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Objekte prüfen und Eigenschaften ändern

Aus VermCAD Hilfe Wiki
Version vom 31. Juli 2026, 14:07 Uhr von Claude (Diskussion | Beiträge) (Am Bildschirmfoto geprueft und berichtigt: Die Zelle bleibt nicht leer, sondern zeigt - verschieden -)
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Ziel

Nachsehen, was ein Objekt in der CAD-Szene eigentlich ist, woher seine Darstellung stammt und warum es sich so verhält, wie es sich verhält – und die Eigenschaften anschließend gezielt ändern, einzeln oder für viele Objekte auf einmal.

Voraussetzungen

  • Geöffnetes Projekt mit geöffnetem CAD-Fenster.
  • Zum Ändern muss das CAD bearbeitbar sein; im Papierkorb-Modus und während des Alt-Neu-Vergleichs ist es das nicht – siehe CAD-Arbeitsabläufe-Fehlersuche und Wiederherstellen.
  • Der Aufbau des Fensters, die Anzeige-Einstellungen, die Spalte Herkunft und die Details sind auf CAD-Objektinformationen beschrieben. Diese Seite führt durch den Ablauf.

Vorgehen

Objektinformationen öffnen und lesen

  1. Reiter Ansicht → Gruppe Anzeigen → Objekt - Informationen (Strg+Alt+I) blendet das Fenster ein bzw. aus. Es dockt wahlweise links oder rechts an die Szene an.
  2. Ein Objekt in der Szene fangen oder auswählen – die Objektinformationen zeigen sofort dessen Eigenschaften. Die Zeilen sind farbig nach Gruppen unterlegt (siehe unten). Welche Eigenschaften in welcher Reihenfolge erscheinen, legen Sie je Objektart über die Anzeige-Einstellungen fest.
  3. Die Spalte Herkunft zeigt, woher ein Wert kommt – von der Folie, von einer Darstellungsvariante, von einem übergeordneten Objekt, aus einem Symbol oder aus einem Textstil. Ein Klick auf das Sinnbild springt genau dorthin.
  4. Ist eine Eigenschaft nicht änderbar, grau oder das Objekt nicht sichtbar, hilft im Kontextmenü der Block der Warum …? - Fragen weiter: Er nennt den Grund im Klartext.

Eine Eigenschaft ändern

Objektinformationen eines Textes mit geöffnetem Eingabefeld und der Schaltfläche Feld einfügen

  1. Die betreffende Zeile anklicken und den Wert eintragen oder aus der Liste wählen. Die Änderung wirkt sofort in der Szene und wird in der Historie mitgeführt.
  2. Nicht jede Zeile ist ein Eingabefeld: Rein informative Werte – etwa Objekttyp, Objektart, Objektstatus, Länge aus Koordinaten oder Fläche aus Koordinaten – lassen sich nur lesen. Sie ergeben sich aus der Geometrie und ändern sich, sobald Sie das Objekt verschieben.
  3. Einige Zeilen sind Sprungmarken statt Werte, zum Beispiel zum Bogen machen, zur Linie machen oder Bearbeiten. Ein Klick löst dort die zugehörige Funktion aus.

Mehrere Objekte gleichzeitig ändern

Objektinformationen bei Mehrfachauswahl mit dem Wert verschieden und den aufsummierten Zeilen

  1. Alle gewünschten Objekte auswählen – siehe CAD-Arbeitsabläufe-Objekte auswählen und finden.
  2. Die Objektinformationen zeigen jetzt nur noch die Eigenschaften, die allen ausgewählten Objekten gemeinsam sind und für eine Sammeländerung freigegeben sind. Ein Hinweis in der Kopfleiste weist darauf hin, dass mehrere Objekte betroffen sind.
  3. Haben die Objekte denselben Wert, steht dieser in der Zeile; unterscheiden sie sich, zeigt die Zelle - verschieden -. Ein neu eingetragener Wert wird auf alle Objekte übertragen.
  4. Nicht jede Eigenschaft ist sammelfähig. Ausgenommen sind vor allem Einzelwerte wie Name und alles, was nur zu genau einem Objekt gehören kann. Solche Zeilen verschwinden bei einer Mehrfachauswahl schlicht aus der Liste.
  5. Bei Längen und Flächen zeigt die Zeile die Summe über alle ausgewählten Objekte – praktisch, um die Gesamtlänge eines Linienzuges oder die Gesamtfläche mehrerer Flächen abzulesen.

Eigenschaften von einem Objekt auf andere übertragen

  1. Auf dem Vorbild-Objekt im Kontextmenü Eigenschaften dieses Objektes merken wählen, dann die Zielobjekte auswählen und Gemerkte Eigenschaften auf Objekt anwenden aufrufen.
  2. Übertragen wird nur, was als übertragbar gekennzeichnet ist – im Wesentlichen die Darstellungseigenschaften wie Farbe, Füllung, Linien- und Textmerkmale, nicht dagegen Geometrie, Name oder Objektstatus.

Riss-abhängige Eigenschaften

Objektinformationen in einem Riss mit den riss-fähigen Eigenschaften in der Riss-Farbe

Kontextmenü einer riss-fähigen Eigenschaft mit dem Eintrag zum Übertragen an andere Risse

  1. Ein Teil der Eigenschaften kann in jedem Riss einen eigenen Wert haben. Sind Sie in einem Riss, stellt VermCad die Beschreibung dieser Zeilen in der Riss-Farbe dar.
  2. Riss-fähig sind vor allem Sichtbar im Riss, die Riss-Verschiebungen Y-Delta, X-Delta und Z-Delta, der PNR Text-Typ sowie bei Texten Verschiebung (Y)/(X) zum Ref.-Pkt., Drehwinkel (gon), Am Ref.Obj. ausrichten, Nie auf dem Kopf und Streckung/Stauchung (horizontal)/(vertikal).
  3. Über das Kontextmenü lassen sich einzelne Werte weiterreichen: Riss-Eigenschaft „…" übertragen an … und Riss-Eigenschaft „…" holen von …, jeweils mit Auswahl des Zielrisses oder … alle Risse. Riss-Verschiebungen zurücksetzen nimmt Verschiebungen wieder zurück.

Die Sonderwerte

Auswahlliste der Eigenschaft Textstil mit den Sonderwerten erben, von Folie und unsichtbar

Viele Darstellungseigenschaften tragen keinen festen Wert, sondern einen Verweis. Diese Sondereinträge stehen in den Auswahllisten ganz oben:

Eintrag Bedeutung
<erben> Der Wert kommt vom übergeordneten Objekt – etwa der Fläche, zu der eine Randlinie gehört. Gibt es kein übergeordnetes Objekt, gilt der Folienwert. In Klammern nennt der Eintrag die tatsächliche Quelle, zum Beispiel <erben> (von Folie) oder <erben> (von Textstil).
<von Folie> Der Wert entspricht immer dem Wert der Folie, auf der das Objekt liegt. Ändert sich die Folie, ändert sich das Objekt mit. Im Symbol-Bearbeitungsmodus heißt derselbe Eintrag <Standard>.
<kein> Es wird nichts gesetzt – etwa kein Punktsymbol, keine Schraffur.
<unsichtbar> Der Bestandteil ist vorhanden, wird aber nicht gezeichnet.
<CAD-Hintergrundfarbe> Nur bei Farben: zeichnet in der Hintergrundfarbe der Szene.

Über das Kontextmenü lassen sich diese Werte auch gesammelt setzen: Wert <erben> setzen, Wert <von Folie> setzen und Wert <von Textstil> setzen jeweils für die angeklickte Eigenschaft, mit dem Zusatz Alle Werte … setzen (für relevante Eigenschaften) für das ganze Objekt.

Systematik der Eigenschaften

Das CAD führt weit über zweihundert Eigenschaften. Welche davon erscheinen, hängt von der Objektart ab – ein Punkt hat kein Linienmuster, eine Linie keine Schriftart:

Gruppe Was dort steht Praktisch wichtig
Objekttyp und Status Was das Objekt ist und in welchem Zustand es sich befindet Objekttyp, Objektart, Objektstatus, Name, Bemerkung, Sichtbar im Riss
Folie Zuordnung zur Zeichenfolie Folie, Folie erben
Darstellung Alles, was das Aussehen bestimmt Farbe, Füllfarbe, Füllung, Transparenz (%), Linienstärke (mm), Linienmuster, Liniensymbol, Punktsymbol, Textur, Schraffurstil, Böschungsschraffurstil
Geometrie Lage und Maße, überwiegend zum Lesen Punkt-Koordinaten mit Y, X, Z, Länge aus Koordinaten und Länge aus Koordinaten (3D), Länge in Örtlichkeit, Länge gemessen, Radius aus Koordinaten und Radius in Örtlichkeit, Sehnenlänge …, Pfeilhöhe …, Fläche aus Koordinaten, Fläche in Örtlichkeit, Fläche auf Ellipsoid, Umfang
Text Nur bei Textobjekten Text, Schriftart, Schriftschnitt, Größe, Ausrichtung zum Ref.-Obj., Versatz(Y)/(X) [mm] zum Ref.-Pkt., Rahmen mit Form und Rahmenfarbe, Drehwinkel (gon), Nie auf dem Kopf, Streckung/Stauchung (horizontal)/(vertikal)
Fachinformationen Bezüge zu ALKIS-, Web- und Berechnungsdaten Alkis-Objekt, Gehört zu, Nutzung (ALKIS-konform), Fortführungsfall, Eigentümer, WebFeature-Fachinformationen, OGC API Features-Fachinformationen

Bei den Maßen unterscheidet VermCad durchgängig drei Herkünfte: … aus Koordinaten ist aus der Lage gerechnet, … in Örtlichkeit auf die Erdoberfläche reduziert und Länge gemessen der örtlich eingetragene Wert – siehe CAD-Funktionen-Linienlänge messen.

Hinweise und Stolperfallen

  • Ein Wert lässt sich nicht ändern? Prüfen Sie zuerst, ob es ein abgeleiteter Wert ist (Länge, Fläche, Objektart) – die ergeben sich aus der Geometrie. Sonst hilft das Kontextmenü mit den Warum …? - Fragen. Jede Änderung ist umkehrbar – über Rückgängig (Strg+Z) oder gezielt über die Historie.
  • „Erben" ist nicht dasselbe wie „von Folie". Bei einem untergeordneten Objekt – etwa der Randlinie einer Fläche – holt <erben> den Wert vom übergeordneten Objekt, <von Folie> dagegen immer von der Folie. Wer beim Gruppieren das Aussehen behalten will, nutzt Gruppieren (Aussehen der Objekte beibehalten): VermCad setzt dabei alle geerbten Werte auf <von Folie>.
  • Die Sammeländerung greift über Objektarten hinweg. Ist neben einer Linie auch ein Punkt ausgewählt, wirkt eine Farbänderung auf beide; eine Änderung der Linienstärke lässt den Punkt unberührt, weil er diese Eigenschaft nicht besitzt.
  • Fachliche ALKIS-Daten werden nicht hier gepflegt. Die Objektinformationen zeigen sie an und verlinken sie; das Anlegen, Ändern und Löschen von ALKIS-Objekten beschreiben ALKIS-Arbeitsabläufe-ALKIS-Objekte erstellen und löschen und ALKIS-Arbeitsabläufe-Nutzung eines Flurstücks ändern, die Parameterpflege ALKIS-Arbeitsabläufe-Parameter von Nicht-Punkten ändern.

Siehe auch



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