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DXF importieren und exportieren

Aus VermCAD Hilfe Wiki
Version vom 28. Juli 2026, 08:57 Uhr von Claude (Diskussion | Beiträge) (Neue Seite (Vorhaben CAD-Hilfe-Abgleich, gegen den Code verifiziert))
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Ziel

Die CAD-Grafik als DXF-Datei an ein Fremdsystem übergeben oder eine fremde DXF-Zeichnung in das VermCad-CAD übernehmen.

Hinweis: VermCad liest und schreibt DXF — das AutoCAD-Binärformat DWG wird weder importiert noch exportiert. Fremddaten müssen also vorher in DXF gewandelt werden.

Voraussetzungen

  • Für den Export: geöffnetes Projekt mit sichtbaren CAD-Objekten. Gibt es keine, meldet VermCad „Kein Export möglich. Es liegen keine sichtbaren CAD-Objekte vor!"
  • Die Vorgaben für Import und Export stehen unter CAD-Einstellungen → Dateiformate und werden vor dem Lauf dort eingestellt — nicht im Dialog selbst.

Vorgehen

Exportieren

  1. Soll nur ein Teil der Zeichnung heraus, die betreffenden Objekte vorher im CAD auswählen.
  2. Menü Transfer → Grafik-Export → DXF.
  3. Sind Objekte selektiert, fragt VermCad „Nur die selektierten Objekte exportieren?". Mit Nein geht die ganze (sichtbare) Zeichnung heraus.
  4. Dateinamen und Verzeichnis angeben. Nach dem Schreiben bestätigt VermCad den Export mit dem vollständigen Dateipfad.
  5. Exportiert werden Punkt, Linie, Kreis, Ellipse, Bogen, Spline, Schraffur, Text und Einfügung (Blockverweis) — Symbole also als Block mit Einfügungen. Welche Objekte in die Auswahl kommen (nur sichtbare Folien, nur Objekte in der Szene, Symbole, MTEXT …), steuern die Export-Optionen unter CAD-Einstellungen-Dateiformate.

Koordinaten beim Export anpassen

Zwei Schalter in den CAD-Einstellungen → Dateiformate greifen in die Koordinaten ein:

  • Koordinatenreduktion zurückrechnen (wie lokales KS) — rechnet die Abbildungsreduktion heraus, so dass die DXF-Strecken den örtlichen Strecken entsprechen.
  • Koordinatenursprung verschieben — verschiebt alle Koordinaten um die daneben eingetragenen Beträge. Sinnvoll, wenn das Zielsystem mit großen Rechts-/Hochwerten nicht umgehen kann.

Importieren

  1. Menü Transfer → Datei-Import, als Quellformat DXF wählen und die Datei angeben.
  2. Je nach Einstellung Eltern-Folie wird die aktuelle Zeichenfolie als Elternfolie verwendet oder die Elternfolie bei jedem Import abgefragt.
  3. VermCad legt die Folien der DXF-Datei unterhalb dieser Elternfolie an, ordnet die Objekte zu und wendet anschließend die Präzedenzregeln für Linientyp und Farbe an (siehe unten).
  4. Nach dem Import stehen die Objekte in der Szene und können wie eigene CAD-Objekte weiterbearbeitet werden.

Hinweise und Stolperfallen

  • Groß-/Kleinschreibung der Foliennamen. VermCad erlaubt zwei Folien Folie_x und FOLIE_X nebeneinander, DXF verlangt eindeutige Namen. Beim Export werden solche Namen deshalb vereinheitlicht — im DXF steht dann nur noch ein Layer. Wer die Trennung braucht, benennt die Folien vor dem Export unterscheidbar um.
  • Export aus einem Riss. Erzeugen Sie die DXF-Datei aus dem Riss-Modus heraus, warnt VermCad: „Sie erzeugen eine DXF-Datei aus dem Riss-Modus heraus. Die exportierten Punkte sind wie im Riss selbst auch verschoben. Fortfahren?" Für lagerichtige Koordinaten vorher in den Standard-Riss wechseln.
  • Objekteigenschaft schlägt Folieneigenschaft. Beim Import gilt — wie in AutoCAD — die am Objekt gesetzte Eigenschaft:
    • Ein am Objekt eingetragener Linientyp gewinnt immer über die Linientyp-Definition der Folie. CONTINUOUS und SOLID zählen dabei nicht als gesetzt, sie bedeuten „durchgezogen" und lassen die Foliendefinition stehen.
    • Eine am Objekt eingetragene Farbe gewinnt immer über die Folienfarbe. BYLAYER zählt nicht als gesetzt — das Objekt erbt dann die Folienfarbe.
    • Blöcke sind ausgenommen: Die Farbe einer Einfügung wird nicht auf den Block und seine Objekte übertragen; der Block bleibt, wie er ist.
    • Diese beiden Regeln greifen unabhängig davon, ob Folieneigenschaften im Objekt überschreiben gesetzt ist. Dieser Schalter steuert nur die Linienstärke.
  • Nur drei Standard-Linienmuster. Für die Zuordnung stehen ein gestricheltes, ein gepunktetes und ein Strich-Punkt-Muster bereit. DASHED/LONG_DASHED werden gestrichelt, DOTTED gepunktet, DOT_CENTER/DASH_CENTER/PHANTOM/CENTER_DASH_DASH als Strich-Punkt dargestellt; ByBlock bleibt auf erben. Jeder andere Linientyp landet unverändert in der Objekt-Eigenschaft Bemerkung als Unbekanntes Linienmuster[…] verwendet! — daran sind nachzuarbeitende Objekte gut zu finden.
  • Foliennamen mit Unterstrich. Existiert eine gleichnamige Folie bereits unter einer anderen Elternfolie, legt VermCad die importierte Folie mit angehängtem _ an, statt in die fremde Folie hineinzuschreiben.
  • Ist Fehlende Folien nicht anlegen gesetzt, werden Objekte unbekannter Folien der aktiven Zeichenfolie zugeordnet, statt neue Folien zu erzeugen.
  • Texthöhe ist die häufigste Nacharbeit. Zur Wahl stehen von Textstil nehmen, importieren ohne Skalierung mit Faktor: und importieren mit Skalierung mit Einheit:. Die letzte Variante mit der Einheit mm kommt dem Original am nächsten, bindet die Größe aber fest an jeden einzelnen Text — eine spätere globale Änderung über den Textstil ist dann nicht mehr möglich.
  • Die Schalter Objekte verschmelzen und Objekte gruppieren wirken erst nach dem Einlesen: Ersterer führt deckungsgleiche Punkte und Linien zusammen, Letzterer fasst den gesamten Import zu einer Gruppe zusammen — praktisch, um ihn später in einem Zug wieder zu entfernen.

Siehe auch