MWT-Optionen-Die globalen Optionen: Unterschied zwischen den Versionen
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Am Anfang einer Quelldatei - und nur dort - dürfen Optionen stehen, die gewisse Einstellungen für das gesamte Projekt verändern. Eine globale Option beginnt immer mit einem Dollarzeichen und endet wie jeder Datensatz mit einem Semikolon. | Am Anfang einer Quelldatei - und nur dort - dürfen Optionen stehen, die gewisse Einstellungen für das gesamte Projekt verändern. Eine globale Option beginnt immer mit einem Dollarzeichen und endet wie jeder Datensatz mit einem Semikolon. | ||
Version vom 29. Juni 2026, 15:50 Uhr
GNSS Am Anfang einer Quelldatei - und nur dort - dürfen Optionen stehen, die gewisse Einstellungen für das gesamte Projekt verändern. Eine globale Option beginnt immer mit einem Dollarzeichen und endet wie jeder Datensatz mit einem Semikolon.
Bei den folgenden Optionen ist w jeweils eine reelle, a eine ganze Zahl. Die Maßeinheiten sind Meter bzw. Gon. Die angegebenen Werte überschreiben die entsprechenden Einstellungen im Dialog "Zulässige Abweichungen".
| $AP_YX = w; | Zulässige Abweichung für Anschlusspunkte | |
| $OP_SI = w; | Zulässige Soll-Ist-Abweichung | |
| $OP_YX = w; | Zulässige Abweichung für Doppelmessungen | |
| Sachsen-Anhalt | $OP_sL = w; | Zulässige Abweichung sL aus Mehrfachmessungen |
| $OP_Z = w; | Zulässige Abweichung für Höhen | |
| $NM_Hz = w; | Zulässige Abweichung für Richtungen | |
| $NM_HD = w; | Zulässige Abweichung für Horizontalstrecken in Netzmessungen | |
| $WS_D = w; | Zulässige Abweichung für Entfernungskontrollen (Strecken und Radien) | |
| $TA_RK = w; | Zulässige Restklaffung für Anschlüsse | |
| $TA_RA = w; | Zulässiger relativer Abstand vom Passpunktfeld | |
| $TA_AB = a; | Zulässige Abhängigkeit eines Standpunktes | |
| $PZ_W = w; | Zulässiger Winkelfehler für Polygonzug | |
| $PZ_L = w; | Zulässiger Längsfehler für Polygonzug | |
| $PZ_Q = w; | Zulässiger Querfehler für Polygonzug | |
| $SO_SW = w; | Kleinster zulässiger Schnittwinkel | |
| $SO_TS = w; | Trennschärfe für Nachbarschaftsprüfung | |
| $SO_EX = w; | Zulässige Exzentrizität (relativ zur Entfernung des Prismas) | |
| Sachsen-Anhalt | $SV_YX = w; | Zulässige Abweichung für Sicherungsvermessungen |
| Sachsen-Anhalt | $SV_SP = w; | Zulässiger Abstand zwischen den Standpunkten einer SiV |
| Sachsen-Anhalt | $SO_RE = w; | Zulässiger relativer Abstand zu den Bezugspunkten |
| Die nachstehende Gruppe von Optionen setzt die Dezimalstellen (Nachkommastellen) für die Listenausgaben.
Sie überschreiben die voreingestellten Standards. | ||
| $YXDeci = a; | Dezimalstellen für Y und X (Standard: 3) | |
| $ZDeci = a; | Dezimalstellen für Z (Standard: 3) | |
| $HzDeci = a; | Dezimalstellen für Richtungen (Standard: 4) | |
| $HDDeci = a; | Dezimalstellen für Strecken (Standard: 3) | |
| $VDeci = a; | Dezimalstellen für Vertikalwinkel (Standard: 4) | |
Die weiteren Optionen sind Anweisungen an den Compiler, die während der Übersetzung der MWT-Datei Berücksichtigung finden. Sie überschreiben meist zentrale Compiler-Optionen.
$NE;
Es wird nur bei fatalen Fehlern angehalten.
$PCT_Ausgl=a;
ParallelComputingType Ausgleichung (A= 1: abschalten; a= 2: parallel; a= 3: parallel optimiert)
$KONTROLLEN;
In jedem Messungsblock muss wenigstens eine Abschlusskontrolle vorhanden sein.
$VRK;
Jede freie Stationierung erfolgt standardmäßig mit Verteilung der Restklaffen. Diese Option wirkt nur in Messblöcken und nicht in Transformations-Makros, da dort stets individuell über die Verteilung entschieden wird.
$VRK = ...;
Legt die Art der Verteilung von Restklaffen fest. Als Werte stehen s , s32 und s2 zur Verfügung. Diese entsprechen den zentralen Optionen Anschlüsse. Durch die Art der Verteilung wird noch nicht angewiesen, dass auch alle Messblöcke mit Verteilung der Restklaffen anzuschließen sind. Dazu ist bei Bedarf zusätzlich die vorstehende Option zu setzen.
$VRK_GNSS;
Entspricht der Option $VRK, beschränkt auf GNSS-Messungen.
$TT_4P;
Jede freie Stationierung erfolgt standardmäßig mit Maßstab (4 Parameter).
$TR;
Jeder Anschluss eines Messblocks wird als Transformation oder Einzelpunktausgleichung berechnet, oder mit anderen Worten, es wird niemals ein Abriss mit anschließender Polarpunktberechnung ausgeführt.
$EA;
Alle freien Stationierungen werden stets als Einzelpunktausgleichung berechnet, andernfalls bevorzugt als Transformation.
$NOT_Z;
Schaltet die Prüfung von Höhen (Z = ...) ab.
$FN;
Lässt eine freie Reihenfolge der Datensätze in Netzmessungen zu. Die Prüfung auf „schulmäßiges Messen“ ist abgeschaltet.
$NTRAFO_LHS;
Schaltet die automatische Transformation der Vorgabenblöcke (VORGABEN, SOLLWERTE) in das Auftragskoordinatensystem aus.
$GK_HD;
Alle aufgeführten Schrägstrecken sind bereits Gauß-Krüger-reduziert.
$FL_RN;
Flächenberechnungen erfolgen mit zuvor gerundeten Koordinaten.
$FL_MM;
Die Flächen werden mit zuvor auf mm gerundeten Koordinaten berechnet.
$FL_RR;
Bogenberechnung über Nicht-Flächen-HP'e erlauben siehe auch Compiler - Optionen Allgemein
$CALC_GRAF_PKT_NO_WARN;
Keine Warnung bei Berechnungen mit grafischen Punkten (DES >=4000). Normalerweise kommt ein Hinweis, wenn derartige Punkte für Berechnungen benutzt werden. Die Option schaltet nicht die Warnung bei ALKIS-Flächenberechnungen ab.
$KVZ_CM; Sachsen
Das Koordinatenverzeichnis wird standardmäßig mit auf cm gerundeten Koordinaten angezeigt.
$OldVMA; Sachsen
Alte, einstellige Vermarkungsarten.
$FSIV; Sachsen-Anhalt
Keine strenge Prüfung in Sicherungsvermessungen.
$NN; Sachsen-Anhalt
Sicherungsvermessungen werden nicht mit dem gemessenen Netz abgeglichen.
$MESS_PID; Brandenburg
Für den PID-Nachweis und die Entfernungskontrollen (Maßbandkontrollen) werden Messwerte den SollVorgaben vorgezogen. Erst Messwerte, SollVorgaben werden nur benutzt wenn keine Messwerte gefunden werden.
$SIV_SP; Sachsen-Anhalt
Die Standpunkte der Sicherungsvermessungen werden im LTK bereitgestellt.
$LTK_GK; Sachsen-Anhalt
Die Strecke des LTK wird stets aus Gauß-Krüger-Koordinaten berechnet, auch dann, wenn bereits eine originäre Strecke vorliegt.
$NLS; Sachsen-Anhalt
Schaltet die Transformation LSYX à YX ab, die nur im Lagestatus 150 gegebene Koordinaten im LTK bereitstellt.
$AlkisDefaultZST = Dienstellenschüssel; Mecklenburg-Vorpommern
Der am meisten verwendete Name für die zuständige Stelle sollte unter OPTIONEN->COMPILER->ALKIS eingestellt werden. Man kann diese Einstellung im Projekt überstimmen mit dem Schlüssel $AlkisDefaultZST. Also z.B. $AlkisDefaultZST = 130101; VermCad erwartet hier immer eine gültigen Dienststellenschlüssel (siehe Alkis-Katalogdaten Dienststellen).
$A = ...;
entspricht der lokalen Option A=... für alle Messblöcke der Quelldatei, d.h. für das gesamte Projekt.
$EK;
(Einzelkoordinaten) Ermöglicht die Verwendung von nur einfach vorgelegten Anschlusspunkten. Standardgemäß ist die Koordinate eines vorgelegten Anschlusspunktes erst dann verwendbar, wenn sie wenigstens doppelt aufgemessen ist.
$KOOSYMTRANSLATOR=...;
Bsp.: $KOOSYMTRANSLATOR=C:\temp\translate.txt;
Eine externe Textdatei wird beim Koordinatenexport zum Übersetzen der VermCad Symbole in Externe Symbole benutzt.
Syntax: VermCad Symbol externes Symbol; 123 456; 124 458;<br class="mw_emptyline">
Achtung, im ALKIS-Parameter-Dialog wird das Export-Symbol angezeigt, hier wird die Translatordatei nicht mit einbezogen. Es wird das Symbol in der Translatordatei gesucht, welches als Export-Symbol im ALKIS-Parameter-Dialog angezeigt wird. Also die "Import-Export-Sysmbol-Zuordnungstabelle" aus der ALKIS-Punktzuordnung wird trotzdem vorher angewandt. Die Translatordatei-Korrektur des Symbols wird dann direkt bei Koordinatenexport zwischengeschoben.
$KOO_SORT_A;
Koordinatenverzeichnis nach Punktart sortieren
$NO_CYCLE_DEP;
Keine zyklischen Abhängigkeiten unterstützen
$NORMAL_DEP;
Keine Ausnahmeregel für Durchfluchtung
$SP_DEP_TRAFO;
Transformationen in Ausnahmeregel(nur VKT) einbeziehen
$ELL;
Fehlerellipsen auch bei unkontrollierten Beobachtungen berechnen/anzeigen(VKT)
$VKS489Y = ...;
Vorkommastellen des Rechtswertes in den Drucklisten. Zulässige Werte : Auto, 31, 32 oder 33.$UTMZone= ...;
Zone des LS 489 im Auftrag. Zulässige Werte : 6, 7 oder 8.
$OldVRK;
In Version 4.4 haben wir das Verfahren zur Auswahl der Festpunkte bei der Restklaffenverteilung (VRK) im Berechnungsmakro "Verkettete Traansformationen" angepasst und robuster gemacht. Dies kann im Einzelfall dazu führen, dass alte Projekte nun veränderte Ergebnisse liefern. In diesem Fall können Sie durch das Setzen der globalen Option $OldVRK die Verwendung des Auswahlverfahrens von Version 4.3 und früher anweisen und so die alten Berechnungsergebnisse wiederherstellen.
Zusatz für "Nur Lage" bzw. "Nur Höhe"
Mit den Zusatzzeichen _ bzw. | können die Optionen $A und $EK ausschließlich für Lage- bzw. Höhenanschlüsse gesetzt werden. Ist kein Zusatzzeichen gegeben, gilt die jeweilige Option sowohl für Lage- als auch Höhenanschlüsse.
Beispiel:
$A|=1; { alle Höhenanschlüsse mit nur einem Passpunkt }<br /> $EK_; { einfach vorgelegte Lageanschlusspunkte }<br />
Abschalten globaler Optionen
Mit einem nachgestellten Minuszeichen kann eine global eingestellte Option für das aktuelle Projekt auch wieder abgeschaltet werden. Ist z.B. generell die Auswertung von Höhen deaktiviert, so wird diese mit Hilfe von $NOT_Z -; für den Einzelfall aktiviert. Mit anderen Worten, ein nachgestelltes Minuszeichen bewirkt genau das Gegenteil der betreffenden Option.