Die GPX - Schnittstelle
Über die GPX-Schnittstelle liest VermCad Dateien im GPS Exchange Format ein – das Austauschformat der Handheld-GPS-Geräte und Wander-Apps. Das Format wird nur für den Import unterstützt; als Zielformat einer Listen-Ausgabe steht es nicht zur Verfügung.
Eine GPX-Datei enthält drei Arten von Punkten: Tracks (aufgezeichnete Wege, in Segmente unterteilt), Routen (geplante Wege) und Wegpunkte. Auf der Registerkarte wählen Sie aus, welche davon VermCad übernehmen soll.
Die Felder der Registerkarte
| Feld | Was es bei diesem Format bewirkt |
|---|---|
| Name | Frei wählbare Bezeichnung. Sie erscheint in den Format-Auswahllisten und ändert am Einlesen nichts. |
| 1. Typ, 2. Typ, 3. Typ | Dateiendungen, an denen VermCad das Format erkennt; voreingestellt ist GPX. Beim Erkennen einer Datei durchsucht VermCad alle Formate erst nach dem 1., dann nach dem 2., dann nach dem 3. Typ. |
| Geometrie importieren | Legt zusätzlich zu den Punkten CAD-Objekte an – siehe unten. Diese Option wirkt unabhängig von den drei folgenden: Sie erzeugt die CAD-Geometrie aus allen Tracks, Routen und Wegpunkten der Datei, auch aus denen, die Sie nicht als Punkte übernehmen. |
| Trackpunkte importieren | Übernimmt die Punkte aller Track-Segmente in die MWT-Datei. Ein Track kann mehrere Segmente haben; VermCad geht sie der Reihe nach durch. |
| Routenpunkte importieren | Übernimmt die Punkte aller Routen in die MWT-Datei. |
| Wegpunkte importieren | Übernimmt die einzelnen Wegpunkte in die MWT-Datei. |
| Lagestatus, Höhenstatus | Werte von 0 bis 999, dürfen leer bleiben. Bei GPX entscheiden diese Felder mit darüber, ob überhaupt Koordinaten übernommen werden – siehe unten. |
| Import-Export - Verzeichnis | Startverzeichnis, das der Öffnen-Dialog beim Einlesen einer GPX-Datei vorschlägt. |
| Deaktiviert | Die Registerkarte bleibt mit allen Einträgen erhalten, das Format verschwindet aber aus den Datei-Auswahllisten. |
Ist keines der vier Markierungsfelder gesetzt, wird nichts eingelesen. Eine Maske für das Punktkennzeichen und eine für den Symbol- bzw. Punktcode gibt es auf dieser Registerkarte nicht; VermCad verwendet die Standardmaske der Landesausgabe (siehe Allgemeines). Ebenso fehlen die Felder ungültige hi/hr und Optimierung – GPX kennt keine Instrumenten- und Reflektorhöhen.
Lagestatus und Höhenstatus
GPX enthält geographische Koordinaten. VermCad rechnet sie beim Einlesen nach UTM im Lagestatus 489 um; die Höhe wird unverändert aus dem Element ele übernommen.
Daraus folgt eine Besonderheit, die man kennen muss:
- Lassen Sie Lagestatus leer oder tragen Sie 489 ein, werden Rechts- und Hochwert übernommen. Steht dort ein anderer Lagestatus, schreibt VermCad keine Lagekoordinaten – die Punkte kommen dann ohne Y und X an.
- Für die Höhe gilt dasselbe mit dem Höhenstatus 300.
Der Grund ist die Sicherheit: VermCad rechnet die geographischen Koordinaten nur in dieses eine Zielsystem um und schreibt lieber gar nichts, als Werte in einem Status abzulegen, in dem sie nicht gelten.
Ein hier eingetragener Status erscheint zugleich im erzeugten Block; bleiben die Felder leer, steht im Block kein Status.
Was VermCad aus der Datei liest
Die Punkte landen in einem VORGABEN-Block; einen Geräteblock schreibt VermCad für GPX nicht.
- Als Punktnummer verwendet VermCad eine beim Einlesen fortlaufend vergebene Nummer, nicht den Namen aus der GPX-Datei. Der Name erscheint nur, wenn ein Punkt nicht eingelesen werden kann.
- Das GPX-Element sym wird als Bemerkung an den Punkt gehängt.
- Punkte, deren Punktart TP oder AP ist, erhalten im Vorgabenblock automatisch das Anschlusspunkt-Kennzeichen.
- Punkte, die sich nicht einlesen lassen, sammelt VermCad und zeigt sie am Ende in einer Meldung mit Punkt-ID, Name und Fehlergrund. Der Import bricht deswegen nicht ab.
Geometrie importieren
Ist dieses Feld markiert, legt VermCad zusätzlich zu den Punkten CAD-Objekte an:
- je Track eine Gruppe, darin je Track-Segment eine Polylinie aus den aufeinanderfolgenden Punkten,
- je Route eine Polylinie,
- die Wegpunkte als einzelne CAD-Punkte.
Die CAD-Punkte tragen den Namen aus der GPX-Datei – anders als die Punkte in der MWT-Datei, die eine laufende Nummer bekommen. Punkte ohne verwertbare Koordinate werden dabei übergangen; eine Polylinie entsteht nur zwischen zwei aufeinanderfolgenden Punkten, die beide eine Koordinate haben.
Siehe auch