Rechnen Menü-Das Dialogfenster Verkettete Transformationen: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Claude (Diskussion | Beiträge) Feld „Beschreibung“ der Systeme und seine Darstellung im CAD (eigene Folie, abschaltbar) |
||
| (34 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
{{ | {{DISPLAYTITLE:Das Dialogfenster Verkettete Transformationen}} | ||
"Durch eine verkettete Transformation können mehrere Punktfelder unterschiedlicher Startsysteme, die nebeneinander bzw. teilweise oder ganz übereinander liegen, mit Hilfe von Verknüpfungspunkten in ein gemeinsames einheitliches Zielsystem überführt werden. Die Transformationsparameter für die Umformungsansätze der einzelnen Startsysteme werden in einer gemeinsamen Ausgleichung unter Berücksichtigung der Identitätsbedingungen bei den Verknüpfungspunkten ermittelt. Ein wesentlicher Vorteil bei der Anwendung von verketteten Transformationen liegt darin, dass die Anzahl der Verknüpfungspunkte insgesamt geringer sein kann als die Zahl aller Stützpunkte, die für die separaten Transformationen nötig wären. Trotz dieses Einsparungseffektes ist zu beachten, dass mit wachsender Anzahl der Verknüpfungspunkte die verkettete Transformation stabilisiert und gegen grobe Fehler sensibilisiert wird." | "Durch eine verkettete Transformation können mehrere Punktfelder unterschiedlicher Startsysteme, die nebeneinander bzw. teilweise oder ganz übereinander liegen, mit Hilfe von Verknüpfungspunkten in ein gemeinsames einheitliches Zielsystem überführt werden. Die Transformationsparameter für die Umformungsansätze der einzelnen Startsysteme werden in einer gemeinsamen Ausgleichung unter Berücksichtigung der Identitätsbedingungen bei den Verknüpfungspunkten ermittelt. Ein wesentlicher Vorteil bei der Anwendung von verketteten Transformationen liegt darin, dass die Anzahl der Verknüpfungspunkte insgesamt geringer sein kann als die Zahl aller Stützpunkte, die für die separaten Transformationen nötig wären. Trotz dieses Einsparungseffektes ist zu beachten, dass mit wachsender Anzahl der Verknüpfungspunkte die verkettete Transformation stabilisiert und gegen grobe Fehler sensibilisiert wird." | ||
<br/><small>Aus: Transformation von Koordinaten und Höhen in der Landesvermessung Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen 2. Auflage 1999</small><br> | <br/><small>Aus: Transformation von Koordinaten und Höhen in der Landesvermessung Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen 2. Auflage 1999</small><br> | ||
= Allgemein - | = Allgemein - in allen Masken = | ||
* '''Setze alle Standardabweichungen''' Festpunkte: Alle Standardabweichungswerte der aktuellen Spalte(endgültig oder vorläufig) werden mit dem aktuellen Wert (Wert des Cursors) überschrieben. Ab der Version 3.9 werden nur Werte überschieben, die zwischen 0.0 und 10.0 liegen. Masken | * '''Setze alle Standardabweichungen''': | ||
**Für Festpunkte: Alle Standardabweichungswerte der aktuellen Spalte (endgültig oder vorläufig) werden mit dem aktuellen Wert (Wert des Cursors) überschrieben. Ab der Version 3.9 werden nur Werte überschieben, die zwischen 0.0 und 10.0 liegen. | |||
** Alle anderen Masken: Ersetze in allen System des aktuellen Typs die Standardlistenwerte (Standardabweichungswerte in den Feldern über der Tabelle) durch die Werte des aktuellen Systems. | |||
* '''sL = A (B) cm''' Anzeigen von sL aus der letzten Änderung im Dialog. A: mittl. Fehler aller Neupunkte; B: mittl. Fehler aller Neupunkte ohne Digitalisierungen | * '''sL = A (B) cm''': Anzeigen von sL aus der letzten Änderung im Dialog. A: mittl. Fehler aller Neupunkte; B: mittl. Fehler aller Neupunkte ohne Digitalisierungen | ||
* '''Lö-FP''' Alle nicht verwendeten Festpunkte aus der Festpunktliste entfernen. | * '''Lö-FP''': Alle nicht verwendeten Festpunkte aus der Festpunktliste entfernen. | ||
* '''P->FP''' Alle | * '''P->FP''': Alle in der Berechnung verwendeten Punkte, die bereits Vorgabekoordinaten haben, als Festpunkte in die Festpunktliste übertragen. | ||
* '''Neues System''' Neues System in der jeweils aktiven Maske anlegen. | * '''Neues System''' (nicht für Festpunkte): Neues System in der jeweils aktiven Maske anlegen. | ||
* '''System löschen''' Aktives System (System des Cursors) löschen. | * '''System löschen''' (nicht für Festpunkte): Aktives System (System des Cursors) löschen. | ||
* '''Abhängigkeit normal:''' Die normale Abhängigkeitsregel wird angewendet. Siehe auch → [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Makros|Compiler - Optionen Makros]] | * '''Abhängigkeit normal:''' Die normale Abhängigkeitsregel wird angewendet. Siehe auch → [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Makros|Compiler - Optionen Makros]] | ||
* Mit '''Umnumm.''' können Sie Neupunkte aus der Verketteten Transformation in bereits im Projekt definierte Punkte umnummerieren (siehe [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Verkettete Transformationen#Umnummerieren|unten]]) | * Mit '''Umnumm.''' können Sie Neupunkte aus der Verketteten Transformation in bereits im Projekt definierte Punkte umnummerieren (siehe [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Verkettete Transformationen#Umnummerieren|unten]]) | ||
* '''Deaktiviert''': | |||
** rechts unten: deaktiviert die gesamte Berechnung. | |||
** links oben (nicht für Festpunkte): deaktiviert das aktuelle System | |||
* '''deaktiv.'''-Spalte (nicht für Festpunkte): Deaktivieren Sie hier ein einzelnes Messelement (mittels Doppelklick oder Leertaste). | |||
* '''alle (de)aktivieren''' (nicht für Festpunkte): Aktiviert bzw. deaktiviert alle Systeme der aktuell geöffneten Maske. | |||
* '''System kopieren''' (nicht für Festpunkte): Aktives System (System des Cursors) wird kopiert | |||
* '''Beschreibung''' (nicht für Festpunkte): Freitext zum aktiven System; per Doppelklick auch mehrzeilig. Im CAD erscheint die Beschreibung einmal je System auf der anderen Seite der Linie als der Systemname, auf einer eigenen Folie (z. B. ''VKT LokaleKoo Beschreibung''). Ausblenden lässt sie sich, indem Sie diese Folie ausschalten oder unter [[CAD-Berechnungen & Messungen#Die Spalten|Berechnungen & Messungen]] die Spalte ''… Beschreibung'' auf ''<AUS>'' stellen. Im Kataster-Protokoll der lokalen und Digi-Systeme steht sie in der Zeile ''Vorgang:'' hinter dem Systemnamen. | |||
= Festpunkte = | = Festpunkte = | ||
| Zeile 28: | Zeile 39: | ||
[[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen Festpunkte.PNG]] | [[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen Festpunkte.PNG]] | ||
Hier werden die identischen Punkte im Zielkoordinatensystem ausgewählt. Die | * '''Punkte''': Hier werden die identischen Punkte (Passpunkte) im Zielkoordinatensystem ausgewählt. Mit Hilfe der Taste "o" oder über das Kontextmenü (Rechtsklick) können Sie einen Festpunkt verwerfen, die Vorgabekoordinate dieses Punkts wird dann nicht mehr als Passkoordinate geführt. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie Die Vorgabekoordinate eines Punktes verändern wollen (siehe auch [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Verkettete Transformationen#Vorgabekoordinaten verändern|Vorgabekoordinaten verändern]]). | ||
* '''Standardabweichungen''': Hier legen Sie die Lagestandardabweichung für die vorläufige und endgültige Ausgleichung fest. Wenn Sie einen neuen Festpunkt aufnehmen, setzt VermCad automatisch die Standardabweichung, die Sie unter [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler - Optionen Ausgleichung]] angegeben haben. Eine Abweichung von 10 oder höher ist äquivalent dazu, den Punkt mit "o" zu verwerfen.<br>Ist keine Standardabweichung für vorläufig gegeben oder ist der Haken bei "deaktiviert" unterhalb der Spalte "vorläufig" gesetzt, wird keine vorläufige Transformation berechnet. Dürfen die Festpunkte verändert werden, wird das mit * im entsprechenden Feld festgelegt.<br>Worin sich vorläufige und endgültige Ausgleichung unterscheiden, steht unter [[Rechnen Menü-Verkettete Transformationen-Die Ergebnisliste Verkettete Transformationen#Unterschiede zwischen vorläufiger und endgültiger Ausgleichung|Unterschiede zwischen vorläufiger und endgültiger Ausgleichung]]. | |||
* '''Koordinaten verändern''': Ist eine positive Standardabweichung für einen Festpunkt gegeben oder ist er mit "o" verworfen, kann die Transformation veränderte Koordinaten für diesen Punkt bestimmen. Wenn Sie in der Spalte "verändern" durch Doppelklick oder Leertaste ein '*' setzen, wird diese veränderte Koordinate nach der Berechnung übernommen, ansonsten wird sie Ihnen lediglich im Ergebnisprotokoll als Information ausgegeben. Sie auch [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Verkettete Transformationen#Vorgabekoordinaten verändern|Vorgabekoordinaten verändern]]. | |||
* '''Anzahl der Näherungen''' Für die Berechnungen von Näherungswerten für die Ausgleichung werden alle verfügbaren Werte einer Berechnungsart herangezogen und gemittelt. Wenn keine Werte für die jeweilige Berechnungsart gefunden werden können, wird die nächste Berechnungsart versucht. Die Reihenfolge ist hierbei: YX-Anhänger, Polare-Anhänger, Vorwärtsschnitte, Bogenschnitte und Kreis-Geraden-Schnitte. Gerade wenn in den ersten 3 Berechnungsarten keine Näherungswerte errechnet werden können, kommt es bei bestimmten Konstellationen in den Bogenschnittberechnungen zu extrem vielen Lösungen (z.B. mehrere Digitalisiersysteme mit RKV), was die Rechenzeit enorm verlängern kann und i.d.R. keinen Genauigkeitsvorteil bringt. Hier kann man über eine Eingabe in das Feld "Anzahl der Näherungen" die Berechnungen einschränken(z.B. auf 10). Dies ist insbesondere für die Berechnung der Restklaffenverteilung für die Nachbarschaftstreue Anpassung wichtig und kann zu starken Rechenzeitverkürzungen führen. Ist das Feld leer oder wird eine "0" eingetragen, werden alle Berechnungen einer Berechnungsart ausgeführt ansonsten nur die eingegebene Anzahl von Berechnungen. Mögliche Werte für das Feld sind 0-999. | * '''Anzahl der Näherungen''' Für die Berechnungen von Näherungswerten für die Ausgleichung werden alle verfügbaren Werte einer Berechnungsart herangezogen und gemittelt. Wenn keine Werte für die jeweilige Berechnungsart gefunden werden können, wird die nächste Berechnungsart versucht. Die Reihenfolge ist hierbei: YX-Anhänger, Polare-Anhänger, Vorwärtsschnitte, Bogenschnitte und Kreis-Geraden-Schnitte. Gerade wenn in den ersten 3 Berechnungsarten keine Näherungswerte errechnet werden können, kommt es bei bestimmten Konstellationen in den Bogenschnittberechnungen zu extrem vielen Lösungen (z.B. mehrere Digitalisiersysteme mit RKV), was die Rechenzeit enorm verlängern kann und i.d.R. keinen Genauigkeitsvorteil bringt. Hier kann man über eine Eingabe in das Feld "Anzahl der Näherungen" die Berechnungen einschränken (z.B. auf 10). Dies ist insbesondere für die Berechnung der Restklaffenverteilung für die Nachbarschaftstreue Anpassung wichtig und kann zu starken Rechenzeitverkürzungen führen. Ist das Feld leer oder wird eine "0" eingetragen, werden alle Berechnungen einer Berechnungsart ausgeführt ansonsten nur die eingegebene Anzahl von Berechnungen. Mögliche Werte für das Feld sind 0-999. | ||
* '''Verbesserungsfaktor''' Beschreibt wie die Verbesserungen an die | * '''Verbesserungsfaktor''' Beschreibt wie die Verbesserungen an die Iterationsschritte angebracht werden. Der Wert 1 bedeutet, dass die gesamte Verbesserung angebracht wird. In einigen Fällen führt das Anbringen der gesamten Verbesserung dazu, dass die Iteration sich keiner Lösung nähert. Die einzelnen Iterationen schießen praktisch über das Ziel hinaus. Das führt zur Fehlermeldung: "Näherungsmatrix singulär..." Setzt man den Faktor kleiner 1 wird nur noch eine Teil der Verbesserung angebracht und die einzelnen Iterationsschritte nähern sich besser der Lösung. Unter Umständen werden bei nicht robusten Systemen dadurch mehr Iterationsschritte benötigt.<br>Wenn dieses Feld leer gelassen wird (Standard), errechnet VermCad automatisch eine Schrittweite, derzeit in einem Raster von 0,5 - also 0,5 oder 1. | ||
* '''Abbruchschranke''' Die Iteration wird beendet wenn die maximale Koordinatenverbesserung ([[Netz Menü-Die Begriffsbestimmung|max(x)]] unter Verlauf) kleiner als die Abbruchschranke und die maximale Maßstabsverbesserung ([[Netz Menü-Die Begriffsbestimmung|max(M)]] unter Verlauf) kleiner als 10% der Abbruchschranke ist (siehe auch unten "Anzahl gültiger Iterationen"). Standardwert ist 0,01m. | * '''Abbruchschranke''' Die Iteration wird beendet wenn die maximale Koordinatenverbesserung ([[Netz Menü-Die Begriffsbestimmung|max(x)]] unter Verlauf) kleiner als die Abbruchschranke und die maximale Maßstabsverbesserung ([[Netz Menü-Die Begriffsbestimmung|max(M)]] unter Verlauf) kleiner als 10% der Abbruchschranke ist (siehe auch unten "Anzahl gültiger Iterationen"). Standardwert ist 0,01m. | ||
| Zeile 38: | Zeile 53: | ||
* '''Anzahl gültiger Iterationen''' Geben Sie hier einen Wert von 1 bis 25 ein. Das Verfahren wird erst dann beendet, wenn die angegebene Anzahl von aufeinanderfolgenden Iterationsschritten die oben unter "Abbruchschranke" beschriebene Bedingung erfüllen. In einigen Fällen kann es noch zu erheblichen Koordinatenänderungen kommen, nachdem der erste Iterationsschritt unterhalb der Abbruchschranke lag, aus diesem Grund empfehlen wir hier den Wert '3'. Auf diese Weise kann die Robustheit des Verfahrens gut überprüft werden. Ein leeres Feld wird wie der Wert '1' interpretiert. | * '''Anzahl gültiger Iterationen''' Geben Sie hier einen Wert von 1 bis 25 ein. Das Verfahren wird erst dann beendet, wenn die angegebene Anzahl von aufeinanderfolgenden Iterationsschritten die oben unter "Abbruchschranke" beschriebene Bedingung erfüllen. In einigen Fällen kann es noch zu erheblichen Koordinatenänderungen kommen, nachdem der erste Iterationsschritt unterhalb der Abbruchschranke lag, aus diesem Grund empfehlen wir hier den Wert '3'. Auf diese Weise kann die Robustheit des Verfahrens gut überprüft werden. Ein leeres Feld wird wie der Wert '1' interpretiert. | ||
* '''Normalverteilte NV''' Standard ist die t-Verteilung. Hier kann auf Normalverteilung | * '''Normalverteilte NV''' Standard ist die t-Verteilung. Hier kann auf Normalverteilung umgeschaltet werden. Die t-Verteilung ist ein theoretisches Verteilungsmodell für eine kontinuierliche Zufallsvariable. Die Normalverteilung gilt nur für eine große Anzahl von Daten, ansonsten muss korrigiert werden. Diese Unsicherheit wird in der Statistik durch eine modifizierte symmetrische Verteilung (t-Verteilung) berücksichtigt. Erst für hohe Freiheitsgrade geht die t-Verteilung in die Normalverteilung über. | ||
= Lokale Koo und Digi Koo = | |||
[[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen LokaleKoo.PNG]] | |||
Geben Sie hier Systeme mit lokalen (möglicherweise digitalisierten) Koordinaten an. "Lokale Koo" und "Digi Koo" verhalten sich fast vollständig gleich und werden nur aus folgenden Gründen unterschieden: | |||
* Um unter [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler - Optionen Ausgleichung]] verschiedene Werte für die voreingestellten Standardabweichungen neu angelegter (Digi-)Systeme zu ermöglichen | |||
* Um entscheiden zu können, ob für einen Punkt nur digitalisierte Koordinaten vorliegen. | |||
[[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen | Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung: | ||
* '''Y-X - Faktor''': Ist dieses Feld gefüllt, werden alle unter Punkte eingetragenen lokalen Koordinaten vor der Berechnung mit dem angegebenen Faktor multipliziert. Dadurch können Sie beispielsweise Maße in Ruten, Fuß o.ä. einfach übernehmen und den entsprechenden Umrechnungsfaktor angeben. | |||
* '''Koo reduzieren''': Entstehen die eingegebenen Koordinaten aus örtlichen Maßen (z.B. einer Messungslinie), so sollte eine entsprechende Reduktion durchgeführt werden. Dies kann hier angewiesen werden und ist der Standardfall. Sind die eingegebenen Koordinaten hingegen z.B. UTM-Koordinaten, so ist eine Reduktion vermutlich nicht nötig. In diesem Fall sollten Sie den Haken entfernen. Für Sachsen-Anhalt ist, durch Verwendung der LTK, eine Reduktion nicht notwendig. | |||
<i>Begrifflichkeiten: Im LS 489 wird die "GK Reduktion" auch als "UTM Reduktion" oder "Koordinatenreduktion" bezeichnet. Man unterscheidet u.a. Gauß-Krüger-Koordinatensysteme und UTM-Koordinatensysteme, wobei sich das UTM-System aus dem Gauß-Krüger-System entwickelt hat (ca. 35 Jahre später), die grundlegenden Ideen und Rechenformeln gehen auf Gauß und Krüger zurück und somit findet man die Bezeichnung "Gauß-Krüger-Reduktion" auch im UTM-System. (Das UTM-System wurde in den USA entwickelt, hier betrachtet man es i.d.R. als eigene Erfindung und vermeidet in der Literatur den begrifflichen Bezug zu Gauß-Krüger. So spricht man zunehmend von "UTM-Reduktionen".) VermCad wendet die Reduktion immer bezogen auf die im Auftrag definierten Parameter an - wirkt also in allen Lagestati.</i> | |||
* '''Restklaffen''': (De-)aktivieren Sie hier die Restklaffenverteilung (nachbarschaftstreue Anpassung) für dieses System. Dann werden die Verbesserungen des lokalen Systems auf die Neupunkte verteilt. | |||
* '''ZP''': Hier können Sie einen zulässigen Punktfehler eingeben. Wird dieser überschritten, wird eine entsprechende Warnung im Ergebnisprotokoll ausgegeben. | |||
* '''Standardabweichungen''': Geben Sie die Standardabweichungen für die Beobachtungen an. Diese Werte werden beim Anlagen eines neuen Systems automatisch aus [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler - Optionen Ausgleichung]] übernommen. | |||
** Die Standardabweichungen für Ordinate und Abszisse können für einen einzelnen Punkt mittels s(Y) und s(X) überstimmt werden (siehe unten). | |||
** Klaffen: Ist bei mehreren Koordinatensystemen 'Restklaffen verteilen' gewählt, wirkt der eingegebene Wert als a priori Schätzung und damit als Gewicht für das einzelne System. | |||
** Ein leerer Eintrag unter "Maßstab" sorgt dafür, dass keine Beobachtungsgleichung für den Maßstab geführt wird (Maßstab frei). | |||
*** '''Y/X getrennt''' (nur bei 5- oder 6-Parameter-Transformation): Mit dieser Option können Sie getrennte Standardabweichungen für den Ordinaten- und Abszissenmaßstab angeben. | |||
* '''Daten importieren''': Verwenden Sie diese Funktion, um Daten aus bereits im Projekt vorhandenen Transformationen, Messungslinien oder lokalen Systemen anderer Verketteter Transformationen zu übernehmen. | |||
* '''Punkte''': Tragen Sie hier zeilenweise die Punkte des Systems mit ihren lokalen Koordinaten ein. Fehlt ein Wert für X oder Y, geben Sie nur den vorhandenen Wert ein.<br>Unter s(Y) und s(X) können Sie individuelle Standardabweichungen eingeben. Bei einem leeren Eintrag wird der unter "Standardabweichungen" (siehe oben) eingetragene Wert verwendet.<br>Eingegebene Punkte können nach Markieren der Punktnummer mit der Raute Taste deaktiviert werden. Zum Aktivieren erneut Raute Taste drücken. | |||
* '''Sortiert''': Wenn aktiviert, wird die Liste der eingegebenen Punkte bei der Berechnung nach Punktnummer sortiert (im Dialog erst nach "OK" und erneutem Öffnen). Ansonsten wird eine Sortierung nach "X" vorgenommen. | |||
= Lokale Koo-Systeme und Digi-Koo-Systeme = | |||
[[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen LokaleKooSysteme.PNG]] | |||
Sind bereits lokale Koordinatensysteme im Projekt definiert, können Sie hier in die verkettete Transformation eingebunden werden. | |||
<br>"Lokale Koo-Systeme" und "Digi Koo-Systeme" verhalten sich fast vollständig gleich und werden nur aus folgenden Gründen unterschieden: | |||
* Um unter [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler - Optionen Ausgleichung]] verschiedene Werte für die voreingestellten Standardabweichungen neu angelegter (Digi-)Systeme zu ermöglichen | |||
* Um entscheiden zu können, ob für einen Punkt nur digitalisierte Koordinaten vorliegen. | |||
Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung: | |||
* '''Punkte''': Geben Sie hier die zu transformierenden Punkte an. Wählen Sie dazu in der linken Spalte die gewünschten Punkte im Quellsystem. | |||
** Dabei können Sie wie folgt vorgehen: | |||
*** Doppelklick öffnet Punktauswahldialog | |||
*** einfacher Klick und anschließende Selektion im CAD | |||
*** einfacher Klick in den untersten, leeren Eintrag in der Spalte "Zielsystem". Dadurch werden im CAD alle Punkte ausgeblendet, die keinen zugehörigen Punkt (mit gleicher Punktnummer) im Quellsystem besitzen. So können Sie auch Punkte im Zielsystem im CAD wählen. | |||
** Anschließend können Sie die zugehörigen Punkte im Zielsystem wählen. Wenn Sie keinen Punkt im Zielsystem angeben, wird automatisch der Punkt im Zielsystem mit derselben Punktnummer wie im Quellsystem verwendet.<br>In der Abbildung oben wird also beispielsweise der Punkt 18 507 auf den gleichnamigen Punkt im Zielsystem transformiert, während 18 508 auf 1 212 transformiert wird. | |||
* '''Konforme Koo''' (nur bei Transformation aus Soldner-Systemen verfügbar): Falls das Quellsystem ein Soldner-System ist, dann können Sie hier anweisen, dass die eingelesenen Soldner-Koordinaten vor der Transformation in konforme Koordinaten überführt werden. | |||
* '''Daten importieren''': Verwenden Sie diese Funktion, um Daten aus bereits im Projekt vorhandenen System-Transformationen lokalen (Digi) Koo-Systemen anderer Verketteter Transformationen zu übernehmen. | |||
* Alle weiteren Einstellungen verhalten sich analog zu [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Verkettete Transformationen#Lokale Koo und Digi Koo|Lokale Koo und Digi Koo]]. | |||
= Spannmaße = | |||
[[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen Spannmasse.PNG]] | |||
* '''Standardabweichungen''': Geben Sie hier die Standardabweichung für die Streckenbeobachtungen an. Dieser Wert wird beim Anlagen eines neuen Systems automatisch aus [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler - Optionen Ausgleichung]] übernommen.<br>Die Standardabweichung kann für ein einzelnes Spannmaß mittels s(S) überstimmt werden (siehe unten). | |||
* '''Streckenfaktor''': Ist dieses Feld gefüllt, werden alle angegebenen Strecken vor der Berechnung mit dem angegebenen Faktor multipliziert. Dadurch können Sie beispielsweise Maße in Ruten, Fuß o.ä. einfach übernehmen und den entsprechenden Umrechnungsfaktor angeben. | |||
* '''Daten importieren''': Verwenden Sie diese Funktion, um Daten aus bereits im Projekt vorhandenen Entfernungskontrollen zu übernehmen. | |||
* '''Von Punkt - Nach Punkt''': Geben Sie hier zeilenweise die Spannmaße mit Startpunkt, Endpunkt und gemessener Strecke vor. Mittels s(S) kann eine individuelle Standardabweichung eingegeben werden. Bei einem leeren Eintrag wird der unter "Standardabweichungen" (siehe oben) eingetragene Wert verwendet. | |||
** Bemerkung: VermCad geht davon aus, dass es sich bei den eingegebenen Strecken um örtliche Maße handelt und führt eine entsprechende Reduktion durch (außer in Sachsen-Anhalt oder in Sonderfällen wie Berechnungen in lokalen Systemen). | |||
* '''Besonderheit: leerer Eintrag unter "Von Punkt"''': Ist der Eintrag unter "Von Punkt" leer, so wird automatisch der erste nicht leere Eintrag oberhalb verwendet. Sind also mehrere vom selben Punkt ausgehende Spannmaße vorgegeben, so müssen Sie den Startpunkt lediglich beim ersten Spannmaß eingeben, in allen folgenden ist lediglich der Zielpunkt nötig.<br>Im obigen Beispiel sind also zwei Spannmaße vom Punkt 19 360 zu den Punkten 19 366 und 19 367 vorgegeben. | |||
* '''Alle Strecken zwischen Festpunkten verwerfen''': Wenn der Schalter aktiv ist, werden alle Spannmaße im System automatisch deaktiviert, die zwischen 2 Festpunkten dieser VKT verlaufen. Die Strecken werden im Protokoll als "- verworfen_FP - " (bis Version 4.9.41 als "--- verworfen -- ") gekennzeichnet.<br> <b><i>Hinweis: Es werden nur Spannmaße zwischen Festpunkten verworfen, wenn die beiden Festpunkte unter Zwang stehen (Standardabweichung = 0). Das ist bei der vorläufigen Ausgleichung fast nie der Fall.</i></b> | |||
= Polarelemente = | |||
[[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen Polarelemente.PNG]] | |||
'''Maßstab | * '''Standardabweichungen''': Geben Sie die Standardabweichungen für die Beobachtungen an. Diese Werte werden beim Anlagen eines neuen Systems automatisch yux [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler - Optionen Ausgleichung]] übernommen.<br>Die Standardabweichungen für Winkel und Strecke können für einen einzelnen Punkt mittels s(Hz) und s(HD) überstimmt werden (siehe unten). | ||
* '''Streckenfaktor''': Ist dieses Feld gefüllt, werden alle angegebenen Strecken vor der Berechnung mit dem angegebenen Faktor multipliziert. Dadurch können Sie beispielsweise Maße in Ruten, Fuß o.ä. einfach übernehmen und den entsprechenden Umrechnungsfaktor angeben. | |||
* ''' Mit Maßstab''': Ist diese Option aktiviert, wird eine zusätzliche Beobachtungsgleichung für den Maßstab des Systems geführt. Anderenfalls wird der Maßstab 1 verwendet. | |||
* '''Von Punkt''': Geben Sie hier den Standpunkt des Systems an. | |||
* '''Nach Punkt''': Geben Sie hier zeilenweise die Zielpunkte mit gemessener Strecke und Richtung vor.<br>Mittels s(Hz) und s(HD) kann eine individuelle Standardabweichung eingegeben werden. Bei einem leeren Eintrag werden die unter "Standardabweichungen" (siehe oben) eingetragene Werte verwendet, um Standardabweichungen '''abhängig von der vorliegenden Strecke''' zu ermitteln. | |||
= Richtungen = | |||
[[File:Rechnen Fenster VerketteteTransformationen Richtungen.PNG]] | |||
Liegen Ihnen Richtungsmessungen ohne Streckenmessung vor, können Sie diese Systeme verwenden. Anderenfalls empfehlen wir die Verwendung von [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Verkettete Transformationen#Polarelemente|Polarelementen]]. | |||
Sind | * '''Standardabweichung''': Geben Sie hier die Standardabweichung für die Richtungsbeobachtungen an. Dieser Wert wird beim Anlagen eines neuen Systems automatisch aus [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler - Optionen Ausgleichung]] übernommen.<br>Die Standardabweichung kann für eine einzelne Richtungsbeobachtung mittels s(Hz) überstimmt werden (siehe unten). | ||
* '''Von Punkt - Nach Punkt''': Geben Sie hier zeilenweise Richtungsbeobachtungen mit Startpunkt, Endpunkt und gemessenem Winkel vor. Mittels s(Hz) kann eine individuelle Standardabweichung eingegeben werden. Bei einem leeren Eintrag wird der unter "Standardabweichung" (siehe oben) eingetragene Wert verwendet. | |||
** Beachten Sie, dass füe alle Richtungsmessungen eines Systems eine '''gemeinsame Orientierungsunbekannte''' geführt wird. Es ist also selten sinnvoll, Richtungsmessungen mit unterschiedlichen Startpunkten in einem System zu kombinieren. | |||
* '''Besonderheit: leerer Eintrag unter "Von Punkt"''': Ist der Eintrag unter "Von Punkt" leer, so wird automatisch der erste nicht leere Eintrag oberhalb verwendet. Sind also mehrere vom selben Punkt ausgehende Richtungsmessungen vorgegeben, so müssen Sie den Startpunkt lediglich bei der ersten eingeben, in allen folgenden ist lediglich der Zielpunkt nötig.<br>Im obigen Beispiel sind also zwei Richtungen vom Punkt 18 206 zu den Punkten 18 185 und 1 261 vorgegeben. | |||
= Parallelenbedingungen = | = Parallelenbedingungen = | ||
| Zeile 78: | Zeile 139: | ||
Mit Parallelenbedingungen können Sie dafür sorgen, dass zwei vorgegebene Polygonzüge parallel zueinander verlaufen. | Mit Parallelenbedingungen können Sie dafür sorgen, dass zwei vorgegebene Polygonzüge parallel zueinander verlaufen. | ||
Wenn Sie keinen Abstand angeben, wird lediglich die | Wenn Sie keinen Abstand angeben, wird lediglich die Parallelität der gegebenen Polygonzüge erzwungen. Anderenfalls wird außerdem der vorgegebene Abstand gehalten. Geben Sie dann einen '''positiven Abstand''' vor, falls der zweite Polygonzug in Durchlaufrichtung '''rechts''' vom ersten liegen soll. Anderenfalls geben Sie einen '''negativen Abstand''' ein. | ||
Sie können in der Spalte " | Sie können in der Spalte "Abstand" den oben vorgegebenen Abstand für einzelne Abschnitte der Polygonzüge überstimmen. Im obigen Beispiel wird etwa die Strecke durch die Punkte 00 2001 und 00 2002 zur Strecke durch 00 3001 und 00 3002 eine Abstand von 2,5m (rechts) haben, während die Strecken zwischen 00 2002 und 00 2003 und zwischen 00 3002 und 00 3003 einen Abstand von 1,5m haben werden. Alle anderen Abschnitte des Polygonzuges werden einen Abstand von 2m halten. | ||
= Umnummerieren = | = Umnummerieren = | ||
Wenn Sie die Option '''Umnum.''' wählen, wird | Wenn Sie die Option '''Umnum.''' wählen, wird zunächst intern die Transformation ausgeführt. Es werden aber noch keine berechneten Koordinaten in den Datenbestand des Projekts übernommen. Ist die Berechnung erfolgreich möglich, öffnet sich folgender Dialog: | ||
[[File:UmnumVkT.PNG]] | [[File:UmnumVkT.PNG]] | ||
Zu jedem Neupunkt wird geprüft, ob sich im Umkreis seiner errechneten Koordinaten ein bereits im Projekt vorhandener Punkt befindet. Den für diese Suche verwendeten Radius können Sie unter "Fangradius" einstellen. Durch einen Doppelklick auf ein gefundenes Punktpaar oder in die Spalte "Umnum." können Sie die entsprechende Umnummerierung anweisen. Im obigen Beispiel würde also der Punkt " | Zu jedem Neupunkt wird geprüft, ob sich im Umkreis seiner errechneten Koordinaten ein bereits im Projekt vorhandener Punkt befindet. Den für diese Suche verwendeten Radius können Sie unter "Fangradius" einstellen. Durch einen Doppelklick auf ein gefundenes Punktpaar oder in die Spalte "Umnum." können Sie die entsprechende Umnummerierung anweisen. Im obigen Beispiel würde also der Punkt "83 102" in den Punkt "1 215" umnummeriert werden. | ||
</br>'''Wichtig:''' Die Umnummerierung wird '''nur''' innerhalb der aktuell bearbeiteten Berechnung durchgeführt. Punkte im Projekt, die außerhalb dieser Berechnung entstehen, werden '''nicht''' umnummeriert. | </br>'''Wichtig:''' Die Umnummerierung wird '''nur''' innerhalb der aktuell bearbeiteten Berechnung durchgeführt. Punkte im Projekt, die außerhalb dieser Berechnung entstehen, werden '''nicht''' umnummeriert. | ||
| Zeile 95: | Zeile 156: | ||
1. Möglichkeit ''(Verwaltungsinfos müssen neu gesetzt werden)'': | 1. Möglichkeit ''(Verwaltungsinfos müssen neu gesetzt werden)'': | ||
* Punkt unter DATEN->UMNUMMERIEREN in 'NR#' | * Punkt unter [[Daten_Menü-Das_Umnummerieren|DATEN->UMNUMMERIEREN]] in 'NR#' umnummerieren | ||
* In VKT das ' | * In VKT das 'o' und den '*' bei "verändern" auf der Festpunkte Seite hinter den umnummerierten Punkt 'NR#' setzten. | ||
→ Jetzt entsteht ein neuer Punkt in der VKT mit der alten Punktnummer 'NR' (ohne #). | → Jetzt entsteht ein neuer Punkt in der VKT mit der alten Punktnummer 'NR' (ohne #). | ||
| Zeile 103: | Zeile 164: | ||
2. Möglichkeit ''(Punkt behält die Verwaltungsinformationen)'': | 2. Möglichkeit ''(Punkt behält die Verwaltungsinformationen)'': | ||
* In der VKT das ' | * In der VKT das 'o' und den '*' bei "verändern" auf der Festpunkte Seite setzen. | ||
→ Jetzt werden die Sollvorgaben geändert, der Falsch-Nachweis trotzdem erbracht und die Verwaltungsinformationen müssen nicht mit Hand gesetzt werden. | |||
3. Möglichkeit ''(Punkt behält ebenfalls die Verwaltungsinformationen)'': | |||
* Dem Punkt in irgendeinem System das Flag "b*" geben. Dazu muss der Punkt auch nicht notwendig als Festpunkt aufgenommen werden. | |||
= Siehe auch = | = Siehe auch = | ||
[[MWT- | [[MWT Syntax-Makro VKTRANSFORMATION|Das Makro VKTRANSFORMATION]] | ||
<br/>[[Netz Menü-Die Begriffsbestimmung|Begriffsbestimmung]] | <br/>[[Netz Menü-Die Begriffsbestimmung|Begriffsbestimmung]] | ||
<br/>[[Rechnen Menü-Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern|Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern]] | <br/>[[Rechnen Menü-Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern|Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern]] | ||
{{Hilfe:NachOben}} | {{Hilfe:NachOben}} | ||
[[Kategorie:Rechnen Menü]] | |||
Aktuelle Version vom 8. Oktober 2026, 10:45 Uhr
"Durch eine verkettete Transformation können mehrere Punktfelder unterschiedlicher Startsysteme, die nebeneinander bzw. teilweise oder ganz übereinander liegen, mit Hilfe von Verknüpfungspunkten in ein gemeinsames einheitliches Zielsystem überführt werden. Die Transformationsparameter für die Umformungsansätze der einzelnen Startsysteme werden in einer gemeinsamen Ausgleichung unter Berücksichtigung der Identitätsbedingungen bei den Verknüpfungspunkten ermittelt. Ein wesentlicher Vorteil bei der Anwendung von verketteten Transformationen liegt darin, dass die Anzahl der Verknüpfungspunkte insgesamt geringer sein kann als die Zahl aller Stützpunkte, die für die separaten Transformationen nötig wären. Trotz dieses Einsparungseffektes ist zu beachten, dass mit wachsender Anzahl der Verknüpfungspunkte die verkettete Transformation stabilisiert und gegen grobe Fehler sensibilisiert wird."
Aus: Transformation von Koordinaten und Höhen in der Landesvermessung Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen 2. Auflage 1999
Allgemein - in allen Masken
- Setze alle Standardabweichungen:
- Für Festpunkte: Alle Standardabweichungswerte der aktuellen Spalte (endgültig oder vorläufig) werden mit dem aktuellen Wert (Wert des Cursors) überschrieben. Ab der Version 3.9 werden nur Werte überschieben, die zwischen 0.0 und 10.0 liegen.
- Alle anderen Masken: Ersetze in allen System des aktuellen Typs die Standardlistenwerte (Standardabweichungswerte in den Feldern über der Tabelle) durch die Werte des aktuellen Systems.
- sL = A (B) cm: Anzeigen von sL aus der letzten Änderung im Dialog. A: mittl. Fehler aller Neupunkte; B: mittl. Fehler aller Neupunkte ohne Digitalisierungen
- Lö-FP: Alle nicht verwendeten Festpunkte aus der Festpunktliste entfernen.
- P->FP: Alle in der Berechnung verwendeten Punkte, die bereits Vorgabekoordinaten haben, als Festpunkte in die Festpunktliste übertragen.
- Neues System (nicht für Festpunkte): Neues System in der jeweils aktiven Maske anlegen.
- System löschen (nicht für Festpunkte): Aktives System (System des Cursors) löschen.
- Abhängigkeit normal: Die normale Abhängigkeitsregel wird angewendet. Siehe auch → Compiler - Optionen Makros
- Mit Umnumm. können Sie Neupunkte aus der Verketteten Transformation in bereits im Projekt definierte Punkte umnummerieren (siehe unten)
- Deaktiviert:
- rechts unten: deaktiviert die gesamte Berechnung.
- links oben (nicht für Festpunkte): deaktiviert das aktuelle System
- deaktiv.-Spalte (nicht für Festpunkte): Deaktivieren Sie hier ein einzelnes Messelement (mittels Doppelklick oder Leertaste).
- alle (de)aktivieren (nicht für Festpunkte): Aktiviert bzw. deaktiviert alle Systeme der aktuell geöffneten Maske.
- System kopieren (nicht für Festpunkte): Aktives System (System des Cursors) wird kopiert
- Beschreibung (nicht für Festpunkte): Freitext zum aktiven System; per Doppelklick auch mehrzeilig. Im CAD erscheint die Beschreibung einmal je System auf der anderen Seite der Linie als der Systemname, auf einer eigenen Folie (z. B. VKT LokaleKoo Beschreibung). Ausblenden lässt sie sich, indem Sie diese Folie ausschalten oder unter Berechnungen & Messungen die Spalte … Beschreibung auf <AUS> stellen. Im Kataster-Protokoll der lokalen und Digi-Systeme steht sie in der Zeile Vorgang: hinter dem Systemnamen.
Festpunkte
- Punkte: Hier werden die identischen Punkte (Passpunkte) im Zielkoordinatensystem ausgewählt. Mit Hilfe der Taste "o" oder über das Kontextmenü (Rechtsklick) können Sie einen Festpunkt verwerfen, die Vorgabekoordinate dieses Punkts wird dann nicht mehr als Passkoordinate geführt. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie Die Vorgabekoordinate eines Punktes verändern wollen (siehe auch Vorgabekoordinaten verändern).
- Standardabweichungen: Hier legen Sie die Lagestandardabweichung für die vorläufige und endgültige Ausgleichung fest. Wenn Sie einen neuen Festpunkt aufnehmen, setzt VermCad automatisch die Standardabweichung, die Sie unter Compiler - Optionen Ausgleichung angegeben haben. Eine Abweichung von 10 oder höher ist äquivalent dazu, den Punkt mit "o" zu verwerfen.
Ist keine Standardabweichung für vorläufig gegeben oder ist der Haken bei "deaktiviert" unterhalb der Spalte "vorläufig" gesetzt, wird keine vorläufige Transformation berechnet. Dürfen die Festpunkte verändert werden, wird das mit * im entsprechenden Feld festgelegt.
Worin sich vorläufige und endgültige Ausgleichung unterscheiden, steht unter Unterschiede zwischen vorläufiger und endgültiger Ausgleichung.
- Koordinaten verändern: Ist eine positive Standardabweichung für einen Festpunkt gegeben oder ist er mit "o" verworfen, kann die Transformation veränderte Koordinaten für diesen Punkt bestimmen. Wenn Sie in der Spalte "verändern" durch Doppelklick oder Leertaste ein '*' setzen, wird diese veränderte Koordinate nach der Berechnung übernommen, ansonsten wird sie Ihnen lediglich im Ergebnisprotokoll als Information ausgegeben. Sie auch Vorgabekoordinaten verändern.
- Anzahl der Näherungen Für die Berechnungen von Näherungswerten für die Ausgleichung werden alle verfügbaren Werte einer Berechnungsart herangezogen und gemittelt. Wenn keine Werte für die jeweilige Berechnungsart gefunden werden können, wird die nächste Berechnungsart versucht. Die Reihenfolge ist hierbei: YX-Anhänger, Polare-Anhänger, Vorwärtsschnitte, Bogenschnitte und Kreis-Geraden-Schnitte. Gerade wenn in den ersten 3 Berechnungsarten keine Näherungswerte errechnet werden können, kommt es bei bestimmten Konstellationen in den Bogenschnittberechnungen zu extrem vielen Lösungen (z.B. mehrere Digitalisiersysteme mit RKV), was die Rechenzeit enorm verlängern kann und i.d.R. keinen Genauigkeitsvorteil bringt. Hier kann man über eine Eingabe in das Feld "Anzahl der Näherungen" die Berechnungen einschränken (z.B. auf 10). Dies ist insbesondere für die Berechnung der Restklaffenverteilung für die Nachbarschaftstreue Anpassung wichtig und kann zu starken Rechenzeitverkürzungen führen. Ist das Feld leer oder wird eine "0" eingetragen, werden alle Berechnungen einer Berechnungsart ausgeführt ansonsten nur die eingegebene Anzahl von Berechnungen. Mögliche Werte für das Feld sind 0-999.
- Verbesserungsfaktor Beschreibt wie die Verbesserungen an die Iterationsschritte angebracht werden. Der Wert 1 bedeutet, dass die gesamte Verbesserung angebracht wird. In einigen Fällen führt das Anbringen der gesamten Verbesserung dazu, dass die Iteration sich keiner Lösung nähert. Die einzelnen Iterationen schießen praktisch über das Ziel hinaus. Das führt zur Fehlermeldung: "Näherungsmatrix singulär..." Setzt man den Faktor kleiner 1 wird nur noch eine Teil der Verbesserung angebracht und die einzelnen Iterationsschritte nähern sich besser der Lösung. Unter Umständen werden bei nicht robusten Systemen dadurch mehr Iterationsschritte benötigt.
Wenn dieses Feld leer gelassen wird (Standard), errechnet VermCad automatisch eine Schrittweite, derzeit in einem Raster von 0,5 - also 0,5 oder 1.
- Abbruchschranke Die Iteration wird beendet wenn die maximale Koordinatenverbesserung (max(x) unter Verlauf) kleiner als die Abbruchschranke und die maximale Maßstabsverbesserung (max(M) unter Verlauf) kleiner als 10% der Abbruchschranke ist (siehe auch unten "Anzahl gültiger Iterationen"). Standardwert ist 0,01m.
- Anzahl gültiger Iterationen Geben Sie hier einen Wert von 1 bis 25 ein. Das Verfahren wird erst dann beendet, wenn die angegebene Anzahl von aufeinanderfolgenden Iterationsschritten die oben unter "Abbruchschranke" beschriebene Bedingung erfüllen. In einigen Fällen kann es noch zu erheblichen Koordinatenänderungen kommen, nachdem der erste Iterationsschritt unterhalb der Abbruchschranke lag, aus diesem Grund empfehlen wir hier den Wert '3'. Auf diese Weise kann die Robustheit des Verfahrens gut überprüft werden. Ein leeres Feld wird wie der Wert '1' interpretiert.
- Normalverteilte NV Standard ist die t-Verteilung. Hier kann auf Normalverteilung umgeschaltet werden. Die t-Verteilung ist ein theoretisches Verteilungsmodell für eine kontinuierliche Zufallsvariable. Die Normalverteilung gilt nur für eine große Anzahl von Daten, ansonsten muss korrigiert werden. Diese Unsicherheit wird in der Statistik durch eine modifizierte symmetrische Verteilung (t-Verteilung) berücksichtigt. Erst für hohe Freiheitsgrade geht die t-Verteilung in die Normalverteilung über.
Lokale Koo und Digi Koo
Geben Sie hier Systeme mit lokalen (möglicherweise digitalisierten) Koordinaten an. "Lokale Koo" und "Digi Koo" verhalten sich fast vollständig gleich und werden nur aus folgenden Gründen unterschieden:
- Um unter Compiler - Optionen Ausgleichung verschiedene Werte für die voreingestellten Standardabweichungen neu angelegter (Digi-)Systeme zu ermöglichen
- Um entscheiden zu können, ob für einen Punkt nur digitalisierte Koordinaten vorliegen.
Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
- Y-X - Faktor: Ist dieses Feld gefüllt, werden alle unter Punkte eingetragenen lokalen Koordinaten vor der Berechnung mit dem angegebenen Faktor multipliziert. Dadurch können Sie beispielsweise Maße in Ruten, Fuß o.ä. einfach übernehmen und den entsprechenden Umrechnungsfaktor angeben.
- Koo reduzieren: Entstehen die eingegebenen Koordinaten aus örtlichen Maßen (z.B. einer Messungslinie), so sollte eine entsprechende Reduktion durchgeführt werden. Dies kann hier angewiesen werden und ist der Standardfall. Sind die eingegebenen Koordinaten hingegen z.B. UTM-Koordinaten, so ist eine Reduktion vermutlich nicht nötig. In diesem Fall sollten Sie den Haken entfernen. Für Sachsen-Anhalt ist, durch Verwendung der LTK, eine Reduktion nicht notwendig.
Begrifflichkeiten: Im LS 489 wird die "GK Reduktion" auch als "UTM Reduktion" oder "Koordinatenreduktion" bezeichnet. Man unterscheidet u.a. Gauß-Krüger-Koordinatensysteme und UTM-Koordinatensysteme, wobei sich das UTM-System aus dem Gauß-Krüger-System entwickelt hat (ca. 35 Jahre später), die grundlegenden Ideen und Rechenformeln gehen auf Gauß und Krüger zurück und somit findet man die Bezeichnung "Gauß-Krüger-Reduktion" auch im UTM-System. (Das UTM-System wurde in den USA entwickelt, hier betrachtet man es i.d.R. als eigene Erfindung und vermeidet in der Literatur den begrifflichen Bezug zu Gauß-Krüger. So spricht man zunehmend von "UTM-Reduktionen".) VermCad wendet die Reduktion immer bezogen auf die im Auftrag definierten Parameter an - wirkt also in allen Lagestati.
- Restklaffen: (De-)aktivieren Sie hier die Restklaffenverteilung (nachbarschaftstreue Anpassung) für dieses System. Dann werden die Verbesserungen des lokalen Systems auf die Neupunkte verteilt.
- ZP: Hier können Sie einen zulässigen Punktfehler eingeben. Wird dieser überschritten, wird eine entsprechende Warnung im Ergebnisprotokoll ausgegeben.
- Standardabweichungen: Geben Sie die Standardabweichungen für die Beobachtungen an. Diese Werte werden beim Anlagen eines neuen Systems automatisch aus Compiler - Optionen Ausgleichung übernommen.
- Die Standardabweichungen für Ordinate und Abszisse können für einen einzelnen Punkt mittels s(Y) und s(X) überstimmt werden (siehe unten).
- Klaffen: Ist bei mehreren Koordinatensystemen 'Restklaffen verteilen' gewählt, wirkt der eingegebene Wert als a priori Schätzung und damit als Gewicht für das einzelne System.
- Ein leerer Eintrag unter "Maßstab" sorgt dafür, dass keine Beobachtungsgleichung für den Maßstab geführt wird (Maßstab frei).
- Y/X getrennt (nur bei 5- oder 6-Parameter-Transformation): Mit dieser Option können Sie getrennte Standardabweichungen für den Ordinaten- und Abszissenmaßstab angeben.
- Daten importieren: Verwenden Sie diese Funktion, um Daten aus bereits im Projekt vorhandenen Transformationen, Messungslinien oder lokalen Systemen anderer Verketteter Transformationen zu übernehmen.
- Punkte: Tragen Sie hier zeilenweise die Punkte des Systems mit ihren lokalen Koordinaten ein. Fehlt ein Wert für X oder Y, geben Sie nur den vorhandenen Wert ein.
Unter s(Y) und s(X) können Sie individuelle Standardabweichungen eingeben. Bei einem leeren Eintrag wird der unter "Standardabweichungen" (siehe oben) eingetragene Wert verwendet.
Eingegebene Punkte können nach Markieren der Punktnummer mit der Raute Taste deaktiviert werden. Zum Aktivieren erneut Raute Taste drücken. - Sortiert: Wenn aktiviert, wird die Liste der eingegebenen Punkte bei der Berechnung nach Punktnummer sortiert (im Dialog erst nach "OK" und erneutem Öffnen). Ansonsten wird eine Sortierung nach "X" vorgenommen.
Lokale Koo-Systeme und Digi-Koo-Systeme
Sind bereits lokale Koordinatensysteme im Projekt definiert, können Sie hier in die verkettete Transformation eingebunden werden.
"Lokale Koo-Systeme" und "Digi Koo-Systeme" verhalten sich fast vollständig gleich und werden nur aus folgenden Gründen unterschieden:
- Um unter Compiler - Optionen Ausgleichung verschiedene Werte für die voreingestellten Standardabweichungen neu angelegter (Digi-)Systeme zu ermöglichen
- Um entscheiden zu können, ob für einen Punkt nur digitalisierte Koordinaten vorliegen.
Folgende Einstellungsmöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung:
- Punkte: Geben Sie hier die zu transformierenden Punkte an. Wählen Sie dazu in der linken Spalte die gewünschten Punkte im Quellsystem.
- Dabei können Sie wie folgt vorgehen:
- Doppelklick öffnet Punktauswahldialog
- einfacher Klick und anschließende Selektion im CAD
- einfacher Klick in den untersten, leeren Eintrag in der Spalte "Zielsystem". Dadurch werden im CAD alle Punkte ausgeblendet, die keinen zugehörigen Punkt (mit gleicher Punktnummer) im Quellsystem besitzen. So können Sie auch Punkte im Zielsystem im CAD wählen.
- Anschließend können Sie die zugehörigen Punkte im Zielsystem wählen. Wenn Sie keinen Punkt im Zielsystem angeben, wird automatisch der Punkt im Zielsystem mit derselben Punktnummer wie im Quellsystem verwendet.
In der Abbildung oben wird also beispielsweise der Punkt 18 507 auf den gleichnamigen Punkt im Zielsystem transformiert, während 18 508 auf 1 212 transformiert wird.
- Dabei können Sie wie folgt vorgehen:
- Konforme Koo (nur bei Transformation aus Soldner-Systemen verfügbar): Falls das Quellsystem ein Soldner-System ist, dann können Sie hier anweisen, dass die eingelesenen Soldner-Koordinaten vor der Transformation in konforme Koordinaten überführt werden.
- Daten importieren: Verwenden Sie diese Funktion, um Daten aus bereits im Projekt vorhandenen System-Transformationen lokalen (Digi) Koo-Systemen anderer Verketteter Transformationen zu übernehmen.
- Alle weiteren Einstellungen verhalten sich analog zu Lokale Koo und Digi Koo.
Spannmaße
- Standardabweichungen: Geben Sie hier die Standardabweichung für die Streckenbeobachtungen an. Dieser Wert wird beim Anlagen eines neuen Systems automatisch aus Compiler - Optionen Ausgleichung übernommen.
Die Standardabweichung kann für ein einzelnes Spannmaß mittels s(S) überstimmt werden (siehe unten). - Streckenfaktor: Ist dieses Feld gefüllt, werden alle angegebenen Strecken vor der Berechnung mit dem angegebenen Faktor multipliziert. Dadurch können Sie beispielsweise Maße in Ruten, Fuß o.ä. einfach übernehmen und den entsprechenden Umrechnungsfaktor angeben.
- Daten importieren: Verwenden Sie diese Funktion, um Daten aus bereits im Projekt vorhandenen Entfernungskontrollen zu übernehmen.
- Von Punkt - Nach Punkt: Geben Sie hier zeilenweise die Spannmaße mit Startpunkt, Endpunkt und gemessener Strecke vor. Mittels s(S) kann eine individuelle Standardabweichung eingegeben werden. Bei einem leeren Eintrag wird der unter "Standardabweichungen" (siehe oben) eingetragene Wert verwendet.
- Bemerkung: VermCad geht davon aus, dass es sich bei den eingegebenen Strecken um örtliche Maße handelt und führt eine entsprechende Reduktion durch (außer in Sachsen-Anhalt oder in Sonderfällen wie Berechnungen in lokalen Systemen).
- Besonderheit: leerer Eintrag unter "Von Punkt": Ist der Eintrag unter "Von Punkt" leer, so wird automatisch der erste nicht leere Eintrag oberhalb verwendet. Sind also mehrere vom selben Punkt ausgehende Spannmaße vorgegeben, so müssen Sie den Startpunkt lediglich beim ersten Spannmaß eingeben, in allen folgenden ist lediglich der Zielpunkt nötig.
Im obigen Beispiel sind also zwei Spannmaße vom Punkt 19 360 zu den Punkten 19 366 und 19 367 vorgegeben. - Alle Strecken zwischen Festpunkten verwerfen: Wenn der Schalter aktiv ist, werden alle Spannmaße im System automatisch deaktiviert, die zwischen 2 Festpunkten dieser VKT verlaufen. Die Strecken werden im Protokoll als "- verworfen_FP - " (bis Version 4.9.41 als "--- verworfen -- ") gekennzeichnet.
Hinweis: Es werden nur Spannmaße zwischen Festpunkten verworfen, wenn die beiden Festpunkte unter Zwang stehen (Standardabweichung = 0). Das ist bei der vorläufigen Ausgleichung fast nie der Fall.
Polarelemente
- Standardabweichungen: Geben Sie die Standardabweichungen für die Beobachtungen an. Diese Werte werden beim Anlagen eines neuen Systems automatisch yux Compiler - Optionen Ausgleichung übernommen.
Die Standardabweichungen für Winkel und Strecke können für einen einzelnen Punkt mittels s(Hz) und s(HD) überstimmt werden (siehe unten). - Streckenfaktor: Ist dieses Feld gefüllt, werden alle angegebenen Strecken vor der Berechnung mit dem angegebenen Faktor multipliziert. Dadurch können Sie beispielsweise Maße in Ruten, Fuß o.ä. einfach übernehmen und den entsprechenden Umrechnungsfaktor angeben.
- Mit Maßstab: Ist diese Option aktiviert, wird eine zusätzliche Beobachtungsgleichung für den Maßstab des Systems geführt. Anderenfalls wird der Maßstab 1 verwendet.
- Von Punkt: Geben Sie hier den Standpunkt des Systems an.
- Nach Punkt: Geben Sie hier zeilenweise die Zielpunkte mit gemessener Strecke und Richtung vor.
Mittels s(Hz) und s(HD) kann eine individuelle Standardabweichung eingegeben werden. Bei einem leeren Eintrag werden die unter "Standardabweichungen" (siehe oben) eingetragene Werte verwendet, um Standardabweichungen abhängig von der vorliegenden Strecke zu ermitteln.
Richtungen
Liegen Ihnen Richtungsmessungen ohne Streckenmessung vor, können Sie diese Systeme verwenden. Anderenfalls empfehlen wir die Verwendung von Polarelementen.
- Standardabweichung: Geben Sie hier die Standardabweichung für die Richtungsbeobachtungen an. Dieser Wert wird beim Anlagen eines neuen Systems automatisch aus Compiler - Optionen Ausgleichung übernommen.
Die Standardabweichung kann für eine einzelne Richtungsbeobachtung mittels s(Hz) überstimmt werden (siehe unten). - Von Punkt - Nach Punkt: Geben Sie hier zeilenweise Richtungsbeobachtungen mit Startpunkt, Endpunkt und gemessenem Winkel vor. Mittels s(Hz) kann eine individuelle Standardabweichung eingegeben werden. Bei einem leeren Eintrag wird der unter "Standardabweichung" (siehe oben) eingetragene Wert verwendet.
- Beachten Sie, dass füe alle Richtungsmessungen eines Systems eine gemeinsame Orientierungsunbekannte geführt wird. Es ist also selten sinnvoll, Richtungsmessungen mit unterschiedlichen Startpunkten in einem System zu kombinieren.
- Besonderheit: leerer Eintrag unter "Von Punkt": Ist der Eintrag unter "Von Punkt" leer, so wird automatisch der erste nicht leere Eintrag oberhalb verwendet. Sind also mehrere vom selben Punkt ausgehende Richtungsmessungen vorgegeben, so müssen Sie den Startpunkt lediglich bei der ersten eingeben, in allen folgenden ist lediglich der Zielpunkt nötig.
Im obigen Beispiel sind also zwei Richtungen vom Punkt 18 206 zu den Punkten 18 185 und 1 261 vorgegeben.
Parallelenbedingungen
Mit Parallelenbedingungen können Sie dafür sorgen, dass zwei vorgegebene Polygonzüge parallel zueinander verlaufen. Wenn Sie keinen Abstand angeben, wird lediglich die Parallelität der gegebenen Polygonzüge erzwungen. Anderenfalls wird außerdem der vorgegebene Abstand gehalten. Geben Sie dann einen positiven Abstand vor, falls der zweite Polygonzug in Durchlaufrichtung rechts vom ersten liegen soll. Anderenfalls geben Sie einen negativen Abstand ein. Sie können in der Spalte "Abstand" den oben vorgegebenen Abstand für einzelne Abschnitte der Polygonzüge überstimmen. Im obigen Beispiel wird etwa die Strecke durch die Punkte 00 2001 und 00 2002 zur Strecke durch 00 3001 und 00 3002 eine Abstand von 2,5m (rechts) haben, während die Strecken zwischen 00 2002 und 00 2003 und zwischen 00 3002 und 00 3003 einen Abstand von 1,5m haben werden. Alle anderen Abschnitte des Polygonzuges werden einen Abstand von 2m halten.
Umnummerieren
Wenn Sie die Option Umnum. wählen, wird zunächst intern die Transformation ausgeführt. Es werden aber noch keine berechneten Koordinaten in den Datenbestand des Projekts übernommen. Ist die Berechnung erfolgreich möglich, öffnet sich folgender Dialog:
Zu jedem Neupunkt wird geprüft, ob sich im Umkreis seiner errechneten Koordinaten ein bereits im Projekt vorhandener Punkt befindet. Den für diese Suche verwendeten Radius können Sie unter "Fangradius" einstellen. Durch einen Doppelklick auf ein gefundenes Punktpaar oder in die Spalte "Umnum." können Sie die entsprechende Umnummerierung anweisen. Im obigen Beispiel würde also der Punkt "83 102" in den Punkt "1 215" umnummeriert werden.
Wichtig: Die Umnummerierung wird nur innerhalb der aktuell bearbeiteten Berechnung durchgeführt. Punkte im Projekt, die außerhalb dieser Berechnung entstehen, werden nicht umnummeriert.
Vorgabekoordinaten verändern
Um eine SollVorgabe mittels VKT zu ändern, kann man folgende Wege gehen:
1. Möglichkeit (Verwaltungsinfos müssen neu gesetzt werden):
- Punkt unter DATEN->UMNUMMERIEREN in 'NR#' umnummerieren
- In VKT das 'o' und den '*' bei "verändern" auf der Festpunkte Seite hinter den umnummerierten Punkt 'NR#' setzten.
→ Jetzt entsteht ein neuer Punkt in der VKT mit der alten Punktnummer 'NR' (ohne #).
Vorteil: Man kann auch hinterher noch auf den alten Punkt 'NR#' zugreifen
2. Möglichkeit (Punkt behält die Verwaltungsinformationen):
- In der VKT das 'o' und den '*' bei "verändern" auf der Festpunkte Seite setzen.
→ Jetzt werden die Sollvorgaben geändert, der Falsch-Nachweis trotzdem erbracht und die Verwaltungsinformationen müssen nicht mit Hand gesetzt werden.
3. Möglichkeit (Punkt behält ebenfalls die Verwaltungsinformationen):
- Dem Punkt in irgendeinem System das Flag "b*" geben. Dazu muss der Punkt auch nicht notwendig als Festpunkt aufgenommen werden.
Siehe auch
Das Makro VKTRANSFORMATION
Begriffsbestimmung
Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern