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CAD-Arbeitsabläufe-Flächen und Flurstücke in Sonderfällen bilden: Unterschied zwischen den Versionen

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Deshalb gilt: Eine vollständige Teilung entlang eines beliebig verzweigten Liniennetzes ist '''nicht''' vorgesehen. Wenn sie im Einzelfall trotzdem gelingt, ist das dem günstigen Zuschnitt zu verdanken und lässt sich nicht auf den nächsten Fall übertragen.
Deshalb gilt: Eine vollständige Teilung entlang eines beliebig verzweigten Liniennetzes ist '''nicht''' vorgesehen. Wenn sie im Einzelfall trotzdem gelingt, ist das dem günstigen Zuschnitt zu verdanken und lässt sich nicht auf den nächsten Fall übertragen.


Ebenfalls nicht zulässig ist ein '''geschlossener''' Linienzug als Trennlinie. Er wird abgewiesen mit:
Ebenfalls nicht zulässig sind '''geschlossene''' Trennlinien. Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden, die VermCad an verschiedenen Stellen abfängt:


* Ist ein '''bereits geschlossenes Objekt''' markiert — ein Kreis, eine Ellipse oder eine geschlossene Gruppe —, wird die Auswahl schon vorab verworfen; es erscheint die oben zitierte Meldung ''„Bitte wählen Sie zuvor aus: (1) …"''.
* Bilden dagegen mehrere '''offene''' Linien zusammen einen geschlossenen Ring, fällt das erst beim Teilen auf, weil ein Ring keine Richtung hat. Dann lautet die Meldung:
: ''„Bitte wählen Sie mindestens einen nicht geschlossenen Linienzug aus, an dem die Fläche geteilt werden soll"''
: ''„Bitte wählen Sie mindestens einen nicht geschlossenen Linienzug aus, an dem die Fläche geteilt werden soll"''


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'''Weg 2 — die neuen Flächen direkt bilden.''' Statt nur Trennlinien zu konstruieren, wird jeder künftige Umring als eigene Fläche erzeugt:
'''Weg 2 — die neuen Flächen direkt bilden.''' Statt nur Trennlinien zu konstruieren, wird jeder künftige Umring als eigene Fläche erzeugt:
# Die Linien so konstruieren, dass jeder künftige Umring geschlossen umlaufen ist.
# Die Linien so konstruieren, dass jeder künftige Umring geschlossen umlaufen ist.
# Die Randlinien eines Umrings markieren und '''Gruppieren (Aussehen der Objekte beibehalten)''' — '''Füllen''' setzt einen geschlossenen Linienzug beziehungsweise eine geschlossene Gruppe voraus.
# Die Randlinien eines Umrings markieren und '''Gruppieren (Aussehen der Objekte beibehalten)''' — '''Füllen''' setzt einen geschlossenen Linienzug beziehungsweise eine geschlossene Gruppe voraus und prüft das '''je Objekt'''. Mehrere einzeln markierte Linien werden deshalb nicht zu einer Fläche zusammengefasst, sondern mit dem Hinweis ''„Das Objekt ist keine geschlossene Kurve."'' abgewiesen. Das Gruppieren ist also kein Zusatzschritt, sondern Voraussetzung.
# Mit '''Füllen''' die Fläche erzeugen (siehe [[CAD-Arbeitsabläufe-Flächen erzeugen und verschneiden|Flächen erzeugen und verschneiden]]).
# Mit '''Füllen''' die Fläche erzeugen (siehe [[CAD-Arbeitsabläufe-Flächen erzeugen und verschneiden|Flächen erzeugen und verschneiden]]).
# Zu jeder neuen Fläche das ALKIS-Objekt anlegen und das Bestandsobjekt untergehen lassen — siehe [[ALKIS-Arbeitsabläufe-ALKIS-Objekte erstellen und löschen|ALKIS-Objekte erstellen und löschen]].
# Zu jeder neuen Fläche das ALKIS-Objekt anlegen und das Bestandsobjekt untergehen lassen — siehe [[ALKIS-Arbeitsabläufe-ALKIS-Objekte erstellen und löschen|ALKIS-Objekte erstellen und löschen]].
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# '''Restflurstück bilden.''' Jetzt '''zuerst das Bestandsflurstück''' und '''danach das Inselflurstück''' markieren — die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis. Dann Reiter '''Funktionen''' → Gruppe '''Flächen''' → '''Differenz (neu)'''.
# '''Restflurstück bilden.''' Jetzt '''zuerst das Bestandsflurstück''' und '''danach das Inselflurstück''' markieren — die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis. Dann Reiter '''Funktionen''' → Gruppe '''Flächen''' → '''Differenz (neu)'''.
# '''Rückfrage richtig beantworten.''' Auf ''„Sollen die Ausgangsflächen (wenn möglich) nach dem Verschneiden gelöscht werden?"'' die Antwort '''[ Nur erste Fläche ]''' wählen. Damit geht ausschließlich das Bestandsflurstück unter.
# '''Rückfrage richtig beantworten.''' Auf ''„Sollen die Ausgangsflächen (wenn möglich) nach dem Verschneiden gelöscht werden?"'' die Antwort '''[ Nur erste Fläche ]''' wählen. Damit geht ausschließlich das Bestandsflurstück unter.
# '''Rückfragen zum neuen Objekt.''' Haben beide Ausgangsflächen dieselbe ALKIS-Objektart, legt VermCad zur neuen Restfläche selbst ein ALKIS-Objekt derselben Objektart an und fragt dabei nach der reservierten Flurstücksnummer und dem Präsentationsobjekt.
# '''Rückfragen zum neuen Objekt.''' Haben beide Ausgangsflächen dieselbe ALKIS-Objektart, legt VermCad zur neuen Restfläche selbst ein ALKIS-Objekt derselben Objektart an und fragt dabei nach der reservierten Flurstücksnummer und dem Präsentationsobjekt. Diese Rückfragen erscheinen nur, solange sie in den CAD-Einstellungen auf ''Nachfragen'' stehen; sonst verfährt VermCad still nach der eingestellten Vorgabe.
# '''Fortführungsfall.''' Anschließend wie bei jeder Zerlegung weiterarbeiten: Bestandsflurstück in den Bestand, die beiden neuen Flurstücke zu den neuen Objekten — siehe [[ALKIS-Arbeitsabläufe-Fortführungsfälle und Validierungsmeldungen|Fortführungsfälle und Validierungsmeldungen]].
# '''Fortführungsfall.''' Anschließend wie bei jeder Zerlegung weiterarbeiten: Bestandsflurstück in den Bestand, die beiden neuen Flurstücke zu den neuen Objekten — siehe [[ALKIS-Arbeitsabläufe-Fortführungsfälle und Validierungsmeldungen|Fortführungsfälle und Validierungsmeldungen]].


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=== 1. Die Werkzeug-Variante war die falsche ===
=== 1. Die Werkzeug-Variante war die falsche ===
Jede Verschneidung gibt es zweimal — als '''(neu)''' und als '''(anpassen)'''. Bei '''(anpassen)''' wird die '''zuerst markierte''' Fläche verbraucht: Ihre Randlinien werden für das Ergebnis weiterverwendet, ihre Flächentexte und ihr ALKIS-Bezug wandern auf das Ergebnis; als eigenes Objekt ist sie danach nicht mehr da. Das ist gewollt und für Bestandsobjekte in der Regel richtig — es sieht aber wie ein Datenverlust aus, wenn man die andere Variante erwartet hat.
Jede Verschneidung gibt es zweimal — als '''(neu)''' und als '''(anpassen)'''. Bei '''(anpassen)''' wird die '''zuerst markierte''' Fläche verbraucht: Ihre Randlinien werden für das Ergebnis weiterverwendet, ihre Flächentexte und ihr ALKIS-Bezug wandern auf das Ergebnis; als eigenes Objekt ist sie danach nicht mehr da. Eine Rückfrage kommt dabei '''nicht''' — das Verbrauchen der ersten Fläche gehört zur Variante und ist nicht abwählbar. Das ist gewollt und für Bestandsobjekte in der Regel richtig — es sieht aber wie ein Datenverlust aus, wenn man die andere Variante erwartet hat.


'''Vor dem Klick den Kurzhinweis der Schaltfläche lesen.''' Er sagt eindeutig, welche Variante vorliegt:
'''Vor dem Klick den Kurzhinweis der Schaltfläche lesen.''' Er sagt eindeutig, welche Variante vorliegt:
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| Dieselbe Teilung gelingt in einem Projekt, im nächsten nicht — die Trennlinien sind mehrfach verzweigt und enthalten Bögen. || Die Teilung ist nur an einer Linie, an unverzweigten Linienzügen oder an mehreren solchen Zügen zugesichert. An einer Verzweigung entscheidet die Verarbeitungsreihenfolge, welcher Ast zu welchem Linienzug gehört. || In mehreren Schritten abteilen oder die künftigen Flächen direkt bilden (siehe oben). Es lohnt nicht, dieselbe Auswahl mehrfach zu versuchen.
| Dieselbe Teilung gelingt in einem Projekt, im nächsten nicht — die Trennlinien sind mehrfach verzweigt und enthalten Bögen. || Die Teilung ist nur an einer Linie, an unverzweigten Linienzügen oder an mehreren solchen Zügen zugesichert. An einer Verzweigung entscheidet die Verarbeitungsreihenfolge, welcher Ast zu welchem Linienzug gehört. || In mehreren Schritten abteilen oder die künftigen Flächen direkt bilden (siehe oben). Es lohnt nicht, dieselbe Auswahl mehrfach zu versuchen.
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| Beim Teilen erscheint ''„Bitte wählen Sie zuvor aus: (1) mindestens eine Fläche UND …"'' || Es fehlt die Fläche, oder unter den markierten Objekten ist ein Objekt, das weder Fläche noch offene Linie ist — zum Beispiel ein geschlossener Linienzug, ein Kreis oder eine bereits gefüllte Fläche. || Auswahl bereinigen: genau die zu teilende Fläche und die offenen Trennlinien markieren.
| Beim Teilen erscheint ''„Bitte wählen Sie zuvor aus: (1) mindestens eine Fläche UND …"'' || Es fehlt die Fläche, oder unter den markierten Objekten ist ein Objekt, das weder Fläche noch offene Linie ist — zum Beispiel ein Kreis, eine geschlossene Gruppe, ein Text oder ein Punkt. || Auswahl bereinigen: genau die zu teilende Fläche und die offenen Trennlinien markieren.
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| Beim Teilen erscheint ''„Bitte wählen Sie mindestens einen nicht geschlossenen Linienzug aus, an dem die Fläche geteilt werden soll"'' || Die markierten Linien bilden einen geschlossenen Ring. Ein Ring hat keine Richtung und kann als Trennlinie nicht ausgewertet werden. || Den Ring nicht als Trennlinie verwenden, sondern als Fläche bilden und mit '''Differenz''' arbeiten — siehe [[#Ein Inselflurstück bilden|Ein Inselflurstück bilden]].
| Beim Teilen erscheint ''„Bitte wählen Sie mindestens einen nicht geschlossenen Linienzug aus, an dem die Fläche geteilt werden soll"'' || Die markierten Linien bilden einen geschlossenen Ring. Ein Ring hat keine Richtung und kann als Trennlinie nicht ausgewertet werden. || Den Ring nicht als Trennlinie verwenden, sondern als Fläche bilden und mit '''Differenz''' arbeiten — siehe [[#Ein Inselflurstück bilden|Ein Inselflurstück bilden]].
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| Beim Teilen erscheint ''„Die gewählten Geraden schneiden die gewählte Fläche nicht."'' || Die Trennlinien liegen ganz außerhalb oder ganz innerhalb der Fläche beziehungsweise enden vor deren Rand. || Trennlinien über den Flächenrand hinaus verlängern. Bei genau '''einer''' geraden Randlinie hilft im Dialog '''Fläche teilen''' auch das Feld '''Verschiebung in m''' — siehe [[CAD-Funktionen-Flächenteilung]].
| Beim Teilen erscheint ''„Die gewählten Geraden schneiden die gewählte Fläche nicht."'' || Die Trennlinien liegen ganz außerhalb oder ganz innerhalb der Fläche beziehungsweise enden vor deren Rand. || Trennlinien über den Flächenrand hinaus verlängern. Ist genau '''eine einzelne gerade Linie''' markiert (keine Bögen, kein Linienzug), hilft im Dialog '''Fläche teilen''' auch das Feld '''Verschiebung in m''' — nur dann ist es nutzbar; siehe [[CAD-Funktionen-Flächenteilung]].
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| Das Inselflurstück ist nach dem Verschneiden wieder weg. || Auf die Rückfrage ''„Sollen die Ausgangsflächen (wenn möglich) nach dem Verschneiden gelöscht werden?"'' wurde '''[ Beide Flächen ]''' geantwortet (oder die Vorgabe stand auf ''Beide/Alle Flächen''). || Schritt zurücknehmen, die Insel erneut bilden und mit '''[ Nur erste Fläche ]''' antworten. Die Vorgabe steht unter '''Einstellungen Flächen verschneiden''' → '''Ursprungsflächen (wenn möglich) löschen'''.
| Das Inselflurstück ist nach dem Verschneiden wieder weg. || Auf die Rückfrage ''„Sollen die Ausgangsflächen (wenn möglich) nach dem Verschneiden gelöscht werden?"'' wurde '''[ Beide Flächen ]''' geantwortet (oder die Vorgabe stand auf ''Beide/Alle Flächen''). || Schritt zurücknehmen, die Insel erneut bilden und mit '''[ Nur erste Fläche ]''' antworten. Die Vorgabe steht unter '''Einstellungen Flächen verschneiden''' → '''Ursprungsflächen (wenn möglich) löschen'''.
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| Objekte, an denen zuvor gearbeitet wurde, sind nach mehreren Rückgängig-Schritten und anschließender Weiterarbeit endgültig weg. || Mit dem ersten neuen Schritt wurden die zurückgenommenen Schritte verworfen; die darin gelöschten Objekte wurden freigegeben. || Nicht behebbar. Vor dem Weiterarbeiten prüfen, ob der zurückgenommene Stand wirklich der gewünschte ist.
| Objekte, an denen zuvor gearbeitet wurde, sind nach mehreren Rückgängig-Schritten und anschließender Weiterarbeit endgültig weg. || Mit dem ersten neuen Schritt wurden die zurückgenommenen Schritte verworfen; die darin gelöschten Objekte wurden freigegeben. || Nicht behebbar. Vor dem Weiterarbeiten prüfen, ob der zurückgenommene Stand wirklich der gewünschte ist.
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| Der Verschnitt bricht ab mit ''„Der Flächen-Verschnitt ergibt eine leere Fläche, der Vorgang wird abgebrochen."'' || Für die gewählte Operation überlagern sich die Flächen nicht. Bei '''Differenz''' etwa, wenn die zweite Fläche die erste vollständig überdeckt. || Reihenfolge der Auswahl prüfen — bei '''Differenz''' muss die '''größere''' Fläche zuerst markiert sein.
| Der Verschnitt bricht ab mit ''„Der Flächen-Verschnitt ergibt eine leere Fläche, der Vorgang wird abgebrochen."'' || Für die gewählte Operation überlagern sich die Flächen nicht. Bei '''Differenz''' etwa, wenn die zweite Fläche die erste vollständig überdeckt. || Reihenfolge der Auswahl prüfen — bei '''Differenz''' wird immer von der '''zuerst markierten''' Fläche abgezogen. Sie muss also die Fläche sein, die übrig bleiben soll.
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| Beim Teilen einer ALKIS-Fläche erscheint ''„Alkis-Flächen dürfen nur im Standard-Riss geteilt werden!"'' || Es ist ein Riss eingestellt. || In den Standard-Riss wechseln, siehe [[CAD-Arbeitsabläufe-Mit Rissen arbeiten|Mit Rissen arbeiten]].
| Beim Teilen einer ALKIS-Fläche erscheint ''„Alkis-Flächen dürfen nur im Standard-Riss geteilt werden!"'' || Es ist ein Riss eingestellt. || In den Standard-Riss wechseln, siehe [[CAD-Arbeitsabläufe-Mit Rissen arbeiten|Mit Rissen arbeiten]].

Aktuelle Version vom 6. August 2026, 10:11 Uhr

Ziel

Der Normalfall des Teilens und Verschneidens steht auf Fläche und Flurstück teilen und Flächen erzeugen und verschneiden. Diese Seite beschreibt die drei Situationen, in denen der Normalfall nicht weiterhilft:

  • Die Trennlinien bilden ein verzweigtes Liniennetz — die Teilung gelingt mal und mal nicht.
  • Ein Flurstück soll aus einem anderen herausgeteilt werden, obwohl es vollständig von diesem umschlossen ist (Inselflurstück).
  • Nach dem Teilen oder Verschmelzen sind Objekte verschwunden, obwohl sie erhalten bleiben sollten.

Was die Teilung leisten kann

Zur Teilung gehören immer mindestens eine Fläche und die Trennobjekte. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, nennt VermCad sie im Fenster Fehler beim Teilen von Flächen selbst:

„Bitte wählen Sie zuvor aus: (1) mindestens eine Fläche UND (2a) genau eine gerade Randlinie einer Fläche um von dort aus Teilflächen abzutrennen ODER (2b) eine oder mehrere Linien(züge), die die Fläche schneiden, um daran die Fläche(n) zu teilen."

Zuverlässig geteilt wird damit an

  • einer einzelnen Linie,
  • einem zusammenhängenden, unverzweigten Linienzug (auch mit Bögen),
  • mehreren solchen Linien beziehungsweise Linienzügen nebeneinander.

Warum verzweigte Trennlinien nicht funktionieren

VermCad hängt die markierten Trennlinien an ihren Endpunkten zu Linienzügen aneinander: Eine Linie wird angenommen, wenn sie an den Anfang oder das Ende des bisher gebildeten Zuges passt. An einem Knoten, an dem drei oder mehr Linien zusammenstoßen, ist damit nicht festgelegt, welcher Ast weiterverfolgt wird; die übrigen Äste werden als eigene, getrennte Linienzüge behandelt. Anschließend werden die Linienzüge einheitlich ausgerichtet und der Reihe nach durch die Fläche geführt.

Deshalb gilt: Eine vollständige Teilung entlang eines beliebig verzweigten Liniennetzes ist nicht vorgesehen. Wenn sie im Einzelfall trotzdem gelingt, ist das dem günstigen Zuschnitt zu verdanken und lässt sich nicht auf den nächsten Fall übertragen.

Ebenfalls nicht zulässig sind geschlossene Trennlinien. Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden, die VermCad an verschiedenen Stellen abfängt:

  • Ist ein bereits geschlossenes Objekt markiert — ein Kreis, eine Ellipse oder eine geschlossene Gruppe —, wird die Auswahl schon vorab verworfen; es erscheint die oben zitierte Meldung „Bitte wählen Sie zuvor aus: (1) …".
  • Bilden dagegen mehrere offene Linien zusammen einen geschlossenen Ring, fällt das erst beim Teilen auf, weil ein Ring keine Richtung hat. Dann lautet die Meldung:
„Bitte wählen Sie mindestens einen nicht geschlossenen Linienzug aus, an dem die Fläche geteilt werden soll"

Schneidet keiner der Linienzüge die Fläche, lautet die Meldung:

„Die gewählte Gerade schneidet die gewählte Fläche nicht." beziehungsweise „Die gewählten Geraden schneiden die gewählte Fläche nicht."

Zwei Wege, wenn die Trennlinien verzweigt sind

Weg 1 — in mehreren Schritten teilen. Zuerst nur die Fläche und einen eindeutigen, unverzweigten Linienzug markieren und teilen; danach die entstandene Teilfläche mit dem nächsten Linienzug erneut teilen. So bleibt jeder Schnitt eindeutig.

Weg 2 — die neuen Flächen direkt bilden. Statt nur Trennlinien zu konstruieren, wird jeder künftige Umring als eigene Fläche erzeugt:

  1. Die Linien so konstruieren, dass jeder künftige Umring geschlossen umlaufen ist.
  2. Die Randlinien eines Umrings markieren und Gruppieren (Aussehen der Objekte beibehalten) — Füllen setzt einen geschlossenen Linienzug beziehungsweise eine geschlossene Gruppe voraus und prüft das je Objekt. Mehrere einzeln markierte Linien werden deshalb nicht zu einer Fläche zusammengefasst, sondern mit dem Hinweis „Das Objekt ist keine geschlossene Kurve." abgewiesen. Das Gruppieren ist also kein Zusatzschritt, sondern Voraussetzung.
  3. Mit Füllen die Fläche erzeugen (siehe Flächen erzeugen und verschneiden).
  4. Zu jeder neuen Fläche das ALKIS-Objekt anlegen und das Bestandsobjekt untergehen lassen — siehe ALKIS-Objekte erstellen und löschen.

Weg 2 ist bei Flurstücken meist der sauberere, weil keine Zwischenflurstücke entstehen, die anschließend wieder untergehen müssten.

Ein Inselflurstück bilden

Ein Flurstück, das vollständig von einem anderen umschlossen ist, lässt sich nicht über die Teilung herausschneiden: Sein Umring ist ein geschlossener Ring, und geschlossene Linienzüge sind als Trennlinie nicht zulässig (siehe oben). Der Weg führt deshalb über das Erzeugen der Insel und die anschließende Differenz.

Vorgehen

  1. Insel konstruieren. Den Umring des Inselflurstücks im Standard-Riss zeichnen und als Fläche erzeugen (Randlinien gruppieren, dann Füllen).
  2. Insel zum ALKIS-Objekt machen. Zur neuen Fläche ein AX_Flurstueck erstellen und die Flurstücksnummer aus der Reservierung vergeben — siehe ALKIS-Objekte erstellen und löschen und Reservierungen übernehmen und verwenden.
  3. Restflurstück bilden. Jetzt zuerst das Bestandsflurstück und danach das Inselflurstück markieren — die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis. Dann Reiter Funktionen → Gruppe Flächen → Differenz (neu).
  4. Rückfrage richtig beantworten. Auf „Sollen die Ausgangsflächen (wenn möglich) nach dem Verschneiden gelöscht werden?" die Antwort [ Nur erste Fläche ] wählen. Damit geht ausschließlich das Bestandsflurstück unter.
  5. Rückfragen zum neuen Objekt. Haben beide Ausgangsflächen dieselbe ALKIS-Objektart, legt VermCad zur neuen Restfläche selbst ein ALKIS-Objekt derselben Objektart an und fragt dabei nach der reservierten Flurstücksnummer und dem Präsentationsobjekt. Diese Rückfragen erscheinen nur, solange sie in den CAD-Einstellungen auf Nachfragen stehen; sonst verfährt VermCad still nach der eingestellten Vorgabe.
  6. Fortführungsfall. Anschließend wie bei jeder Zerlegung weiterarbeiten: Bestandsflurstück in den Bestand, die beiden neuen Flurstücke zu den neuen Objekten — siehe Fortführungsfälle und Validierungsmeldungen.

Hinweis: Antworten Sie auf die Rückfrage mit [ Beide Flächen ], wird auch das eben erzeugte Inselflurstück wieder gelöscht — die Arbeit aus Schritt 1 und 2 ist dann verloren. [ Nein ] lässt dagegen das alte Bestandsflurstück bestehen und Sie erhalten eine Überlappung.

Wenn Objekte nach dem Teilen oder Verschmelzen fehlen

Für „verschwundene" Objekte gibt es im CAD drei ganz verschiedene Ursachen. Sie sind der Reihe nach zu prüfen:

1. Die Werkzeug-Variante war die falsche

Jede Verschneidung gibt es zweimal — als (neu) und als (anpassen). Bei (anpassen) wird die zuerst markierte Fläche verbraucht: Ihre Randlinien werden für das Ergebnis weiterverwendet, ihre Flächentexte und ihr ALKIS-Bezug wandern auf das Ergebnis; als eigenes Objekt ist sie danach nicht mehr da. Eine Rückfrage kommt dabei nicht — das Verbrauchen der ersten Fläche gehört zur Variante und ist nicht abwählbar. Das ist gewollt und für Bestandsobjekte in der Regel richtig — es sieht aber wie ein Datenverlust aus, wenn man die andere Variante erwartet hat.

Vor dem Klick den Kurzhinweis der Schaltfläche lesen. Er sagt eindeutig, welche Variante vorliegt:

Kurzhinweis Bedeutung
Neue Fläche durch Verschmelzung/Überschneidung/Differenz/Entweder-Oder gewählter Flächen erstellen Variante (neu) — die Ausgangsflächen bleiben, sofern die Rückfrage nicht anders beantwortet wird.
Erste der gewählten Flächen durch Verschmelzung/Überschneidung/Differenz/Entweder-Oder anpassen Variante (anpassen) — die zuerst gewählte Fläche wird verbraucht.

Die vollständige Übersicht beider Gruppen steht auf CAD-Ribbon-Funktionen.

Bei der Variante (neu) entscheidet die Rückfrage „Sollen die Ausgangsflächen (wenn möglich) nach dem Verschneiden gelöscht werden?". Ist unter Einstellungen Flächen verschneiden der Wert Ursprungsflächen (wenn möglich) löschen fest eingestellt oder wurde einmal Auswahl als Standard speichern angehakt, erscheint die Rückfrage gar nicht mehr — dann verschwinden die Ausgangsflächen scheinbar unangekündigt. Die Einstellung lässt sich über den Aufklapp-Pfeil der Verschneidungs-Schaltflächen zurückstellen.

2. Ein neuer Zweig in der Historie

Die Historie führt einen einzigen Strang. Nehmen Sie Schritte zurück und arbeiten dann weiter, werden die zurückgenommenen Schritte verworfen, bevor der neue Schritt aufgezeichnet wird — sie stehen nicht mehr zum Wiederherstellen bereit. Objekte, die in den verworfenen Schritten gelöscht worden waren und an denen nichts mehr hängt, gibt VermCad dabei endgültig frei; neu angelegte, nicht mehr benötigte ALKIS-Objekte werden zerstört.

Praktische Folge: Nach mehreren Rückgängig-Schritten zuerst prüfen, ob der gewünschte Stand erreicht ist, und erst dann weiterarbeiten. Ein Wiederherstellen ist danach nicht mehr möglich. Zur Bedienung der Historie siehe Fehlersuche und Wiederherstellen.

3. Das Objekt ist nur ausgeblendet

Sehr häufig ist das Objekt gar nicht weg, sondern liegt im Papierkorb oder wird durch Folie, Riss oder Szenario nicht gezeichnet. Vorgehen und Werkzeuge dazu stehen auf Fehlersuche und Wiederherstellen.

Typische Fehlerbilder

Symptom Ursache Abhilfe
Dieselbe Teilung gelingt in einem Projekt, im nächsten nicht — die Trennlinien sind mehrfach verzweigt und enthalten Bögen. Die Teilung ist nur an einer Linie, an unverzweigten Linienzügen oder an mehreren solchen Zügen zugesichert. An einer Verzweigung entscheidet die Verarbeitungsreihenfolge, welcher Ast zu welchem Linienzug gehört. In mehreren Schritten abteilen oder die künftigen Flächen direkt bilden (siehe oben). Es lohnt nicht, dieselbe Auswahl mehrfach zu versuchen.
Beim Teilen erscheint „Bitte wählen Sie zuvor aus: (1) mindestens eine Fläche UND …" Es fehlt die Fläche, oder unter den markierten Objekten ist ein Objekt, das weder Fläche noch offene Linie ist — zum Beispiel ein Kreis, eine geschlossene Gruppe, ein Text oder ein Punkt. Auswahl bereinigen: genau die zu teilende Fläche und die offenen Trennlinien markieren.
Beim Teilen erscheint „Bitte wählen Sie mindestens einen nicht geschlossenen Linienzug aus, an dem die Fläche geteilt werden soll" Die markierten Linien bilden einen geschlossenen Ring. Ein Ring hat keine Richtung und kann als Trennlinie nicht ausgewertet werden. Den Ring nicht als Trennlinie verwenden, sondern als Fläche bilden und mit Differenz arbeiten — siehe Ein Inselflurstück bilden.
Beim Teilen erscheint „Die gewählten Geraden schneiden die gewählte Fläche nicht." Die Trennlinien liegen ganz außerhalb oder ganz innerhalb der Fläche beziehungsweise enden vor deren Rand. Trennlinien über den Flächenrand hinaus verlängern. Ist genau eine einzelne gerade Linie markiert (keine Bögen, kein Linienzug), hilft im Dialog Fläche teilen auch das Feld Verschiebung in m — nur dann ist es nutzbar; siehe CAD-Funktionen-Flächenteilung.
Das Inselflurstück ist nach dem Verschneiden wieder weg. Auf die Rückfrage „Sollen die Ausgangsflächen (wenn möglich) nach dem Verschneiden gelöscht werden?" wurde [ Beide Flächen ] geantwortet (oder die Vorgabe stand auf Beide/Alle Flächen). Schritt zurücknehmen, die Insel erneut bilden und mit [ Nur erste Fläche ] antworten. Die Vorgabe steht unter Einstellungen Flächen verschneiden → Ursprungsflächen (wenn möglich) löschen.
Nach dem Verschmelzen fehlt eines der Ausgangsflurstücke, obwohl es erhalten bleiben sollte. Es wurde die Variante (anpassen) benutzt: Die zuerst markierte Fläche wird verbraucht, ihr ALKIS-Bezug geht auf das Ergebnis über. Kurzhinweis der Schaltfläche vor dem Klick lesen. Soll keine Ausgangsfläche verbraucht werden, die (neu)-Variante nehmen und die Löschen-Rückfrage mit [ Nein ] beantworten.
Objekte, an denen zuvor gearbeitet wurde, sind nach mehreren Rückgängig-Schritten und anschließender Weiterarbeit endgültig weg. Mit dem ersten neuen Schritt wurden die zurückgenommenen Schritte verworfen; die darin gelöschten Objekte wurden freigegeben. Nicht behebbar. Vor dem Weiterarbeiten prüfen, ob der zurückgenommene Stand wirklich der gewünschte ist.
Der Verschnitt bricht ab mit „Der Flächen-Verschnitt ergibt eine leere Fläche, der Vorgang wird abgebrochen." Für die gewählte Operation überlagern sich die Flächen nicht. Bei Differenz etwa, wenn die zweite Fläche die erste vollständig überdeckt. Reihenfolge der Auswahl prüfen — bei Differenz wird immer von der zuerst markierten Fläche abgezogen. Sie muss also die Fläche sein, die übrig bleiben soll.
Beim Teilen einer ALKIS-Fläche erscheint „Alkis-Flächen dürfen nur im Standard-Riss geteilt werden!" Es ist ein Riss eingestellt. In den Standard-Riss wechseln, siehe Mit Rissen arbeiten.

Siehe auch



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