene Wert verwendet. Ist kein Wert eingetragen, bleibt die entsprechende Spalte leer.

Anschluss - Punktarten

Tragen Sie hier fortlaufend die Punktarten ein, für die beim Import das Anschlussflag A gesetzt werden soll (i.a. 0 und 1 und eventuell noch 7 ).

Erste Zeile

Ist hier Text eingetragen, wird er vor dem Export des ersten Datensatzes in einer extra Zeile ausgegeben. Beim Import wird die erste Zeile überlesen, sofern sie diesem Text entspricht.

Letzte Zeile

Ist hier Text eingetragen, wird er nach dem Export aller Datensätze in einer abschließenden Zeile ausgegeben. Beim Import wird jede Zeile überlesen, die diesem Text entspricht.

Kommentarzeile

Diese Option betrifft nur den Koordinatenimport. Jede Zeile in der Quelldatei, die mit den hier eingetragenen Zeichen beginnt, wird überlesen. Es können mehrere Zeilenanfänge eingegeben werden. Trennzeichen sind " | " oder " , "

Zeile für Block-Ende

Jede Zeile in der Quelldatei, die mit den hier eingetragenen Zeichen beginnt, veranlasst in der MWT-Datei das Ende des aktuellen Blockes, so dass die nächste importierte Zeile in einen neuen Block geschrieben wird. Damit können z.B. Punkte aus verschiedenen Koordinatensystemen aus einer Datei importiert werden, wenn die Systeme durch eine solche Zeile voneinander getrennt werden.

Koordinaten als

Auch diese Option betrifft nur den Koordinatenimport.

berechnet

Die importierten Datensätze werden in einem Block VORGABEN abgelegt und jeder Punkt erhält das Flag B, um zu kennzeichnen, dass es sich um „irgendwo berechnete“ Koordinaten handelt. Dies ist standardmäßig voreingestellt.

gemessen

Die Punkte erhalten kein Flag und werden damit wie gemessene Vorgaben interpretiert.

Sollwerte

Die Punkte erhalten statt Flag B das Flag S. Damit werden sie gegebene Sollwerte.

GNSS-Messung

Die Punkte werden ohne Flags in einen Block GNSS_MESSUNG importiert.

stets lokal

Nur für
Sachsen-
Anhalt
VermCad überprüft anhand der Länge der Koordinaten, ob es sich um Gauß-Krüger-
oder UTM-Koordinaten handelt und ersetzt gegebenenfalls die Bezeichner Y,X durch
LSY,LSX. Wenn für z.B. reine Ingenieurprojekte diese Verfahrensweise nicht
gewünscht ist, markieren Sie diese Option.

Lagestatus

Auch diese Option betrifft nur den Koordinatenimport. Ist ein Wert eingetragen, schreibt VermCad einen Block VORGABEN LS n. Damit legen Sie aber andererseits fest, über diese Schnittstelle stets Koordinaten desselben Lagestatus zu importieren.

Höhenstatus

Analog kann auch eine Höhenstatus festgelegt werden, so dass VermCad beim Koordinatenimport VORGABEN HS n schreibt.

Importfunktion

Hier können Sie die Daten, bevor VermCad sie verarbeitet, mit einer externen Funktion bearbeiten. Diese Funktion muss sich in einer dynamisch ladbaren Bibliothek (DLL) befinden und wie folgt angegeben werden:

DLL_Name | Function_Name

Die Funktion selbst muss wie folgt deklariert sein:

LPCSTR Function_Name(LPCSTR Source)

VermCad übergibt der Funktion den gesamten Dateiinhalt als nullterminierten String und erwartet das Ergebnis ebenfalls als nullterminierten String. Die Funktion muss den dafür benötigten Speicher bereitstellen und zu gegebener Zeit auch wieder freigeben.
Die DLL kann dabei mit vollständigem Pfad, relativem Pfad oder auch nur als Dateiname angegeben werden. Relative Pfade suchen vom Verzeichnis der aktuellen MWT aus. Der einzelne Dateiname wird auch erst im Verzeichnis der aktuellen MWT und dann im aktuellen Bibliotheksverzeichnis von VermCad, also "libs/64Bit" bzw. "libs/32Bit" gesucht. In der Pfadangabe kann man den Schlüssel "$BIT$" benutzen, dieser wird dann mit "64" oder "32" je nach gestarteter Version ersetzt.

Exportfunktion

Dies ist die Umkehrung zur Importfunktion. Sie können die von VermCad erzeugten Daten abschließend mit einer externen Funktion bearbeiten. Für diese Funktion gelten dieselben Regeln wie für die Importfunktion.

Import-Export - Datei

Möchten Sie die über diese Schnittstelle importierten bzw. exportierten Daten über ein spezielles Verzeichnis oder in eine spezielle Datei umleiten, tragen Sie hier dieses Verzeichnis und gegebenenfalls den Dateinamen (ohne Extension) ein. Dazu können Sie wie im Dialogfenster Dateistruktur die Strukturvariablen verwenden.

Enthält diese Zeile keinen Eintrag, verwendet VermCad beim Import das Übernahmeverzeichnis und beim Export die Zeile Exportdatei Koordinaten des Dialogfensters Datei - Struktur.

Ohne Bestätigung überschreiben

Existiert die zu exportierende Datei bereits, müssen Sie normalerweise bestätigen, ob überschrieben, angefügt oder abgebrochen werden soll. Ist dagegen diese Option markiert, wird ohne weitere Nachfrage überschrieben.


Siehe auch

Datei - Formate Allgemeines



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