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Die XML-Nummernreservierung Schnittstelle

Aus VermCAD Hilfe Wiki
Version vom 3. September 2026, 13:01 Uhr von Claude (Diskussion | Beiträge) (Wirkung der Punktkennzeichen-Maske ausführlich erklärt (Zerlegung der Ziffernfolge, Sonderweg der BW-Ausgabe nach Nummernlänge) und die Felder der Registerkarte einzeln beschrieben)

Über diese Schnittstelle liest VermCad die Nummern ein, die Ihnen das Katasteramt reserviert hat – Punktnummern, Flurstücksnummern, Veränderungsnummern und Fortführungsrisskennungen. Die Reservierungen kommen als XML-Datei (NAS) vom Amt; geschrieben wird in diesem Format nicht.

Die Schnittstelle stammt ursprünglich aus Thüringen und steht seit Februar 2012 in allen Landesausgaben zur Verfügung.

Die Felder der Registerkarte

Feld Was es bei diesem Format bewirkt
1. Typ, 2. Typ, 3. Typ Dateiendungen, an denen VermCad das Format erkennt. Voreingestellt sind NAS, XML und ZIP – dieselben Endungen wie bei der NAS-Schnittstelle, weil beide Wege dieselben Reservierungen einsammeln. Beim Erkennen einer Datei durchsucht VermCad alle Formate erst nach dem 1., dann nach dem 2., dann nach dem 3. Typ.
Punktkennzeichen Die entscheidende Einstellung dieser Registerkarte – siehe unten.
Import-Export - Verzeichnis Startverzeichnis, das der Öffnen-Dialog beim Einlesen einer Reservierungsdatei vorschlägt.
Deaktiviert Die Registerkarte bleibt mit allen Einträgen erhalten, das Format verschwindet aber aus den Datei-Auswahllisten.

Ein Feld Name gibt es auf dieser Registerkarte nicht, ebenso wenig eine Maske für den Symbol- bzw. Punktcode oder die Felder für hi/hr – eine Reservierungsdatei enthält keine Messwerte.

Das Punktkennzeichen

Die reservierten Nummern stehen in der XML-Datei als eine ungetrennte Ziffernfolge. Die Maske entscheidet, wo VermCad diese Folge zerlegt: Sie sucht darin den zusammenhängenden Bereich der Zeichen n (Nummerierungsbezirk) und den der Zeichen p (Punktnummer) und schneidet die gelesene Nummer an genau diesen Stellen.

Daraus folgt:

  • Die Maske muss beide Bereiche enthalten. Fehlt einer, kann VermCad die Nummern nicht zerlegen und übernimmt sie nicht.
  • Führende Nullen der Punktnummer entfernt VermCad; bleibt dabei nichts übrig, wird die Punktnummer 0 verwendet.
  • Ist die Maske leer, gilt die Reservierungs-Standardmaske Ihrer Landesausgabe – nicht die allgemeine Standardmaske. Die beiden sind nicht dasselbe, weil die Ämter deutlich längere Kennzeichen reservieren.

In der Baden-Württemberg-Ausgabe geht VermCad zusätzlich nach der Länge der gelieferten Nummer vor: Bei 14 Ziffern gilt die Aufteilung Land (2) – Gemarkung (4) – Leitpunktnummer – Nenner, bei 15 Ziffern die Aufteilung der Kennziffer 3. Ist die Punktnummer länger als drei Stellen, setzt VermCad das übliche Trennzeichen zwischen Leitpunktnummer und Nenner. Passt die Länge zu keinem der Fälle, greift die Zerlegung über die Maske; fehlt dafür die Gemarkung, holt VermCad sie über einen kurzen Auftrags-Übersetzungslauf nach.

Was VermCad aus der Datei liest

Ausgewertet werden die Reservierungsergebnisse. Je nach Art der reservierten Nummer landet das Ergebnis an einer anderen Stelle:

Art der Reservierung Was VermCad damit macht
Punktkennungen schreibt sie in den Block RESERVIERTE_PUNKTNUMMERN der MWT-Datei
Flurstückskennungen schreibt sie in den Block RESERVIERTE_FLURSTUECKSNUMMERN der MWT-Datei
Veränderungsnummern übernimmt die Nummer als Rissnummer in den Auftragsblock und ergänzt bei Bedarf das Landesbezugsjahr. Ist bereits eine Rissnummer eingetragen, fragt VermCad, ob sie überschrieben werden soll; enthält die vorhandene Nummer Fragezeichen, überschreibt VermCad sie ohne Rückfrage.
Fortführungsrisskennungen übernimmt die Rissnummer in den Auftragsblock; die vorangestellte Gemarkung wird als Bemerkung angehängt.

Das Eintragen der Rissnummer in den Auftragsblock gibt es nur in den Landesausgaben Sachsen und Baden-Württemberg; Fortführungsrisskennungen liefert bisher nur Sachsen.

Nummern, die nicht zum erwarteten Aufbau passen, überspringt VermCad und vermerkt sie im Protokoll – der Import bricht deswegen nicht ab.

Siehe auch



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