Das Dialogfenster Behörden / Gemeinden u.a.
Im Dialogfenster Behörden / Gemeinden u.a. – in der Berliner Ausgabe Bezirke / Gemarkungen u.a. – pflegen Sie die Schlüsselverzeichnisse Ihrer Dienststelle: die Zuordnung von Schlüssel zu Bezeichnung für Behörden, Finanzämter, Gemeinden, Gemarkungen und Nutzungsarten. Aus diesen Verzeichnissen holt VermCad die Klartexte, wenn in den Auftragsdaten, in Listen oder in der Grafik zu einem Schlüssel der Name angezeigt werden soll.
Aufruf: Menü Optionen → Katalogdaten (nicht ALKIS)…. Der Menüpunkt heißt anders als das Fenster – gemeint ist derselbe Dialog.
Hinweis: Nicht zu verwechseln mit den ALKIS-Katalogdaten: jene kommen aus der ALKIS-Katalogdatenbank des Landes und werden nicht hier gepflegt, sondern unter ALKIS-Katalogdaten.
Wo die Verzeichnisse gelten
Die Schlüsselverzeichnisse gehören zu den globalen Vorgaben – wie die Compiler-Optionen, die Symboldefinitionen oder die Datei-Formate. Sie werden nicht im Projekt gespeichert, sondern zentral abgelegt und beim Programmstart geladen; sie gelten damit für alle Projekte, die mit dieser Konfiguration arbeiten.
Die Registerkarten
Der Dialog hat für jeden Katalog eine eigene Karte. Welche Karten erscheinen, hängt von der Landesausgabe ab:
| Karte | Spalten | Schlüssel | vorhanden in |
|---|---|---|---|
| Behörde / KA | Schlüssel, Behörde / KA | 4-stellig | allen Ausgaben außer Berlin |
| Finanzamt | Schlüssel, Finanzamt | 4-stellig | allen Ausgaben außer Berlin |
| Gemeinde (Berlin: Bezirk) | Schlüssel, Gemeinde | 8-stellig | allen Ausgaben |
| Gemarkung | Schlüssel, Gemarkung, Gemeinde, Behörde, Finanzamt | 6-stellig | allen Ausgaben (Spalten je nach Land, siehe unten) |
| Nutzungsart | Schlüssel, Abkürzung, Bezeichnung | landesabhängig | allen Ausgaben |
| Regionalbereich | Schlüssel, Regionalbereich | 4-stellig | nur Sachsen-Anhalt |
In Berlin entfallen die Karten Behörde / KA und Finanzamt; die Gemeinde-Karte heißt dort Bezirk.
Die Karte Gemarkung verweist auf die anderen Karten
Die Gemarkungs-Karte ist die einzige, die Verbindungen herstellt. Neben Schlüssel und Gemarkungsname stehen dort Auswahlfelder, die ihre Einträge aus den anderen Karten beziehen: Gemeinde aus der Gemeinde-Karte, Behörde aus der Behörden-Karte, Finanzamt aus der Finanzamt-Karte. Deshalb füllen Sie diese Karten sinnvollerweise zuerst – erst dann haben die Auswahlfelder etwas anzubieten. Die Zuordnungsfelder dürfen leer bleiben.
Zwei Ausgaben haben hier eine zusätzliche Spalte: Sachsen die zweistellige Ziffernangabe ZST (zuständige Stelle), Sachsen-Anhalt ein Auswahlfeld Regionalbereich. ZST ist also keine eigene Karte, sondern eine Spalte der Gemarkungs-Karte.
Wechseln Sie auf die Gemarkungs-Karte, frischt VermCad die Auswahllisten auf – Einträge, die Sie eben erst auf einer der anderen Karten angelegt haben, stehen dort sofort zur Verfügung.
Schlüssel und Bezeichnung
Jede Karte besteht aus nebeneinanderliegenden Spalten, die zeilenweise zusammengehören: links der Schlüssel, rechts die Bezeichnung. Der Schlüssel darf nicht fehlen, sonst ließe sich die Zuordnung nicht herstellen. Auf der Nutzungsart-Karte gilt das anders herum: Dort darf der Schlüssel leer bleiben – außer in der Berliner Ausgabe, wo er verlangt wird.
Die Nutzungsart-Karte führt drei Spalten: den Schlüssel, eine Abkürzung und die ausgeschriebene Bezeichnung. Die Länge des Nutzungsartenschlüssels richtet sich nach dem Landeskatalog und ist deshalb je Ausgabe verschieden.
Sortieren
Die Schaltfläche Sortieren ordnet die Einträge der Karte, in der Sie gerade stehen. Entscheidend ist dabei, in welcher Spalte der Cursor steht: Steht er in der Schlüsselspalte, wird nach dem Schlüssel numerisch sortiert; steht er in einer Bezeichnungsspalte, wird alphabetisch nach dieser Bezeichnung sortiert. Bei langen Verzeichnissen kann das einen Moment dauern.
Strenge Prüfung
Auf den Karten Gemeinde, Gemarkung und Nutzungsart finden Sie unten das Kontrollkästchen Strenge Prüfung. Damit legen Sie fest, ob VermCad Eingaben an anderer Stelle gegen dieses Verzeichnis prüft. Die Einstellung wirkt also nicht in diesem Dialog, sondern dort, wo die Schlüssel verwendet werden – und ausschließlich in Nicht-ALKIS-Projekten, denn in ALKIS-Aufträgen gelten die ALKIS-Kataloge.
Gemeinde und Gemarkung. Ist die Prüfung eingeschaltet, muss die in den Auftragsdaten eingetragene Bezeichnung im Verzeichnis stehen. Fehlt sie, fragt VermCad beim Bestätigen: „Die Gemeinde … ist noch nicht registriert. Jetzt registrieren?" – mit Ja wandert der Eintrag in die Vorgaben und wird gespeichert, mit Nein erscheint „Unbekannte Gemeinde …" und der Dialog bleibt offen. Dieselben Schlüssel prüft auch die Datenprüfung der Messwertdatei. Ausgeschaltet bleibt beides ungeprüft.
Nutzungsart. Hier ändert die Einstellung die Eingabe selbst: Ist sie eingeschaltet, wird das Schlüsselfeld zu einer Auswahlliste aus dem Verzeichnis; ausgeschaltet können Sie frei eintippen.
Hinweis: Unabhängig von der Einstellung meldet VermCad Widersprüche – also denselben Schlüssel mit zwei verschiedenen Bezeichnungen.
Übernehmen und Verwerfen
OK übernimmt alle Karten gemeinsam in die Vorgaben. Abbruch verwirft die Änderungen; haben Sie viel geändert, fragt VermCad vorher nach, damit die Arbeit nicht versehentlich verlorengeht.
