MASSEN
Das Makro MASSEN berechnet das Volumen zwischen einer Ist-Fläche (dem Gelände) und einer Soll-Fläche (dem Planum) innerhalb eines Umrings aus koordinierten Punkten. Ausgegeben werden Abtrag, Auftrag und die Nettomasse. Als Höhenquelle dient wahlweise das digitale Geländemodell aus dem DGM-Katalog oder die Dreiecksvermaschung gemessener Punkte. Zusätzliche Stützpunkte und Bruchkanten gehen in die Vermaschung ein oder korrigieren das DGM dort, wo der Vermesser es besser weiß.
Das Makro entsteht über Rechnen → Massenberechnung (Dialogfenster Massenberechnung). Verfügbar ab Version 5.1.
Syntaxregel
MASSEN [, NR = <n>] {, <KopfInfo>}*
<Steuersatz> ;
<Umring> ;
{ STUETZ <Punktliste> ; | BRUCH <Punktliste> ; }*
END[;]
Steuersatz ::= <Zuweisung> { , <Zuweisung> }*
Zuweisung ::= TITEL = '<Text>' | IST = DGM|PUNKTE | SOLL = FEST|EBENE|DOM|PUNKTE
| SOLLH = <w> | NEIGE = <w> | NEIGN = <w> | RASTER = <w> | KORRIDOR = <w>
Umring ::= <Punkt> { , <Punkt> }*
Punktliste ::= <Punkt> { , <Punkt> }*
Punkt ::= <NV> <NR> [<Handhoehe>] [D|P]
Pflicht sind die ersten beiden Sätze: der Steuersatz und der Umring. Danach dürfen beliebig viele weitere Punktsätze folgen, jeder eingeleitet mit einem Schlüsselwort:
STUETZ— Stützpunkte, also einzelne gemessene Punkte im Umring (siehe Stützpunkte),BRUCH— eine Bruchkante als offener Linienzug, die Punkte in ihrer Reihenfolge entlang der Kante (siehe Bruchkanten).
Die Reihenfolge der Sätze STUETZ und BRUCH ist frei; mehrere Sätze STUETZ werden zusammengeführt. Fehlt das Schlüsselwort am Anfang eines dritten oder späteren Satzes, meldet die Syntaxprüfung STUETZ oder BRUCH erwartet.
Der Steuersatz
Der erste Satz enthält ausschließlich Schlüsselwörter mit Zuweisung, durch Komma getrennt und mit Semikolon abgeschlossen. Alle Angaben sind optional; es gelten dann die Vorgaben.
| Schlüsselwort | Werte | Vorgabe | Bedeutung |
|---|---|---|---|
TITEL = '<Text>' |
Text in Hochkommas | leer | Bezeichnung der Berechnung. Erscheint im Kopf der Ergebnisliste hinter „Massenberechnung" und im Dialogfenster im Feld Bezeichnung. |
IST = DGM |
– | Vorgabe | Die Ist-Fläche (das Gelände) kommt aus dem DGM-Katalog. Stützpunkte und Bruchkanten korrigieren das DGM örtlich (siehe Mischfläche). |
IST = PUNKTE |
– | Die Ist-Fläche entsteht aus der Dreiecksvermaschung der Umringpunkte, der Stützpunkte und der Bruchkanten mit ihren Höhen. | |
SOLL = FEST |
– | Vorgabe | Das Planum ist eine waagerechte Ebene in der Höhe SOLLH.
|
SOLL = EBENE |
– | Das Planum ist eine geneigte Ebene: Sie geht in der Höhe SOLLH durch den Flächenschwerpunkt des Umrings und fällt bzw. steigt mit NEIGE nach Osten und NEIGN nach Norden.
| |
SOLL = DOM |
– | Das Planum ist die Oberfläche (DOM) aus dem Katalog. Damit wird das Volumen zwischen Gelände und Oberfläche gerechnet (Bewuchs, Gebäude). Setzt DOM-Kacheln im Katalog voraus. | |
SOLL = PUNKTE |
– | Das Planum entsteht aus der Dreiecksvermaschung der Umringpunkte, Stützpunkte und Bruchkanten. | |
SOLLH = <w> |
Zahl (m) | – | Höhe des Planums bei FEST bzw. Höhe der Ebene im Flächenschwerpunkt bei EBENE. Bei diesen beiden Soll-Arten Pflicht — fehlt sie, meldet VermCad beim Übersetzen Soll-Höhe (SOLLH) fehlt.
|
NEIGE = <w> |
Zahl (%) | 0 | Gefälle der Ebene nach Osten in Prozent, negativ = fallend. Nur bei SOLL = EBENE ausgewertet.
|
NEIGN = <w> |
Zahl (%) | 0 | Gefälle der Ebene nach Norden in Prozent, negativ = fallend. Nur bei SOLL = EBENE ausgewertet.
|
RASTER = <w> |
Zahl (m) | feinstes Kachelraster | Weite der Rastermaschen, über die das DGM (bzw. DOM) gerechnet wird. Fehlt die Angabe, nimmt VermCad die feinste Rasterweite, die im Katalog vorkommt (bei DGM1 also 1 m). Größere Werte rechnen schneller und gröber. Kommen Ist oder Soll aus den Punkten und das jeweils andere aus einer festen Höhe oder Ebene, hat die Rasterweite keinen Einfluss (siehe Rechenmodell). |
KORRIDOR = <w> |
Zahl (m), ≥ 0 | Rasterweite | Nur bei der Mischfläche: Breite des Übergangs zwischen gemessener Höhe (Bruchkante, Stützpunkt) und DGM. 0 fügt die gemessenen Punkte nur ein, ohne Übergang.
|
Nicht zulässig ist IST = PUNKTE zusammen mit SOLL = PUNKTE — beide Flächen wären dieselbe, das Volumen also immer null. Diese Kombination wird beim Übersetzen am Makro gemeldet.
Der Umring
Der zweite Satz zählt die Umringpunkte auf, durch Komma getrennt, abgeschlossen mit Semikolon. Der erste Punkt wird am Ende nicht wiederholt — anders als beim Makro FLAECHE schließt VermCad den Umring selbst. Es sind mindestens drei Punkte nötig.
Der Umring ist in der Vermaschung eine Zwangskante: Kein Dreieck läuft über ihn hinweg, auch nicht an einspringenden Ecken. Die Höhen innerhalb einer Kerbe werden also nie über die Außenseite des Umrings interpoliert.
Hinter jedem Punkt darf stehen, woher seine Höhe kommt. Die Umringhöhen werden nur gebraucht, wenn IST = PUNKTE oder SOLL = PUNKTE gewählt ist; in der Ergebnisliste stehen sie aber immer.
| Zusatz | Bedeutung |
|---|---|
| (nichts) | Es gilt die eigene Höhe des Punktes aus Messung oder Vorgabe. |
<Zahl> |
Handhöhe: der eingetragene Wert gilt unabhängig von der Punkthöhe. |
D |
DGM-Höhe: die Höhe wird bei jeder Berechnung neu aus dem Katalog geholt — an der aktuellen Lage des Punktes. Verschiebt sich der Punkt, ändert sich die Höhe beim nächsten Übersetzen mit. |
P |
Planumshöhe: die Höhe des Soll-Planums an dieser Stelle (feste Höhe, Wert der geneigten Ebene bzw. DOM-Höhe). Bei SOLL = PUNKTE liefert P keinen Wert und der Punkt gilt als „ohne Höhe".
|
Zahl und Kennbuchstabe dürfen zusammen auftreten (die Zahl steht dann vorn), sind aber redundant: Ist eine Handhöhe eingetragen, gewinnt sie. Die Auswertungsreihenfolge ist
- Hand vor DGM (
D) vor Planum (P) vor Punkt.
Ein anderer Buchstabe als D oder P wird mit Kennbuchstabe D (DGM-Höhe) oder P (Planumshöhe) erwartet abgewiesen. Dieselben Zusätze gelten in den Sätzen STUETZ und BRUCH.
Stützpunkte (STUETZ)
Ein Satz, der mit STUETZ beginnt, zählt gemessene Einzelpunkte auf, etwa Geländepunkte in einem Haufwerk oder in einer Grube. Jeder Stützpunkt geht mit seiner Höhe (Zusatz wie beim Umring) als Knoten in die Vermaschung ein.
- Ein Stützpunkt ohne Höhe oder ohne Lage wird übergangen und in der Ergebnisliste so gekennzeichnet — anders als beim Umring ist das kein Fehler.
- Stützpunkte außerhalb des Umrings sind erlaubt, wirken aber nicht.
- Die Stützpunkte wirken in jeder Kombination von Ist und Soll: bei
IST = PUNKTEbzw.SOLL = PUNKTEals zusätzliche Knoten der Punktfläche, beiIST = DGMals örtliche Korrektur des DGM.
Bruchkanten (BRUCH)
Ein Satz, der mit BRUCH beginnt, beschreibt eine Bruchkante: einen offenen Linienzug durch gemessene Punkte, in der Reihenfolge entlang der Kante — zum Beispiel eine Böschungsoberkante, einen Dammfuß oder eine Mauerkrone. Für jede weitere Bruchkante folgt ein eigener Satz BRUCH.
Eine Bruchkante ist in der Vermaschung eine Zwangskante: Jede ihrer Strecken wird Dreieckskante, kein Dreieck kreuzt sie. Ohne Bruchkante würde die Vermaschung zwei nahe Punkte beidseits eines Grates womöglich quer über den Grat verbinden und ihn kappen.
- Die Punkte einer Bruchkante sind zugleich Stützpunkte.
- Ein Punkt ohne Höhe wird übergangen, die Kante läuft dann vom Vorgänger direkt zum Nachfolger. Bei der Mischfläche bekommt er stattdessen die DGM-Höhe; die Kante wirkt dort nur als Knicklinie.
- Eine Kante mit weniger als zwei brauchbaren Punkten wirkt nicht; die Liste vermerkt weniger als zwei Punkte mit Höhe, nicht verwendet.
- Reicht eine Bruchkante über den Umring hinaus, wird sie am Umring beschnitten; die Höhe im Schnittpunkt liegt linear auf der Bruchkante.
- Kreuzen sich zwei Bruchkanten, bekommen sie im Schnittpunkt einen gemeinsamen Punkt mit dem Mittel beider Höhen. Beträgt der Höhenunterschied dort mehr als 5 cm, warnt die Ergebnisliste.
- Ein Punkt darf in mehreren Kanten vorkommen (etwa an einer Kreuzung). Er hat innerhalb einer Berechnung immer eine Höhe.
Im Dialogfenster lassen sich Bruchkanten auch von der CAD-Folie DGM-Bruchkanten übernehmen; maßgeblich für die Rechnung ist aber immer das, was im Makro steht.
Rechenmodell
Gerechnet wird nach der Prismenmethode mit Dreiecksprismen: Je Dreieck ist die Höhendifferenz zwischen Ist und Soll linear, das Volumen also Dreiecksfläche mal mittlere Höhendifferenz der drei Ecken — das klassische, von Hand nachrechenbare Verfahren (REB-VB 23.003, Formel 13). Welche Dreiecke das sind, wählt VermCad nach den Quellen von Ist und Soll selbst, und zwar den jeweils genauesten Weg:
| Ist | Soll | Rechenweg | Zeile Rechenmodell in der Liste |
|---|---|---|---|
| Punkte | feste Höhe, Ebene | exakte Prismen direkt über den Dreiecken der Vermaschung, ohne Raster. Die Rasterweite hat keinen Einfluss. | exakte Prismen über den n Dreiecken der Vermaschung (ohne Raster) |
| DGM | Punkte | die Dreiecke der Rastermaschen werden mit den Dreiecken der Vermaschung verschnitten — exakt für beide Flächen | Dreiecksprismen über den Rasterknoten, verschnitten mit den Dreiecken der Vermaschung (exakt) |
| Punkte | DOM | wie oben, mit getauschten Rollen | wie oben |
| DGM | feste Höhe, Ebene, DOM | Dreiecksprismen über den Rasterknoten: jede Rastermasche wird einmal an der einen und einmal an der anderen Diagonale in zwei Dreiecke geteilt, jedes der vier Dreiecke zählt halb | Dreiecksprismen über den Rasterknoten, je Masche Mittel beider Diagonalen |
Das Mittel beider Diagonalen ergibt für eine ganze Masche genau das Volumen der bilinearen Fläche durch ihre vier Eckhöhen — also derselben Fläche, aus der VermCad auch die DGM-Höhe an einem Punkt interpoliert. Liegt die Rasterweite auf dem Kachelraster, sind die Rasterknoten genau die DGM-Punkte.
Abtrag und Auftrag an der Nulllinie
Wechselt die Differenz Ist − Soll innerhalb eines Dreiecks das Vorzeichen, wird das Dreieck an der Geraden Ist = Soll geteilt; jedes Teilstück zählt ganz zum Abtrag oder ganz zum Auftrag. Damit sind nicht nur das Netto, sondern auch Abtrag, Auftrag und ihre Flächen einzeln richtig — gerade bei großen Dreiecken aus wenigen gemessenen Punkten macht das viel aus.
Hinweis: Ist die Rasterweite gröber als das Kachelraster, wird das Gelände zwischen den Kachelpunkten nur abgetastet — dann ist das Ergebnis eine Näherung. Für einen Nachweis die Rasterweite der Kacheln verwenden (Feld leer lassen).
Mischfläche: gemessene Punkte korrigieren das DGM
Kommt das Ist aus dem DGM und das Soll nicht aus den Punkten, und gibt es mindestens einen Stützpunkt mit Höhe oder eine brauchbare Bruchkante, rechnet VermCad automatisch eine Mischfläche — ein eigener Schalter ist nicht nötig. Das ist der typische Praxisfall: Das DGM liefert das Gelände, an einzelnen Stellen (Damm, Böschungskante, Mauer) weiß es der Vermesser besser.
- Ersetzt werden nur die Rastermaschen in der Nähe der gemessenen Punkte und Bruchkanten (Mitte der Masche näher als Korridor plus eine Dreiviertel-Rasterweite). Alles andere rechnet unverändert über die Rasterknoten.
- In diesem Bereich entsteht ein Dreiecksnetz aus den DGM-Knoten und den gemessenen Punkten; die Bruchkanten werden als Zwangskanten eingearbeitet. Dabei wird jede Bruchkante an den Kanten der Rastermaschen geteilt, damit keine langen, schmalen Dreiecke entstehen. Ein DGM-Knoten, der sehr dicht an einer Bruchkante liegt (weniger als 10 % der Maschenweite, höchstens 0,25 m), wird auf die Kante gezogen.
- Korridor: DGM-Knoten, die näher als
KORRIDORan einer Bruchkante oder einem Stützpunkt liegen, bekommen eine Höhe, die linear zwischen der gemessenen Höhe und der DGM-Höhe übergeht. So entsteht ein stetiger Übergang zwischen Messung und Geländemodell. - Das Volumen wird dort exakt über die Dreiecke gerechnet.
- Gemessene Punkte, an denen das DGM keine Höhe hat, wirken nicht; die Liste warnt davor.
Fläche und Randmaschen
Maschen und Dreiecke am Rand des Umrings werden exakt geschnitten, Innenringe gehen negativ ein. Die ausgewiesene Fläche entspricht damit der geometrischen Fläche des Umrings — auch bei schräg liegenden Flächen und auch bei grober Rasterweite. Die kleinsten und größten Höhen der Liste kommen aus den Ecken der geschnittenen Stücke, also aus dem Umring selbst.
Allgemein gilt:
- Die Koordinaten werden in das Lagesystem der Kacheln (ETRS89/UTM) umgerechnet; in Altsystemen läuft der Weg über die NTv2-Transformation. Fläche und Volumen werden anschließend mit dem Flächenmaßstab in die Örtlichkeit gebracht; die Liste weist das aus.
- Für die Vermaschung (
IST = PUNKTEbzw.SOLL = PUNKTE) braucht jeder Umringpunkt eine gültige Höhe. Fehlt eine, nennt die Fehlermeldung den ersten betroffenen Punkt. Liegen alle Punkte auf einer Geraden, lässt sich nicht vermaschen. - Ist im Projekt „Flächen mit gerundeten Koordinaten" eingestellt, rechnet auch MASSEN mit den gerundeten Koordinaten; die Ergebnisliste weist das im Kopf aus.
- Höhen aus DGM und DOM sind Näherungen (Genauigkeit je Kachel etwa ±0,15 m). Die Ergebnisliste vermerkt das.
Parameter
MASSEN kennt keine eigenen Kopfparameter; alle Steuergrößen stehen im Steuersatz. Es gelten die allgemeinen Makro-Kopfparameter (NR, DATUM, ZEIT, PNR, KN = '…' für den Nachweis, REM = '…' für die Bemerkung, NE, DEA): siehe Blockkopf-Parameter.
Beispiele
Baugrube gegen eine geneigte Ebene
MASSEN, NR = 3, DATUM = 07.09.2026, ZEIT = 12:00:00, REM = 'Baugrube Nord' TITEL = 'Baugrube Nord', IST = DGM, SOLL = EBENE, SOLLH = 452.5, NEIGE = 0.5, NEIGN = -0.2, RASTER = 1; xx 1 452.30 , xx 2 d , xx 3 p , xx 4; END
Gelände aus dem DGM, Planum als Ebene mit 452,50 m im Schwerpunkt, 0,5 % Gefälle nach Osten und 0,2 % Gefälle nach Süden. Punkt 1 bekommt die Handhöhe 452,30 m, Punkt 2 seine DGM-Höhe, Punkt 3 die Planumshöhe, Punkt 4 seine eigene Höhe. Weil hier weder Ist noch Soll aus den Punkten kommen, gehen diese Höhen nur in die Punkttabelle der Ergebnisliste ein.
Deckel auf Geländehöhe: Grubenvolumen
MASSEN, NR = 4, DATUM = 07.09.2026, ZEIT = 12:01:00 IST = PUNKTE, SOLL = FEST, SOLLH = 440; xx 1 d , xx 2 d , xx 3 d , xx 4 d; END
Die Ist-Fläche entsteht aus der Vermaschung der vier Umringpunkte, deren Höhen aus dem DGM kommen; das Soll ist eine waagerechte Ebene in 440 m. Gerechnet wird exakt über die Dreiecke der Vermaschung, die Rasterweite spielt keine Rolle.
Haufwerk mit Stützpunkten
MASSEN, NR = 5, DATUM = 11.09.2026, ZEIT = 12:02:00, REM = 'Haufwerk' TITEL = 'Haufwerk', IST = PUNKTE, SOLL = FEST, SOLLH = 440; xx 1 d , xx 2 d , xx 3 d , xx 4 d; STUETZ xx 10 , xx 11 455.20 , xx 12 d; END
Die Umringpunkte liegen am Fuß des Haufwerks; die Stützpunkte 10 bis 12 beschreiben seine Form. Punkt 10 mit seiner gemessenen Höhe, Punkt 11 mit der Handhöhe 455,20 m, Punkt 12 mit seiner DGM-Höhe. Die Liste nennt die Ist-Fläche Fläche durch die Umring- und Stützpunkte.
Böschung mit Bruchkanten
MASSEN, NR = 6 TITEL = 'Böschung', IST = PUNKTE, SOLL = FEST, SOLLH = 440; xx 1 , xx 2 , xx 3 , xx 4; BRUCH xx 20 , xx 21 , xx 22; BRUCH xx 30 , xx 31 , xx 32; END
Zwei Bruchkanten, etwa Böschungsoberkante (20–22) und Böschungsfuß (30–32). Die Vermaschung legt ihre Dreiecke so, dass keines die Kanten kreuzt; die Liste nennt die Ist-Fläche Fläche durch die Umringpunkte mit Bruchkanten.
DGM mit gemessener Bruchkante korrigieren (Mischfläche)

MASSEN, NR = 7 TITEL = 'Damm', IST = DGM, SOLL = FEST, SOLLH = 360, KORRIDOR = 1; xx 1206 , xx 1200 , xx 1202 , xx 1204; STUETZ xx S1 , xx S2; BRUCH xx 5508 333.00, xx 5505 , xx 5502 , xx 5458; BRUCH xx 44846 d, xx 44848 d, xx 44854 d; END
Das Gelände kommt aus dem DGM, die gemessene Dammkrone (erste Bruchkante) und zwei Stützpunkte korrigieren es. In einem Streifen von 1 m (KORRIDOR = 1) geht die gemessene Höhe in das DGM über. Die zweite Bruchkante hat Höhen aus dem DGM (d) und wirkt als Knicklinie. Die Umringpunkte brauchen hier keine Höhe. Die Liste nennt die Ist-Fläche DGM (Gelände aus dem Katalog), korrigiert durch 2 Bruchkanten und 2 Stützpunkte und weist die Mischfläche mit der Zahl der ersetzten Rastermaschen aus.

Reihenfolge im Rechenlauf
Die Massenberechnung ist nachgelagert: Sie läuft im Endlauf zusammen mit den Einfluchtungen — also nach allen Koordinatenberechnungen und vor den Flächen. Damit rechnet sie immer mit den endgültigen Koordinaten und kann keine zyklischen Abhängigkeiten erzeugen.
Grenzen
- Keine Aussparungen: Der Umring des Makros ist immer einfach zusammenhängend. Flächen mit Löchern rechnet die Massenberechnung im CAD, die Innenringe berücksichtigt (dort ohne Stützpunkte und Bruchkanten).
- Keine Bögen im Umring und in den Bruchkanten — nur gerade Verbindungen zwischen den Punkten.
- Die geneigte Ebene ist nur über Schwerpunkt und zwei Gefälle beschreibbar, nicht über drei Stützpunkte.
- Umringpunkte ohne Lage brechen die Berechnung ab.
- Sehr viele, über die ganze Fläche verstreute Stützpunkte bei
IST = DGMmachen das lokale Netz der Mischfläche groß; die Rechenzeit steht in der Liste.
Fehlermeldungen der Syntaxprüfung
| Nr. | Meldung | Ursache |
|---|---|---|
| 728 | Ungültige Angabe für IST oder SOLL (DGM, PUNKTE, FEST, EBENE, DOM erwartet) | Hinter IST = bzw. SOLL = steht ein unbekanntes Wort.
|
| 729 | Komma oder Satzende erwartet | Zwei Zuweisungen im Steuersatz sind nicht durch Komma getrennt bzw. der Satz endet nicht mit Semikolon. |
| 730 | Schlüsselwort (TITEL, IST, SOLL, SOLLH, NEIGE, NEIGN, RASTER, KORRIDOR) erwartet | Im Steuersatz steht ein unbekanntes Schlüsselwort — auch ein MODELL = … aus einer Vorabversion.
|
| 731 | Kennbuchstabe D (DGM-Höhe) oder P (Planumshöhe) erwartet | Hinter einem Punkt steht ein anderer Buchstabe. |
| 736 | STUETZ oder BRUCH erwartet (Satz mit Stützpunkten bzw. mit einer Bruchkante für die Vermaschung) | Ein dritter oder späterer Satz beginnt nicht mit STUETZ oder BRUCH.
|
| – | IST und SOLL können nicht beide PUNKTE sein · Soll-Höhe (SOLLH) fehlt | Beim Übersetzen am Makro gemeldete Parameterfehler. |
| – | Der Umring hat weniger als drei Punkte · Punkt … hat keine Höhe für die Massenberechnung · Die Umringpunkte lassen sich nicht vermaschen (alle auf einer Geraden?) · Keine DGM-Kacheln im Katalog (Optionen > DGM-Verwaltung) | Beim Rechnen erkannt; steht in der Ergebnisliste hinter Nicht berechnet:. |
Die Zahl der Sätze ist nicht mehr begrenzt; die frühere Meldung END erwartet bei einem dritten Satz gibt es für MASSEN nicht mehr.
Siehe auch
- Das Dialogfenster Massenberechnung — Eingabe und Bedienung
- Die Ergebnisliste Massenberechnung — Aufbau des Protokolls
- Massenberechnung aus DGM im CAD — dieselbe Rechnung ohne Makro, direkt auf CAD-Flächen
- Die DGM-Verwaltung — woher die Kacheln kommen
- Das Makro PROFIL — Längsschnitt und Querprofile aus demselben Geländemodell
Entwicklerhinweise
Diese Angaben richten sich an Entwickler bzw. eine KI mit Zugriff auf den VermCad-Quellcode; für die reine Nutzung der MWT-Syntax sind sie nicht nötig. Unit-Namen und besonders Zeilennummern können sich durch die laufende Weiterentwicklung verschieben - sie dienen als Einstieg, nicht als exakte Fundstelle.
Quellen im Code:
VERMCAD\GlobalConsts.pas— SchlüsselwörterkwMassen,kwMassenTitel/Ist/Soll/SollHoehe/NeigungE/NeigungN/Raster/Korridor,kwMassenStuetz,kwMassenBruch, KennbuchstabenMassenHoeheDGMChar/MassenHoeheSollCharVERMCAD\VCSCHMWT.PAS— Steuersatz-Parser (ZweigBlockKind = kMassen), Satzart der Punktsätze ab Satz 3 inFMassenPunktSatz(S= STUETZ,B= BRUCH), Punktzusatz (Zahl bzw. Kennbuchstabe) in allen PunktsätzenVERMCAD\VcSCheck.pas— Zustände 801–804 und 809 (Meldungen 728–731, 736); keine Satzbegrenzung mehr für MASSENVERMCAD\VCDCHMWT.PAS— Decoder: Parameter aus Satz 1,InsertOutLinefür Satz 2, danachInsertStuetzbzw.InsertBruchkanteje nach Satzart; Parameterfehler überSetParameterFehlerVERMCAD\VcCompileErrorMessages.pas— Meldungstexte 728–731 und 736; 732 ist freiVERMCAD\VcMassen.pas—TMassenberechnung:CalculateItem(Höhe je Punkt in_HoeheVonPunkt, Befunde der Vermaschung in_BefundeUebernehmen),QuelleVonPunkt(Reihenfolge Hand/DGM/Planum/Punkt),ResultList,SaveMakro,NetzPunkte/NetzKantenfür die CAD-DarstellungDGMModul\VermCad.DGM.Massen.pas—DGMMassenBerechnen, RechenwegedrwTIN/drwNetz/drwVerschnitt(TDGMMassenErgebnis.Rechenweg), Teilung an der Nulllinie, Mischfläche (_MischAufbauen/_MischRechnen), exakter RandschnittDGMModul\VermCad.DGM.Punktflaeche.pas— Dreiecksvermaschung (Bowyer-Watson-Delaunay) mit Zwangskanten (KantenVorbereiten,KantenErzwingennach Sloan),GetZMitRand,CreateAusNetzundZwangskantenTeilenfür die Mischfläche,NetzKanten