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Das Dialogfenster Ebenheit

Aus VermCAD Hilfe Wiki
Version vom 11. September 2026, 07:50 Uhr von Claude (Diskussion | Beiträge) (Ausgebaut und richtiggestellt: Aufrufweg über die Liste, Stichmaß je Richtung als Kennzeichen statt Fehlermeldung, Messschrittweite als Nummernabstand zum Nachbarn (Y = Punkte je Reihe), Mindestwerte und Vorbelegung, Meldung bei gleicher Schrittweite; Fassaden-Umweg durch Verweis auf die Berechnung Fassade ersetzt)

In diesem Dialogfenster wird eine Berechnung Ebenheitsprüfung angelegt oder geändert. In Anlehnung an DIN 18201 und DIN 18202 wird ein Raster über eine rechteckige Fläche gelegt. Die Höhen der Rasterpunkte werden ausgewertet.


Aufruf

Rechnen → Ebenheitsprüfung öffnet zunächst die Ergebnisliste Ebenheit (Fenster Prüfung der Ebenheit) mit allen vorhandenen Berechnungen dieser Art. Das Dialogfenster erscheint erst, wenn dort eine neue Berechnung eingefügt oder eine vorhandene geändert wird; seine Titelzeile lautet Prüfung der Ebenheit mit der Nummer der Berechnung.

Der Eintrag heißt in allen Ausgaben Ebenheitsprüfung. Er ist nur wählbar, wenn ein MWT-Projekt geöffnet ist und mindestens ein Punkt eine Höhe hat.

Wie geprüft wird

Für jeden Rasterpunkt vergleicht VermCad seine Höhe mit den Höhen seiner beiden Nachbarpunkte — einmal in Y-, einmal in X-Richtung. Welche Punkte als Nachbarn gelten, legt die Messschrittweite fest (siehe unten). Das Stichmaß ist die Höhe des mittleren Punktes minus dem Mittel der Höhen der beiden Nachbarn:

  • positiv — der Punkt liegt höher als die Verbindung seiner Nachbarn (Buckel),
  • negativ — er liegt tiefer (Mulde).

Die Auswertung erfolgt getrennt in Y- und in X-Richtung (Spalten dZ(Y) und dZ(X) der Ergebnisliste). Maßgeblich ist das dem Betrag nach größere der beiden Stichmaße (Spalte dZ). Überschreitet es die Toleranz, kennzeichnet die Ergebnisliste den Punkt mit !!!. Die Berechnung bricht deswegen nicht ab — es ist eine Kennzeichnung, keine Fehlermeldung.

Punkte am Rand des Rasters haben in der Richtung, in der ihnen ein Nachbar fehlt, kein Stichmaß. Dasselbe gilt, wenn ein Nachbarpunkt keine Höhe hat. Rasterpunkte ohne Höhe fehlen in der Ergebnisliste ganz. Die Höhen sucht VermCad zuerst unter den gemessenen, danach unter den eingegebenen Punkten.

Die Felder

Alle Felder stehen in der Gruppe Rasterdefinition Ebenheit.

Feld Bedeutung
Start- Eckpunkt der Rasterpunkt mit der kleinsten Nummer (im Beispiel unten die 0). Aus seiner Nummer bildet VermCad die Nummern aller übrigen Rasterpunkte; sie müssen im selben Nummerierungsbezirk liegen (in Brandenburg und Berlin zusätzlich mit derselben Punktart). Pflichtfeld.
Anzahl Rasterpunkte Y / Anzahl Rasterpunkte X die Rastergröße: Anzahl der Rasterpunkte in Y- und X-Richtung (im Beispiel 4 × 5). Je Richtung mindestens 3. Pflichtfelder.
Messschrittweite Y / Messschrittweite X der Unterschied der Punktnummern zwischen einem Rasterpunkt und dem Nachbarn, gegen den in dieser Richtung geprüft wird. Die beiden Werte müssen verschieden sein. Pflichtfelder, jeweils ab 1. Näheres im Abschnitt Nummerierung des Rasters.
Punktabstand Y [m] / Punktabstand X [m] Haben die Punkte keine Lagekoordinaten, kann der Punktabstand angegeben werden, um eine grafische Darstellung zu ermöglichen. VermCad setzt die Punkte dann vom Start-Eckpunkt aus in diesen Abständen; Punkte mit Lagekoordinaten behalten ihre Lage. Darf leer bleiben.
Toleranz [m] die zulässige Abweichung, gegen die das Stichmaß dZ geprüft wird. Bei einer neuen Berechnung ist 0,01 m vorbelegt. Pflichtfeld.

Nummerierung des Rasters

Die Rasterpunkte stehen nicht einzeln im Dialogfenster — VermCad errechnet ihre Nummern aus dem Start-Eckpunkt. Das setzt eine fortlaufende, rein zahlenmäßige Nummerierung voraus:

  • vom Start-Eckpunkt aus folgen in X-Richtung so viele Nummern aufeinander, wie unter Anzahl Rasterpunkte X steht,
  • die nächste Reihe beginnt eine Y-Stufe weiter mit der folgenden Nummer, und so fort bis zur Anzahl Rasterpunkte Y.

Beispiel: Raster 4 × 5 mit dem Start-Eckpunkt 0 — in X-Richtung laufen die Nummern 0 bis 4, die nächste Reihe beginnt mit 5.

Daraus ergeben sich die Messschrittweiten:

  • In X-Richtung liegen die Nachbarn um 1 auseinander (im Beispiel: 6 gegen 5 und 7). Messschrittweite X = 1.
  • In Y-Richtung liegen sie um eine ganze Reihe auseinander, also um die Anzahl Rasterpunkte X (im Beispiel: 6 gegen 1 und 11). Messschrittweite Y = 5.

Soll statt des unmittelbaren der übernächste Punkt als Nachbar dienen, verdoppelt man die jeweilige Schrittweite (X: 2, im Beispiel Y: 10). Die Linie spannt dann fünf statt drei Rasterpunkte; die beiden dazwischen gehen nicht in das Stichmaß ein.

Hinweis: Trägt man Anzahl Rasterpunkte Y ein, während Messschrittweite Y noch leer ist, setzt das Dialogfenster dort denselben Wert ein. Das passt nur bei einem quadratischen Raster. Im Beispiel (4 × 5) würde so 4 statt 5 eingetragen — die Stichmaße in Y-Richtung wären dann gegen falsche Punkte gerechnet. Bitte den vorgeschlagenen Wert immer gegen die Nummerierung prüfen.

Übriges

Bedienelement Wirkung
Ändern wählt den Start-Eckpunkt aus. Weitere Punktlisten gibt es in diesem Dialogfenster nicht, deshalb fehlen Einfg und Entf.
Fehler aus, Deaktiviert wie in allen Berechnungs-Dialogfenstern, siehe Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern.
Nachweis, Bemerkung freie Texte für den Blockkopf des Makros.

Was geprüft wird

Meldung Auslöser
Kann Rasterstruktur nicht auflösen; Messschrittweite falsch definiert: Schrittweite Y muss <> Schrittweite X sein Messschrittweite Y und X sind gleich. Der Schreibzeiger springt auf Messschrittweite Y.

Leere Pflichtfelder lässt das Dialogfenster nicht zu. Eine Überschreitung der Toleranz ist kein Fehler, sondern erscheint nur als Kennzeichen in der Ergebnisliste.

Ebenheit einer Fassade

Die Ebenheitsprüfung wertet Höhen aus und ist damit für waagerechte Flächen gedacht (Bodenplatte, Decke). Für eine senkrechte Fläche gibt es die Berechnung Fassade: Sie klappt die Fassadenpunkte um eine Achse in ein eigenes Koordinatensystem. Dort steht der Abstand jedes Punktes von der senkrechten Ebene durch die Achse als Höhe. Im CAD lässt sich dieses Koordinatensystem darstellen und die Höhe als Punkttext ausgeben — so sieht man sofort, welche Punkte herausstehen und welche tiefer liegen.

Siehe auch



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