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CAD-Arbeitsabläufe-Mit Rissen arbeiten: Unterschied zwischen den Versionen

Aus VermCAD Hilfe Wiki
Abbildungen ergaenzt (vorhandene Wiki-Bilder)
Stolperfalle ergänzt: im Riss entstehen beim Konstruieren nur CAD-Punkte (Sprechblase „Im Riss nur CAD-Punkte")
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* '''Löschen ist endgültig.''' Beim Löschen eines Risses verschwinden auch alle Riss-Werte aller Objekte und die Historieneinträge zu diesem Riss; die Rückfrage nennt das ausdrücklich als unwiderruflich.
* '''Löschen ist endgültig.''' Beim Löschen eines Risses verschwinden auch alle Riss-Werte aller Objekte und die Historieneinträge zu diesem Riss; die Rückfrage nennt das ausdrücklich als unwiderruflich.
* Das schnelle Ab- und Andocken von Eckpunkten ist im Riss nicht verfügbar; es arbeitet nur, wenn Änderungen in allen Rissen wirken.
* Das schnelle Ab- und Andocken von Eckpunkten ist im Riss nicht verfügbar; es arbeitet nur, wenn Änderungen in allen Rissen wirken.
* '''Im Riss entstehen nur CAD-Punkte''' ''(ab Version 5.1)''. Ist am Werkzeug '''Punkt''' eine VC-Punktart eingestellt, wirkt sie im Riss nicht – ein Punkt, der nur für die Risszeichnung gezeichnet wird, soll keinen Bezug zur Berechnung bekommen. Beim Start der Konstruktion erscheint dazu die Sprechblase ''Im Riss nur CAD-Punkte''. Die gemerkte Wahl bleibt erhalten und wirkt im Riss ''[Standard]'' wieder – siehe [[CAD-Ribbon-Konstruktion#Punkt: CAD-Punkt oder VC-Punkt|Ribbon: Konstruktion]].
* Plotrahmen können je Riss oder für alle Risse eingeblendet werden (Reiter '''Ansicht''' → Gruppe '''Anzeigen''' → '''Plotrahmen''').
* Plotrahmen können je Riss oder für alle Risse eingeblendet werden (Reiter '''Ansicht''' → Gruppe '''Anzeigen''' → '''Plotrahmen''').



Version vom 21. September 2026, 10:16 Uhr

Ziel

Ein Riss ist eine zusätzliche, benannte Sicht auf dieselben Daten desselben Projektes. In einem Riss lassen sich Objekte ausblenden, verschieben und Texte anders setzen, ohne die tatsächliche Punktlage und ohne die anderen Risse zu verändern. So entstehen aus einem Datenbestand mehrere Zeichnungen – etwa eine maßstäbliche Übersicht und ein unmaßstäblicher Detailriss.

Was ein Riss ist, welche Eigenschaften riss-spezifisch sind und wie man sie in den Objektinformationen einzeln ändert, steht auf CAD-Risse; alle Schaltflächen des Reiters listet CAD-Ribbon-Riss. Diese Seite führt durch den Ablauf.

Voraussetzungen

  • Geöffnetes Projekt, CAD-Fenster bearbeitbar (kein Lesezugriff, kein Papierkorb-Modus).
  • Risse werden im Projekt gespeichert; sie stehen also nur in diesem Projekt zur Verfügung.

Vorgehen

Riss anlegen

Abfrage Neuer Riss mit dem Vorschlagsnamen

Zeichenfläche im Riss mit dem umlaufenden Rahmen in der Riss-Farbe

  1. Den Ausschnitt und den Maßstab einstellen, mit dem der Riss beginnen soll – beides wird beim Anlegen übernommen.
  2. Reiter Riss → Gruppe Riss → Hinzufügen (Vorlage: Standard) für einen leeren Riss, oder Hinzufügen (Vorlage: Riss), um den gerade eingestellten Riss samt seiner Riss-Daten zu kopieren.
  3. Im Fenster Neuer Riss einen Namen eingeben (Bitte geben Sie einen Namen für den neuen Riss ein!). Der Name muss eindeutig und darf nicht leer sein; vorgeschlagen wird Riss_ bzw. der Name der Vorlage mit angehängtem Unterstrich.
  4. Der neue Riss ist sofort eingestellt. Das Riss-Auswahlfeld in der Kopfzeile des CAD-Fensters wechselt in die Riss-Farbe, und um die Zeichenfläche erscheint der Riss-Rahmen mit dem Namen.

Vom Standard als Vorlage wird nur übernommen, welche Objekte ausgeblendet sind. Von einem Riss als Vorlage werden zusätzlich alle Riss-Werte der Punkte, Texte und Bemaßungen sowie der Sperr-Zustand kopiert.

Zwischen Rissen wechseln, umbenennen, sperren, löschen

Aufgeklapptes Riss-Auswahlfeld mit einem gesperrten Riss am Schloss-Symbol

  1. Riss wechseln: im Riss-Auswahlfeld der Kopfzeile den gewünschten Riss wählen. Der Wechsel wird in der Historie mitgeführt.
  2. Umbenennen und Löschen (Reiter Riss → Gruppe Riss) wirken immer auf den eingestellten Riss; im Standard-Riss sind sie ausgegraut.
  3. Riss sperren schützt einen fertigen Riss: neu entstehende Objekte erscheinen dort nicht, und vor Änderungen, die sich auf ihn auswirken, fragt VermCad nach (Änderung wirkt sich auf gesperrten Riss „NAME" aus. Trotzdem ausführen?). Gesperrte Risse tragen im Auswahlfeld ein Schloss-Symbol.
  4. Alle Riss-Befehle stehen auch im Kontextmenü des Riss-Auswahlfeldes (Rechtsklick).

Objekte je Riss aus- und einblenden

Rahmenhinweis, dass gerade alle Objekte dargestellt werden

  1. Ausblenden gezielt: Objekte markieren → Ausblenden (Auswahl).
  2. Ausblenden großflächig: auf den gewünschten Bereich zoomen → Ausblenden (Szene). Damit verschwindet alles, was gerade nicht im Bild ist. VermCad fragt vorher nach.
  3. Einblenden: Alle Objekte darstellen einschalten – nur so lassen sich ausgeblendete Objekte überhaupt markieren –, die gewünschten Objekte markieren und Einblenden (Auswahl) wählen. Einblenden (Alle) hebt alle Ausblendungen des Risses auf.
  4. Alle Objekte darstellen anschließend wieder ausschalten.

Objekte im Riss verschieben und Texte setzen

  1. Im Riss lassen sich Objekte wie gewohnt verschieben. Gespeichert wird dabei nur eine riss-bezogene Abweichung – die Koordinaten des Punktes selbst und die Darstellung in den anderen Rissen bleiben unverändert.
  2. Bei Texten werden zusätzlich Verschiebung zum Referenzpunkt, Drehwinkel und Streckung/Stauchung riss-bezogen gespeichert, bei Punkten der Punktnummerntext-Typ.
  3. Sollen diese Riss-Daten in einem anderen Riss ebenso gelten: Objekte markieren und im Reiter Riss die Untermenüs Alle Eigenschaften übertragen an ... bzw. Alle Eigenschaften holen von ... verwenden. Einzelne Eigenschaften übertragen Sie über die CAD-Objektinformationen.
  4. Zurücksetzen: markierte Objekte → Daten zurücksetzen (Auswahl). Im Standard-Riss heißt die Schaltfläche Verschiebungen zurücksetzen (Auswahl) und setzt nur die Verschiebungen zurück.

Maßstab im Riss festhalten

  1. Reiter Maßstab & Zoom → Gruppe Maßstab → Maßstab einfrieren / Detail-Zoom setzt den aktuellen Maßstab fest; weiteres Zoomen vergrößert dann nur noch die Darstellung, nicht den Maßstab.
  2. Damit ein Riss stets in seinem festen Maßstab geöffnet wird: Maßstab im Riss immer einfrieren einschalten. Der eingefrorene Zustand wird beim Anlegen im Riss mitgespeichert.

Riss mit Szenario verknüpfen

  1. Jeder Riss merkt sich das Szenario, das beim Anlegen eingestellt war.
  2. Die Schaltfläche Szenario mit Riss verknüpfen neben dem Szenario-Auswahlfeld schaltet die Kopplung ein: Beim Riss-Wechsel stellt VermCad dann automatisch das zugehörige Szenario ein. War am Riss noch kein Szenario hinterlegt, wird das gerade eingestellte übernommen.

Hinweise und Stolperfallen

  • Der Rahmen ist der Umschalter zwischen Riss- und Lagedarstellung. Ein farbiger Rahmen um die Zeichenfläche – in der Voreinstellung magenta – bedeutet: Sie arbeiten in einem Riss. Was Sie dort sehen, ist nicht zwingend lagerichtig, denn Objekte können im Riss verschoben sein, und der Riss darf unmaßstäblich sein. Ohne diesen Rahmen sind Sie im Riss [Standard] und alle Objekte stehen an ihrer wirklichen Position. Wer die Rahmenfarbe ändern möchte, findet sie in den CAD-Einstellungen unter Darstellung als Riss-Farbe.
  • Textverschiebungen: erst überlegen, wo sie wirken sollen. Eine Verschiebung im Riss wird nur riss-bezogen gespeichert und ändert die Daten selbst nicht. Sollen Textpositionen dauerhaft – also auch in der Fortführung – geändert werden, nehmen Sie die Verschiebung im Riss [Standard] vor. Verschiebungen, die allein dem Ausdruck dienen, gehören in den Riss.
  • Gespeichert wird der Ausschnitt, nicht der Zoom. Zu jedem Riss merkt sich VermCad die Ausdehnung des Bildausschnitts (kleinster und größter Rechts- und Hochwert) statt Verschiebung und Zoomfaktor – sonst würde die Szene beim Ändern der Fenstergröße springen. Ob der gemerkte Ausschnitt beim Risswechsel wiederhergestellt wird, steuert in den CAD-Einstellungen das Kontrollkästchen Bildschirmausschnitt und Maßstab zum Risswechsel merken und wiederherstellen (gilt auch für [Standard]).
  • DXF-Export aus einem Riss. Wird aus einem Riss heraus eine DXF-Datei erzeugt, warnt VermCad: Sie erzeugen eine DXF-Datei aus dem Riss-Modus heraus. Die exportierten Punkte sind wie im Riss selbst auch verschoben. Für lagerichtige Koordinaten vorher in den Standard-Riss wechseln – siehe CAD-Arbeitsabläufe-DXF importieren und exportieren.
  • „Alle Objekte darstellen" ist kein Dauerzustand. Solange der Umschalter aktiv ist, steht im Riss-Rahmen der Zusatz ACHTUNG: alle Objekte werden dargestellt (auch ausgeblendete). Was Sie dann sehen, entspricht nicht dem, was gedruckt wird.
  • Löschen ist endgültig. Beim Löschen eines Risses verschwinden auch alle Riss-Werte aller Objekte und die Historieneinträge zu diesem Riss; die Rückfrage nennt das ausdrücklich als unwiderruflich.
  • Das schnelle Ab- und Andocken von Eckpunkten ist im Riss nicht verfügbar; es arbeitet nur, wenn Änderungen in allen Rissen wirken.
  • Im Riss entstehen nur CAD-Punkte (ab Version 5.1). Ist am Werkzeug Punkt eine VC-Punktart eingestellt, wirkt sie im Riss nicht – ein Punkt, der nur für die Risszeichnung gezeichnet wird, soll keinen Bezug zur Berechnung bekommen. Beim Start der Konstruktion erscheint dazu die Sprechblase Im Riss nur CAD-Punkte. Die gemerkte Wahl bleibt erhalten und wirkt im Riss [Standard] wieder – siehe Ribbon: Konstruktion.
  • Plotrahmen können je Riss oder für alle Risse eingeblendet werden (Reiter Ansicht → Gruppe Anzeigen → Plotrahmen).

Siehe auch



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