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Die GSI (GRE) - Schnittstelle

Aus VermCAD Hilfe Wiki

Diese Seite regelt die Verwendung der Codeblöcke in einer GSI(GRE)-Datei. Die Messblöcke (WI11) enthalten im ersten Wort immer das Punktkennzeichen und in allen weiteren Wörtern die Messwerte entsprechend der verwendeten Tachymetereinstellungen.

Alle hier nicht aufgeführten Felder sind im Abschnitt Allgemeines erklärt.

Steuerung

Unterschiedliche Steuerungen sollen unterschiedliche Gewohnheiten im Außendienst unterstützen. Manche mögen draußen so wenig wie möglich tippen, andere wiederum fast das komplette Feldbuch in der GSI-Datei wiederfinden.

Im Wesentlichen unterscheiden sich die Steuerungen nach der Position des Punktkennzeichens für den Standpunkt (Standpunktnummer).

einfach

Die Standpunktnummer befindet sich immer in WI11 oder WI41.

Die einfachste Steuerung erfordert überhaupt keine Einträge auf der GSI-Seite, mit Ausnahme vielleicht des Punktkennzeichens. Sie kommt völlig ohne Codeblöcke aus. Ein Standpunkt wird an einem Messblock erkannt, der keine Daten, also nur WI11 enthält.

Verständlicher ist es dagegen, auf der GSI-Seite explizit zu beschreiben, wo sich welche Informationen befinden. Dabei sollten Codeblöcke der besseren Übersicht wegen zumindest für die Eröffnung eines Standpunktes verwendet werden.

Da die Standpunktnummer in WI41 übergeben wird, müssen Sie zuerst entscheiden, ob Sie Standpunktnummern mit positivem oder negativem Vorzeichen verwenden. Entsprechend macht nur eine Zeile in der Code-Liste mit positivem oder negativem Code (Empfehlung: +1 oder -1) Sinn. Alle anderen Codes, Null oder mit entgegengesetztem Vorzeichen, sind frei verfügbar, z.B. für Symbole oder Exzentrizitäten. Die entsprechenden Codeblöcke sind in der GSI-Datei jeweils vor dem entsprechenden Messblock aufzuführen.

Standardmäßig werden positive Standpunktnummern erwartet. Wenn Sie mit negativen Standpunktnummern arbeiten, müssen Sie eine Code-Zeile mit negativem Code definieren und im Feld 41 „Standpunktnummer“ auswählen. Soll WI41 auch für andere Informationen verwendet werden, ist das Feld Maske für WI41 entsprechend auszufüllen.

Die einfache Steuerung empfiehlt sich für denjenigen Benutzer, der sich im Außendienst auf die nötigsten Eingaben beschränken möchte.

erweitert

Die Standpunktnummer befindet sich in WI11, in einem Rem-Wort oder in einem beliebigen Wort des Codeblockes. Das Vorzeichen dieses Wortes ist ohne Bedeutung. Welches Wort Sie für den Standpunkt in Zusammenhang mit welchem Code verwenden, müssen Sie in der Code-Liste beschreiben.

Geltungsbereich von Code-Informationen

Alle für einen Punkt bestimmten Informationen (Symbol, Exzentrizität,...) sind bei beiden Steuerungen vor dem Messblock bzw. bei Verwendung von Rem-Wörtern WI71, WI72,... im Messblock einzugeben.

Reflektorhöhen und Symbole wirken so lange, bis sie wieder verändert werden oder ein neuer Standpunkt beginnt. Alle anderen Informationen, insbesondere Exzentrizitäten, betreffen nur den nachfolgenden Punkt und werden anschließend sofort wieder zurückgesetzt.

Zusätzlich kann in der Liste TS jedem Code eine weitere Punkteigenschaft zugeordnet werden, die den gleichen Geltungsbereich wie der Code hat.

Codierung des Messvorganges

Wenn Sie in einem der Felder 71,... oder 41,... die Information „Messvorgang“ auswählen, müssen Sie hier dem entsprechenden Code die Art des Messvorganges zuordnen.

Die Art des Messvorganges legt die Überschrift eines Messblockes in der MWT-Datei fest (MESSUNG, NETZMESSUNG,...). VermCad entscheidet sich übrigens automatisch für NETZMESSUNG, falls während des Einlesens von Daten zwei Fernrohrlagen erkannt werden. Manchmal kann aber auch die explizite Codierung des Messvorganges sinnvoll sein, insbesondere für Sicherungsvermessungen in Sachsen-Anhalt.

WI71, 72, 73, 74

Falls Sie die REM-Wörter 71 bis 74 für zusätzliche Informationen (Symbol / Punktcodes, Exzentrizitäten,...) verwenden, wählen Sie in diesen Feldern die entsprechenden Einträge aus.

Maske für WI11, WI41 bzw. WI71

Die Wörter 11, 41 und 71 können unterteilt werden in einen Code- und einen Informationsteil. Für die Definition der entsprechenden Belegung benutzen Sie die folgenden Zeichen:

t Code
i Information

Als eventuell noch benötigtes Trennzeichen ist '0' erlaubt.

Die Maske tttiiiii bedeutet z.B., dass die ersten drei Zeichen den Code verschlüsseln, dessen nähere Bedeutung in der Liste TS oder Code definiert wird, und die folgenden fünf Zeichen eine zugeordnete Information enthalten, z.B. einen Punktcode; eine Reflektorhöhe oder eine Exzentrizität. Haben Sie z.B. dem entsprechenden Code unter TS die Bedeutung Messung zugewiesen, wird iiiii als Reflektorhöhe interpretiert.

Leere Maske für WI11

Normalerweise wird das erste Wort eines Messblockes nur für das Punktkennzeichen verwendet. Nur wenn zusätzlich auch Codes (Tachymeterschlüssel) in diesem Wort eingesetzt werden, muss die Maske etwa durch ttiiiiii ausgefüllt werden.

Leere Maske für WI41 Ist die Maske leer, wird davon ausgegangen, dass WI41 entweder nur einen Code oder das Punktkennzeichen des Standpunktes (einfache Steuerung) enthält.

Enthält die Maske kein t, sondern ausschließlich i, sind nur zwei Code-Zeilen relevant, nämlich jeweils die erste mit negativem bzw. positivem Code, die dem Vorzeichen von WI41 entsprechen.

Leere Maske für WI71

Kein Eintrag in dieser Maske bedeutet, das WI71 ausschließlich als Informationsfeld verwendet wird, d.h. die Standardbelegung ist hier genau umgekehrt wie beim Feld WI41.

Maske für WI71 einem anderen Wort zuordnen

Codes werden immer nur in einem Wort übergeben. Standardmäßig ist dafür das Wort 71 vorgesehen. Wenn statt dessen eines der Wörter 72 bis 74 verwendet werden soll, ändern Sie die Überschrift in "Maske für WI72" oder "..73" oder "..74". In das nicht unmittelbar sichtbare Eingabefeld gelangen Sie durch Mausklick auf 71 oder mit der TAB-Taste.

Symbol/Punktcode

Für jedes Code- bzw. REM-Wort, in dem Sie "Symbol/Punktcode" ausgewählt haben, müssen Sie hier entsprechend der im Abschnitt Allgemeines erläuterten Regeln die zugehörige Maske definieren. Haben Sie mehrere Wörter belegt, müssen die einzelnen Masken durch Semikolon voneinander getrennt werden. Die Zuordnung der Masken zu den Wörtern geschieht fortlaufend von links nach rechts.

Beispiel

WI42 Symbol/Punktcode avvv
WI45 Symbol/Punktcode sss
Eintrag: avvv;sss

Exportformat

Beim Import von Daten erkennt VermCad selbständig, ob die Daten in einem Wort 8 oder 16 Byte breit sind. Wenn Sie beim Export von Daten noch beide Formate benötigen, wählen Sie variabel aus. Dann werden Sie unmittelbar vor dem Speichern von Daten nach dem Format gefragt. Andernfalls stellen Sie Ihr gewünschtes Format hier fest ein. LQP steht für "Leica Quality Protocol". Dann werden zusätzlich Projektinformationen in die GSI-Datei geschrieben.

TS     Bedeutung

Dieses Feld erlaubt zusätzliche Angaben zu den verwendeten Codes wie Anschlusspunkt, abgesteckter Punkt oder Kontrollmessung.

Für die erweiterte Steuerung entspricht ein Eintrag in der Liste TS demselben Eintrag der Liste Code. Bei einfacher Steuerung ist diese Liste nur dann wirksam, wenn Sie in den Masken für WI11 oder WI71 einen Code-Teil definiert haben (vgl. Maske für WI11).

Mit der rechten Maustaste oder der Einfg-Taste kann die Liste gezoomt werden.

Code

In den Code-Feldern definieren Sie den Inhalt der Codeblöcke. Es werden bis zu dreistellige Codes unterstützt. An welcher Stelle der Code im Code-Wort 41 eingetragen ist, legen Sie im Feld Maske für WI41 fest. Ist diese Maske leer, entspricht das gesamte Wort dem Code. Alle anderen Wörter 42,...,48 können mit den verfügbaren Informationen (Auftragsnummer, Datum, Zeit, Symbol, Exzentrizität,...) belegt werden. Zusätzlich können einem Code in der Liste TS weitere Punkteigenschaften zugeordnet werden.

Mit der rechten Maustaste oder der Einfg-Taste kann die Liste gezoomt werden.

LQP-Steuercodes(903): In Absprache mit Leica sind für die VermCad-LQP-Formatvorlage feste WI-Codes definiert worden:
Tachymeter:
Code 58: Reflektorkonstante
Code 76: Fernrohrlage; Werte 1, 2 und 3(für beide) möglich
Code 77: Reflektorname
Code 78: Längs-Exzentrizität (schon angebracht; nur zur Kontrolle)
Code 79: Quer-Exzentrizität (schon angebracht; nur zur Kontrolle)

GNSS:
Code 76: PDOP
Code 77: 2D Qualität
Code 78: 3D Qualität
Code 79: Beobachtungszeitdauer im Format 'hhmmsshhmmss'

Kartesische Koordinaten berücksichtigen

Normalerweise werden in jedem Messblock die polaren Messelemente registriert (WI21, WI22, WI31). Beim Import von Rohdaten ignoriert VermCad alle kartesischen, insbesondere per Hand eingegebenen Koordinaten. Falls Sie Rohdateien mit nur registrierten kartesischen Koordinaten - was nicht empfohlen wird - importieren möchten, muss diese Option gewählt werden.

Kartesische Koordinaten bevorzugen

VermCad bevorzugt beim Import von Rohdaten stets registrierte Messwerte, d.h. ignoriert kartesische Koordinaten in einem Datensatz, der auch Polarkoordinaten enthält. Wenn Sie genau umgekehrtes Verhalten wünschen, markieren Sie diese Option.

Meter oder Millimeter in Code-Wörtern

Die Werte der Reflektorhöhen, Exzentrizitäten usw. werden in Millimeter interpretiert, solange kein Dezimalpunkt verwendet wird. Trifft VermCad auf einen Eintrag mit Dezimalpunkt, wird für alle folgenden Werte auf Meter umgeschaltet.

Allgemeiner Hinweis zur Orientierung

Dies gilt unabhängig von
der eingestellten
Steuerung.
Ist bei freier Stationierung im Standpunktsatz die Orientierungsunbekannte
(WI25) aufgeführt, werden alle zuvor registrierten Anschlussrichtungen um
diese korrigiert.


Siehe auch

Datei - Formate Allgemeines



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