ALKIS-Allgemeines: Unterschied zwischen den Versionen
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* Für eine fest hinterlegte Liste von Gemarkungen gilt die Aufteilung '''4 + 4''' statt 5 + 3. | |||
* Punktkennzeichen mit Stammnummer und Buchstabe sind '''15-stellig''' (4 Stellen Stammnummer + 1 Buchstabe + 4 Stellen Folgenummer). | |||
* Trigonometrische Punkte haben einen eigenen, '''12-stelligen''' Aufbau. | |||
* In einer Gemarkung mit eigenem Katasteramt ist das Punktkennzeichen '''19-stellig''' - dort gibt es abweichend vom übrigen Landesgebiet doch einen Nummerierungsbezirk. | |||
Welcher Aufbau gilt, entscheidet VermCad anhand der Gemarkung; die Längenprüfung der Validierung rechnet dann mit dem passenden Sollwert. Was in Stadtkreisen mit eigenem Katasteramt sonst noch abweicht, steht auf [[ALKIS-Arbeitsabläufe-Besonderheiten in Stadtkreisen mit eigenem Katasteramt]]. | |||
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Version vom 11. August 2026, 16:40 Uhr
Das ALKIS®-Fachkonzept ist integraler Bestandteil des AFIS®-ALKIS® -ATKIS®-Konzepts der AdV und ist unerlässlich zur Schaffung eines einheitlichen amtlichen Geodatenbestands der Vermessungsverwaltung aus den digitalen Daten des Liegenschaftskatasters, der Topographie und der Landesvermessung.
Mittlerweile das Konzept in fast allen Bundesländern umgesetzt. Über das Menü ALKIS erreichen Sie alle ALKIS-relevanten Dialoge.
ALKIS Objekt-Modell
Eine wichtige Änderung ist die Umstellung auf eine objektbasierte Datenstruktur. Bestanden amtliche Punktlieferungen bisher aus einer einzigen EDBS-Zeile, die sich nach dem Import in je einer Zeile eines VORGABEN-Blocks und des VERWALTUNGs-Blocks wiederspiegelte, so erhalten über die NAS (Normbasierte Austauschschnittstelle) einen Sack voll sich über Relationen referenzierende Objekte.
Als Name für einen Punkt diente bisher seine Punktkennung. In ALKIS werden die Objekte über eine 16stellige ID identifiziert, die gleichfalls zur Erklärung von Relationen zwischen Objekten dient. So kann ein Punktobjekt (AX_Grenzpunkt, AX_BesondererGebaeudepunkt, ...) aus beliebig vielen Objekten AX_Punktort "bestehen" (Relation bestehtAus). Andersherum ist jedes Objekt AX_Punktort Teil genau eines Punktobjekts (Relation isTeilVon).
Ein Punktort repräsentiert eine Koordinate in einem CRS (Koordinatenreferenzsystem) nebst den zugehörigen Parametern (bspw. KDS, KST, HIN, ...) und den Qualitätsangaben (bspw. GST, SRC, LZK, ...). Ein eineindeutige Zuordnung zu einem Lagestatus kann nicht immer erfolgen, da bspw. LS 489 mit den CRS ETRS89_UTM32 und ETRS89_UTM33 korrespondiert.
Ein Punktobjekt repräsentiert den tatsächlichen Punkt mit all seinen koordinatenübergreifenden Attributen wie z.B: PKN, ABM, FGP, ZST. Beide Objekte "kennen" einander nur über Ihre ObjektID.
Mithin kann die Frage nach der Genauigkeit des Punktes 42 nur unter Berücksichtigung des Lagestatus bzw. des CRS erfolgen.
Aufbau des Punktkennzeichens
Wie ein Punktkennzeichen aufgebaut ist, legt jedes Land selbst fest. In den meisten Bundesländern beginnt es mit einem Nummerierungsbezirk (NB).
Landeshinweis Baden-Württemberg: Hier gibt es keinen Nummerierungsbezirk. Das Punktkennzeichen ist im Regelfall 14-stellig und setzt sich zusammen aus 2 Stellen Landeskennung, 4 Stellen Gemarkung und 8 Stellen Punktnummer. Die in VermCad erfasste Punktnummer der Form <Nummer>/<Folge> wird dabei auf 5 + 3 Stellen aufgefüllt. Entsprechend heißt die Vorsatz-Spalte in den Dialogen GV und nicht NV.
Die Sonderfälle in Kürze:
- Für eine fest hinterlegte Liste von Gemarkungen gilt die Aufteilung 4 + 4 statt 5 + 3.
- Punktkennzeichen mit Stammnummer und Buchstabe sind 15-stellig (4 Stellen Stammnummer + 1 Buchstabe + 4 Stellen Folgenummer).
- Trigonometrische Punkte haben einen eigenen, 12-stelligen Aufbau.
- In einer Gemarkung mit eigenem Katasteramt ist das Punktkennzeichen 19-stellig - dort gibt es abweichend vom übrigen Landesgebiet doch einen Nummerierungsbezirk.
Welcher Aufbau gilt, entscheidet VermCad anhand der Gemarkung; die Längenprüfung der Validierung rechnet dann mit dem passenden Sollwert. Was in Stadtkreisen mit eigenem Katasteramt sonst noch abweicht, steht auf ALKIS-Arbeitsabläufe-Besonderheiten in Stadtkreisen mit eigenem Katasteramt.