CAD-Massenberechnung aus DGM: Unterschied zwischen den Versionen
Claude (Diskussion | Beiträge) Nachtrag: Radiogruppe Rechenmodell, exakter Randschnitt (Task DGM) |
Claude (Diskussion | Beiträge) Bilder-Runde: Screenshot Dialog Massenberechnung aus DGM eingebunden (Task DGM) |
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Der Befehl '''Massenberechnung aus DGM...''' steht im [[CAD-Kontextmenüs|CAD-Kontextmenü]] im Untermenü '''DGM''' und auf der Symbolleiste ''CAD Modifikation''. Er rechnet nur — er legt keine CAD-Objekte an und ändert nichts an der Szene. Deshalb ist er auch ohne Bearbeitungsrecht bedienbar. | Der Befehl '''Massenberechnung aus DGM...''' steht im [[CAD-Kontextmenüs|CAD-Kontextmenü]] im Untermenü '''DGM''' und auf der Symbolleiste ''CAD Modifikation''. Er rechnet nur — er legt keine CAD-Objekte an und ändert nichts an der Szene. Deshalb ist er auch ohne Bearbeitungsrecht bedienbar. | ||
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* '''Aussparungen''' — Anzahl der berücksichtigten Innenringe (nur wenn vorhanden), | * '''Aussparungen''' — Anzahl der berücksichtigten Innenringe (nur wenn vorhanden), | ||
* '''davon ohne Höhe''' — Flächenanteil, für den keine Kachel vorlag, | * '''davon ohne Höhe''' — Flächenanteil, für den keine Kachel vorlag, | ||
* '''Fläche Abtrag''' und '''Fläche Auftrag''' — die Flächenanteile, auf denen das Gelände über bzw. unter dem Planum liegt, | |||
* '''Abtrag (Ist über Soll)''', '''Auftrag (Ist unter Soll)''' und '''Netto (Abtrag − Auftrag)'''. | * '''Abtrag (Ist über Soll)''', '''Auftrag (Ist unter Soll)''' und '''Netto (Abtrag − Auftrag)'''. | ||
Version vom 8. September 2026, 11:18 Uhr
Berechnet für markierte CAD-Flächen das Volumen zwischen dem Gelände und einem Planum: Abtrag, Auftrag und Netto nach der Prismenmethode. Anders als beim Makro MASSEN werden dabei auch Aussparungen (Innenringe der Flächen) berücksichtigt und mehrere Flächen in einem Lauf mit Summe gerechnet.
Verfügbar ab Version 5.1. Voraussetzung sind Kacheln im DGM-Katalog.
Der Befehl Massenberechnung aus DGM... steht im CAD-Kontextmenü im Untermenü DGM und auf der Symbolleiste CAD Modifikation. Er rechnet nur — er legt keine CAD-Objekte an und ändert nichts an der Szene. Deshalb ist er auch ohne Bearbeitungsrecht bedienbar.
Vorgehen
- Im CAD eine oder mehrere Flächen markieren. Ohne markierte Fläche weist VermCad darauf hin.
- Befehl aufrufen. Die Infozeile des Dialogs nennt die Zahl der Flächen, ihre CAD-Fläche in m², die mittlere Geländehöhe am Rand sowie Lagestatus und UTM-Zone.
- Soll-Art und Rasterweite einstellen, Berechnen.
- Das Protokoll erscheint im Ergebnisfenster und lässt sich mit In Zwischenablage übernehmen.
Die mittlere Randhöhe ist zugleich die Vorgabe für die Soll-Höhe — damit steht das Planum von vornherein plausibel in der Nähe des Geländes.
Die Soll-Fläche
| Auswahl | Bedeutung | benötigte Angaben |
|---|---|---|
| Feste Höhe | waagerechtes Planum | Soll-Höhe (m, Vorgabe = mittlere Randhöhe) |
| Geneigte Ebene durch den Flächenschwerpunkt | Ebene durch den Schwerpunkt der Fläche, geneigt nach Ost und Nord | Soll-Höhe, Gefälle nach Osten (%, negativ = fallend), Gefälle nach Norden (%, negativ = fallend) |
| Zweites Modell: DOM (Oberfläche) als Soll | Volumen zwischen Gelände und Oberfläche, also im Wesentlichen Bewuchs und Bebauung. Die Auswahl erscheint nur, wenn DOM-Kacheln im Katalog liegen. | – |
Rasterweite der Berechnung (m) bestimmt die Maschenweite. Vorgabe ist das Kachelraster; gröbere Werte rechnen schneller. Die Zellenzahl ist auf 4 Millionen begrenzt — darüber weist VermCad darauf hin, die Rasterweite zu vergrößern.
Rechenmodell wählen
Die Radiogruppe Rechenmodell bestimmt, wie aus dem Raster das Volumen wird:
| Auswahl | Bedeutung |
|---|---|
| Rasterprismen (Höhen bilinear in der Zellmitte) | Je Rasterzelle ein Prisma; die Höhen werden in der Zellmitte abgegriffen. |
| Dreiecksprismen über der Vermaschung der Rasterknoten (TIN, empfohlen) | Die Rasterknoten werden vermascht; je Dreieck ergibt sich das Volumen aus Dreiecksfläche mal mittlerer Höhendifferenz der drei Ecken. Das ist das klassische, nachrechenbare Verfahren und die Vorgabe. |
Die Wahl wird für den nächsten Aufruf gemerkt und im Protokoll ausgewiesen. Bei gleicher Rasterweite unterscheiden sich die Ergebnisse nur im Promillebereich; Einzelheiten und Empfehlung stehen beim Makro MASSEN.
Die Werte des letzten Aufrufs sind beim nächsten Mal die Vorgabe.
Das Protokoll
Der Kopf nennt Datum, Lagestatus, Zone, Rasterweite, Höhenquelle, das Rechenmodell und die gewählte Soll-Höhe. Danach folgt je Fläche ein Block mit derselben Gliederung wie die Ergebnisliste Massenberechnung:
- eine Tabelle MIN / MITTEL / MAX für Ist (Gelände), Soll (Planum) und Ist − Soll,
- Fläche (CAD) — die geometrische Fläche des Umrings,
- Fläche (Raster) — die aus dem Rechenraster aufsummierte Fläche; weil die Randzellen exakt geschnitten werden, stimmt sie mit Fläche (CAD) überein,
- Aussparungen — Anzahl der berücksichtigten Innenringe (nur wenn vorhanden),
- davon ohne Höhe — Flächenanteil, für den keine Kachel vorlag,
- Fläche Abtrag und Fläche Auftrag — die Flächenanteile, auf denen das Gelände über bzw. unter dem Planum liegt,
- Abtrag (Ist über Soll), Auftrag (Ist unter Soll) und Netto (Abtrag − Auftrag).
Bei mehreren Flächen folgt am Ende der Block Summe aller Flächen. Den Abschluss bilden die Rechenzeit, der Hinweis auf die Prismenmethode und der Genauigkeitsvermerk zu den DGM-/DOM-Höhen.
Wird der Lauf abgebrochen, endet das Protokoll mit Abgebrochen.; liegt eine Fläche ganz außerhalb der Kacheln, steht dort nicht berechnet mit dem Grund.
Rechenmodell
Über die Umschließende der Fläche wird ein Raster gelegt. Zellen am Rand werden exakt geschnitten: Der Umring wird auf das Zeilenband und dann auf das Zellquadrat beschnitten, Innenringe gehen negativ ein — die Rasterfläche entspricht deshalb der geometrischen Fläche. Aus dem Raster entsteht das Volumen je nach gewähltem Rechenmodell entweder als Rasterprisma je Zelle (Höhen in der Zellmitte) oder als Dreiecksprisma über der Vermaschung der Rasterknoten.
- Der Umring wird ins Kachelsystem umgerechnet; in Altsystemen über die NTv2-Transformation. Die Werte sind daher in UTM- und in GK-Projekten gleich.
- Bögen im Umring werden als Punktfolge verarbeitet.
- Höhen aus DGM und DOM sind Näherungen (Genauigkeit je Kachel etwa ±0,15 m).
Unterschied zum Makro MASSEN
| Massenberechnung aus DGM (CAD) | Makro MASSEN | |
|---|---|---|
| Umring | markierte CAD-Flächen, mit Aussparungen | Punktliste aus koordinierten Punkten, ohne Aussparungen |
| mehrere Flächen | ja, mit Summe | eine Fläche je Makro |
| Ist-Fläche | immer DGM | DGM oder Vermaschung der Umringpunkte |
| Rechenmodell | Rasterprismen oder Dreiecksprismen (TIN), Vorgabe TIN | dasselbe über MODELL = RASTER|TIN, ohne Angabe Rasterprismen
|
| dauerhaft im Projekt | nein — nur Protokoll und Zwischenablage | ja, als Makro in der Messwerttabelle; wird bei jedem Übersetzen neu gerechnet |
| Darstellung im CAD | keine | Umring, Beschriftung, Nachweis und Bemerkung auf eigenen Folien |
Kurz: Die CAD-Variante ist die schnelle Auskunft an vorhandenen Flächen, das Makro der dokumentierte, mitgeführte Nachweis.
Siehe auch
- Das Makro MASSEN
- Das Dialogfenster Massenberechnung
- Die Ergebnisliste Massenberechnung
- Digitales Geländemodell im CAD
- Das Dialogfenster DGM-Verwaltung
