Lagebezeichnungen erfassen und verwalten
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Ziel
Lagebezeichnungen (LBZ) an Flurstücken und Gebäuden zuweisen, entfernen, neu erfassen oder auf den Originalzustand zurücksetzen. Drei Dialoge bilden dabei einen Arbeitsablauf: die Verwaltung (Lagebezeichnungen verwalten), die Neuerfassung (Neue Lagebezeichnung erfassen) und — falls die passende Straße noch fehlt — die Erfassung eines neuen LBZ-Katalogeintrags.
Voraussetzungen
- ALKIS-Projekt mit eingelesenen Bestandsdaten (inkl. Lagebezeichnungskatalog der Gemeinde).
- Bearbeitbar sind Flurstücke, Gebäude und historische Flurstücke ohne Raumbezug.
Vorgehen
Schritt 1: Verwaltung öffnen
- Im Objekt-Parameter-Dialog (Parameter nachstehender Objekte ändern) in der Zeile des Objekts die Spalte Lage fokussieren und … anklicken. Es öffnet sich Lagebezeichnungen verwalten. (Alternativ führt auch die Korrektur aus den ALKIS-Prüfergebnissen hierher.)
- Der Kopf zeigt Objekt:, Aktuelle Lage: und Originale Lage:. Neben der aktuellen Lage sitzt eine Schaltfläche zum expliziten Leeren, neben der originalen Lage eine zum Wiederherstellen. Bei neuen Objekten steht statt der originalen Lage der Autowert Lage (magenta).
Schritt 2: Vorhandene LBZ zuweisen oder entfernen
- Die Tabelle listet die Lagebezeichnungen mit den Spalten G (Gesetzt), S (Status), Art, Bezeichnung und Gesetzt an FS.
- Mit den Schaltflächen Nur LBZ in Umgebung des Objekts anzeigen und Alle LBZ des Projekts anzeigen den Umfang der Liste wählen.
- Das Häkchen in Spalte G setzt bzw. entfernt die LBZ am Objekt. Die Änderungen werden erst mit OK wirksam; Abbrechen verwirft alles (auch neu erfasste LBZ).
Schritt 3: Neue LBZ erfassen
- In der Tabellen-Navigation + (Neue Lagebezeichnung erfassen) anklicken. Es öffnet sich der gleichnamige Dialog.
- Die Art wählen: LBZ mit HNR, LBZ ohne HNR oder LBZ mit Pseudonummer. Je nach Art heißt das Eingabefeld Hausnummer:, Zusatz zur LBZ: oder Pseudonummer:; bei der Pseudonummer kommt Laufende Nummer: hinzu, und die Schaltfläche PK generiert die Pseudonummer aus den Objektkoordinaten.
- Unter Schlüssel der Lagebezeichnung: die Straße aus dem Katalog wählen; Lagebezeichnung: zeigt den zugehörigen Namen an. Bei Gebäuden werden Art und Schlüssel aus den Autowerten vorbelegt.
- Mit OK wird die LBZ erstellt und — sofern die Art zum Objekt passt — direkt gesetzt.
Schritt 4: Fehlenden Katalogeintrag anlegen
- Fehlt die Straße im Katalog, in der Schlüssel-Auswahlbox die Schaltfläche Neue Lagebezeichnung (Katalogeintrag) erfassen anklicken.
- Im Dialog „Neuen Lagebezeichnung-Katalogeintrag erfassen" die Felder Land:, Regierungsbezirk:, Kreis:, Gemeinde: (aus dem gewählten Schlüssel vorbelegt) sowie Lage: (Schlüssel) und Name: (Straßenname) füllen — alle Felder sind Pflicht.
- Ein selbst angelegter (noch nicht amtlicher) Katalogeintrag lässt sich über Zuvor erstellte Lagebezeichnung (Katalogeintrag) löschen wieder entfernen.
Hinweise und Stolperfallen
- Eine LBZ ohne Hausnummer kann nicht an Gebäuden, eine LBZ mit Pseudonummer nicht an Flurstücken gesetzt werden — die Häkchen-Spalte ist dort gesperrt (Hinweis per Tooltip).
- Bei Gebäuden, deren Gebäudefunktion kein Hauptgebäude bedeutet, schlägt die Neuerfassung automatisch die LBZ mit Pseudonummer vor.
- Ist eine LBZ nur einfach belegbar (Kardinalität 0..1/1) und bereits an einem anderen Objekt gesetzt, fragt das Programm vor dem Umsetzen nach: „… ist bereits an … gesetzt und wird durch diese Aktion dort entfernt. Fortfahren?"
- Existiert bereits eine LBZ mit identischen Daten, wird keine zweite erstellt; stattdessen bietet das Programm an, die vorhandene zu setzen (LBZ übernehmen).
- Liegt eine LBZ nicht in der Gemeinde des Objekts, wird sie in der Liste rot mit (nicht in Gemeinde des Objekts) markiert.
- Löschen über den Navigator ist nur bei neu erstellten LBZ möglich; Wiederherstellen der Original-Lage nur bei Bestandsobjekten.
- Beim Löschen eines neuen Katalogeintrags werden alle neu erstellten Lagebezeichnungen mit diesem Schlüssel ebenfalls gelöscht (Sicherheitsabfrage).
- Landeshinweis BW: Der Lageschlüssel muss fünfstellig sein; bei vorläufiger Vergabe eine vierstellige Zahl mit vorangestelltem „V" (sonst erscheint eine Warnabfrage).
- Landeshinweis BW: Wird eine bestehende Lagebezeichnung zum Löschen markiert, warnt VermCad automatisch, dass dies zu Problemen bei der Fortführung bzw. Fortführungssimulation führen kann — die Warnung bestätigen oder den Löschvorgang abbrechen.