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Netz Menü-Der Netzausgleich: Unterschied zwischen den Versionen

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Schalter Sätze/Strecken mitteln (NSM/NSE)
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| ''Maßstab frei'' || Führt einen zusätzlichen, gemeinsamen Maßstab für alle Streckenbeobachtungen als Unbekannte in die Ausgleichung ein. Das Protokoll weist ihn als ''Maßstab aus Streckenmessung'' aus. || <code>,NM</code>
| ''Maßstab frei'' || Führt einen zusätzlichen, gemeinsamen Maßstab für alle Streckenbeobachtungen als Unbekannte in die Ausgleichung ein. Das Protokoll weist ihn als ''Maßstab aus Streckenmessung'' aus. || <code>,NM</code>
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| ''Sätze/Strecken mitteln'' || Mittelt die Beobachtungen vor der Ausgleichung, wie es VwVLV BW Nr. 42.1 verlangt:
* Je Standpunkt entsteht '''ein''' Mittelsatz mit '''einer''' Orientierungsunbekannten. Die Richtungen sind das Mittel der Richtungsdifferenzen zum ersten Ziel, die Strecken das Mittel über alle Sätze.
* Mehrfach gemessene Strecken (Hin- und Rückmessung, Wiederholungsmessung) gehen als '''ein''' Mittelwert ein. Er steht bei der zuerst aufgeführten Beobachtung; bei der Gegenrichtung bleibt nur die Richtung.
* Die Standardabweichungen a priori bleiben die der Einzelbeobachtung.
* Eine Richtung, die in keinem Satz zusammen mit dem ersten Ziel gemessen wurde, fällt im Mittelsatz weg (Warnung 297).
Ohne Haken geht jeder Satz mit eigener Orientierungsunbekannten und jede Strecke einzeln ein. Voreinstellung: in Baden-Württemberg gesetzt, sonst nicht.
| <code>,NSM</code> / <code>,NSE</code>
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| ''normalverteilte NV'' || Die normierten Verbesserungen werden als normalverteilt behandelt (Baarda-Test) statt als t-verteilt. Die Voreinstellung kommt aus den [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler-Optionen]]. || <code>,NNV</code>
| ''normalverteilte NV'' || Die normierten Verbesserungen werden als normalverteilt behandelt (Baarda-Test) statt als t-verteilt. Die Voreinstellung kommt aus den [[Optionen Menü-Compiler - Optionen-Die Compiler - Optionen Ausgleichung|Compiler-Optionen]]. || <code>,NNV</code>

Version vom 30. September 2026, 16:39 Uhr

Gleicht ein Lagenetz streng aus (vermittelnde Ausgleichung nach der Methode der kleinsten Quadrate). Grundlage sind die Richtungen und Strecken der Netzmessungen des Projekts, auf Wunsch ergänzt um Kreiselazimute und Spannmaße. Das Ergebnis steht in der Ergebnisliste Netzausgleich; in der Messwertdatei wird die Berechnung als Makro NETZAUSGLEICH gespeichert.

Aufruf: Menü Netz → Netzausgleich.

Es ist dasselbe Fenster wie beim Netzausgleich - Höhen und beim Nivellement; nur die Lage-Ausgleichung bietet die Registerkarten Richtungen, Polarstrecken, Kreisel-Azimute und Spannmaße sowie die Schalter Freies Netz und Maßstab frei.

Der Kopf des Fensters

Feld Bedeutung
Layer Nummern der Netzmessungs-Layer, deren Messungen in die Ausgleichung eingehen. In den Punktauswahlmasken erscheinen dann nur die in diesen Layern gemessenen Punkte (z. B. NETZMESSUNG, L=1 …).
FR-Akte Kennzeichnet die Berechnung für die Fortführungsrissakte. In Sachsen-Anhalt gibt es den Schalter nicht.
Setze alle Standardabweichungen Belegt die Standardabweichungen aller Beobachtungen mit den Vorgabewerten.

Registerkarte Netz

Netzpunkte

Wählen Sie hier die auszugleichenden Netzpunkte einschließlich der Festpunkte.

Standardabweichungen der Beobachtungen

Die durch das Messgerät (Device) gegebenen Standardabweichungen können hier überschrieben werden.

Feld Einheit Bedeutung
Richtungen gon Standardabweichung einer gemessenen Richtung
Zieleinstellung m Standardabweichung der Zieleinstellung (Zentrierung von Instrument und Ziel)
Strecken absolut m konstanter Anteil der Streckenstandardabweichung
Strecken relativ ppm streckenabhängiger Anteil

Festpunkte

Die Festpunkte (Anschlusspunkte) sind eine Untermenge der Netzpunkte: die identischen Punkte im Zielkoordinatensystem. Neben Nummerierungsbezirk und Punktnummer tragen Sie ein:

  • Standardabweichungen – endgültig (m): Standardabweichung der Koordinaten in der endgültigen Ausgleichung. 0 hält den Punkt fest (Anschlusszwang); ein Wert größer 0 führt die Koordinaten als Beobachtung ein – der Punkt ist dann ein beweglicher Anschlusspunkt und erscheint im Protokoll unter Bewegliche Festpunkte.
  • Standardabweichungen – vorläufig (m): Standardabweichung für die vorläufige Ausgleichung (Kontrollrechnung). Ist für keinen Festpunkt ein vorläufiger Wert gesetzt, wird keine vorläufige Ausgleichung gerechnet.
  • Koordinaten verändern: Kennzeichnet Festpunkte, deren Koordinaten die Ausgleichung verändern darf.

Voreinstellungen für die Standardabweichungen der Festpunkte legen Sie in den Compiler-Optionen Ausgleichung fest.

Hinweis: In Baden-Württemberg sollen die Landeskoordinaten neuer AP in einer Ausgleichung mit beweglichen Anschlusspunkten berechnet werden; als Standardabweichung a priori der Anschlusspunkte kann 0,01 m angesetzt werden (VwVLV BW Nr. 42.5). Eine Ausgleichung mit Anschlusszwang (Standardabweichung 0) ist zu rechnen, wenn die Abweichung an mindestens einem Anschlusspunkt 0,03 m übersteigt und die Koordinaten des Anschlusspunktes nachweislich zutreffen.

Schalter

Schalter Wirkung im Makro
Alle Punkte Stellt auch Punkte, die im Projekt bestimmt wurden, als Festpunkte zur Auswahl (z. B. aus einer GNSS_NETZMESSUNG). Ab Werk gesetzt. –
Freies Netz Freie Netzausgleichung, siehe unten. ,FVA
Maßstab frei Führt einen zusätzlichen, gemeinsamen Maßstab für alle Streckenbeobachtungen als Unbekannte in die Ausgleichung ein. Das Protokoll weist ihn als Maßstab aus Streckenmessung aus. ,NM
normalverteilte NV Die normierten Verbesserungen werden als normalverteilt behandelt (Baarda-Test) statt als t-verteilt. Die Voreinstellung kommt aus den Compiler-Optionen. ,NNV

Freies Netz

Bei gesetztem Schalter Freies Netz rechnet VermCad eine freie Netzausgleichung: Für die Koordinaten der Festpunkte werden keine Zwangs- oder Beobachtungsgleichungen geführt. Die Berechnung verläuft im Wesentlichen so, als würden Sie alle Festpunkte mit dem Flag o verwerfen; die Festpunkte lagern und orientieren das Netz nur.

  • Eine freie Ausgleichung ist auch ohne oder mit nur einem Festpunkt möglich. Ohne Festpunkte liegen die Koordinaten in der Nähe des Nullpunkts; sonst dienen die eingelesenen Festpunkte als Startnäherung, und das Ergebnis liegt in ihrer Nähe.
  • Wie bei einem mit o verworfenen Festpunkt werden veränderte Koordinaten der Festpunkte nur übernommen, wenn Sie das bei Koordinaten verändern anweisen.
  • Das freie Netz zeigt, wie gut die Beobachtungen untereinander zusammenpassen – unbeeinflusst von Spannungen im Festpunktfeld. Es eignet sich deshalb, um grobe Fehler in den Beobachtungen zu suchen.

Weil die Festpunkte nicht in die Ausgleichung eingehen, liefert das freie Netz keine Standardabweichungen der Punkte: Fehlerellipsen, sX, sY, sL und der EKP (Berlin) entfallen, und das Produkt EF*SP (Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen) kann nicht gebildet werden. Das Protokoll weist mit einer Hinweiszeile darauf hin (siehe Freies Netz im Protokoll).

Hinweis: In Baden-Württemberg ist die freie Ausgleichung nach VwVLV BW Nr. 43.7 ein Untersuchungswerkzeug, wenn Grenzwerte der Berechnung oder der statistischen Überprüfung nicht eingehalten sind. Nach Abschluss der Untersuchung ist mit beweglichen Anschlusspunkten nach Nr. 42.5 zu rechnen – erst dieses Protokoll enthält die nach Nr. 43.5 geforderten EF*SP-Werte. Schalten Sie Freies Netz vor der Abgaberechnung also wieder ab.

Nicht zu verwechseln mit der globalen Option $FN bzw. dem Blockkopf-Parameter ,FN: Diese lassen nur eine freie Reihenfolge der Datensätze in Netzmessungen zu und haben mit der freien Ausgleichung nichts zu tun.

Registerkarten Richtungen und Polarstrecken

Hier geben Sie einzelne Standardabweichungen für gemessene Richtungen bzw. Strecken vor – abweichend von den Vorgaben der Registerkarte Netz. Ein großer Wert (z. B. 99) setzt eine Beobachtung praktisch außer Kraft.

Auf der Registerkarte Polarstrecken verwirft der Schalter Alle Strecken zwischen Festpunkten verwerfen alle Strecken zwischen zwei Festpunkten, die beide unter Zwang (Standardabweichung 0) stehen (Makro-Parameter ,DFHD).

Registerkarte Kreisel-Azimute

Wurden zusätzlich Kreisel-Azimute bestimmt, geben Sie diese hier mit ihrer Standardabweichung ein.

Registerkarte Spannmaße

Hier können zusätzliche Spannmaßkontrollen eingegeben werden.

Fuß des Fensters

Feld Bedeutung
Fehler aus Die Berechnung meldet Überschreitungen nicht als Fehler. Der Schalter ist gesperrt, wenn das Projekt Berechnungsfehler ohnehin ignoriert.
Deaktiviert Das Makro bleibt in der Messwertdatei stehen, wird aber nicht gerechnet.
Nachweis, Bemerkung Freitexte, die in die Ergebnisliste übernommen werden.

Einstellungen, die es nur im Makro gibt

Einige Einstellungen haben keinen Schalter im Dialog und werden im Quelltext der Messwertdatei im Kopf des Makros NETZAUSGLEICH gesetzt, u. a. ,DEA_EFSP (EP und EF*SP nicht berechnen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen), ,DEA_EKP (EKP nicht berechnen, Berlin) und ,NAE = n (Anzahl der Näherungsiterationen). Der Dialog lässt diese Angaben beim Speichern unverändert.

Siehe auch



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