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Messen Menü-Das Dialogfenster GNSS und Tachy: Unterschied zwischen den Versionen

Aus VermCAD Hilfe Wiki
Statische Messung (PNR21): Optionen-Gruppe und Schalter im Reiter GNSS, Verweis auf neue Seite
Ab 5.1: Schalter "RTK-Verbindung beim Start automatisch aufbauen" (PNR21) und Vorauswahl des einzigen Messgeräts im Reiter Gerät
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Unter '''Messgerät''' stellen ist das in VermCad konfigurierte Instrument einzustellen, mit dem verbunden werden soll. Ist hier kein spezielles Instrument angegeben, werden die Einstellungen unter Optionen/Schnittstellenparameter verwendet.
Unter '''Messgerät''' stellen ist das in VermCad konfigurierte Instrument einzustellen, mit dem verbunden werden soll. Ist hier kein spezielles Instrument angegeben, werden die Einstellungen unter Optionen/Schnittstellenparameter verwendet. Ab Version 5.1 wählt VermCad das Messgerät selbst vor, wenn die Liste nur ein einziges Tachymeter bzw. nur ein einziges GNSS-Gerät enthält und noch keines gewählt ist (z. B. beim ersten Öffnen oder wenn das zuletzt gewählte Gerät nicht mehr vorhanden ist) – beim Öffnen des Dialogs und beim Umschalten zwischen ''Tachymeter'' und ''GNSS''. Ein bereits gewähltes Gerät bleibt erhalten; stehen zwei oder mehr Geräte der Art in der Liste, wählt man wie bisher selbst.


'''Temperatur und Luftdruck''' werden wenn möglich vom Instrument abgefragt. Ist das erfolgreich, wird die Info "(Inst.)" hinter den Werten ergänzt und die Werte werden auch automatisch laufend gehalten.
'''Temperatur und Luftdruck''' werden wenn möglich vom Instrument abgefragt. Ist das erfolgreich, wird die Info "(Inst.)" hinter den Werten ergänzt und die Werte werden auch automatisch laufend gehalten.
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'''IMU Neigungskontrolle anzeigen (maximal zulässige Neigung)''' (ab Version 5.1; ersetzt den früheren Schalter ''IMU Status anzeigen (Roving <-> Static)''): Ist der Haken gesetzt, zeigt VermCad in der Kopfzeile des [[#Reiter GNSS|Reiters GNSS]] ein '''grünes''' Symbol, solange die Neigung des Lotstabs die im Dialog [[Optionen Menü-Das Dialogfenster Instrumente|Instrumente]] eingestellte ''Max.Inclination[°]'' nicht überschreitet, und ein '''rotes''' Symbol, wenn sie größer ist. Rot erscheint auch, wenn die Neigung unbekannt ist, weil gerade keine aktuellen Neigungswerte vom Gerät kommen. Als Neigung gilt der Winkel des Stabs gegen die Senkrechte; VermCad bildet ihn aus Längs- und Querneigung zusammen, ein seitliches Kippen zählt also genauso wie ein Kippen nach vorn.<br>Der Schalter erscheint nur, wenn ein Gerät verbunden ist, das Neigungswerte liefert – ''GNSS-NMEA'' mit Gerätetyp ''PRONIVO PNR21'', ''Leica OWI'' mit Neigungssensor (IMU, z. B. GS18) oder ''Trimble SDK'' –, und für dieses Gerät eine Grenze eingestellt ist (nicht 0° und nicht 180°). Bei ''Leica OWI'' ohne Neigungssensor (z. B. GS16) erscheinen die beiden Schalter nicht. Beim ''Trimble SDK'' stammt die Neigung aus der elektronischen Libelle; dafür muss unter '''NMEA''' die Option ''"Libelle"'' eingeschaltet sein. Bei ''Leica OWI'' kommt die Neigung aus der Positionsnachricht des Geräts; die Werte gelten bis zum 2,5-fachen Ausgabeintervall (mindestens 3 s) als aktuell. Ältere OWI-Firmware ohne diese Neigungsangabe liefert keine Werte – dann gilt die Neigung als unbekannt. Die frühere Anzeige des IMU-Status ''Roving''/''Static'' beim Trimble SDK entfällt. Ob zu stark geneigte Messungen zusätzlich gesperrt werden, steuert der Schalter ''"Neigungskontrolle streng"'' unter '''Messepoche'''.<br>
'''IMU Neigungskontrolle anzeigen (maximal zulässige Neigung)''' (ab Version 5.1; ersetzt den früheren Schalter ''IMU Status anzeigen (Roving <-> Static)''): Ist der Haken gesetzt, zeigt VermCad in der Kopfzeile des [[#Reiter GNSS|Reiters GNSS]] ein '''grünes''' Symbol, solange die Neigung des Lotstabs die im Dialog [[Optionen Menü-Das Dialogfenster Instrumente|Instrumente]] eingestellte ''Max.Inclination[°]'' nicht überschreitet, und ein '''rotes''' Symbol, wenn sie größer ist. Rot erscheint auch, wenn die Neigung unbekannt ist, weil gerade keine aktuellen Neigungswerte vom Gerät kommen. Als Neigung gilt der Winkel des Stabs gegen die Senkrechte; VermCad bildet ihn aus Längs- und Querneigung zusammen, ein seitliches Kippen zählt also genauso wie ein Kippen nach vorn.<br>Der Schalter erscheint nur, wenn ein Gerät verbunden ist, das Neigungswerte liefert – ''GNSS-NMEA'' mit Gerätetyp ''PRONIVO PNR21'', ''Leica OWI'' mit Neigungssensor (IMU, z. B. GS18) oder ''Trimble SDK'' –, und für dieses Gerät eine Grenze eingestellt ist (nicht 0° und nicht 180°). Bei ''Leica OWI'' ohne Neigungssensor (z. B. GS16) erscheinen die beiden Schalter nicht. Beim ''Trimble SDK'' stammt die Neigung aus der elektronischen Libelle; dafür muss unter '''NMEA''' die Option ''"Libelle"'' eingeschaltet sein. Bei ''Leica OWI'' kommt die Neigung aus der Positionsnachricht des Geräts; die Werte gelten bis zum 2,5-fachen Ausgabeintervall (mindestens 3 s) als aktuell. Ältere OWI-Firmware ohne diese Neigungsangabe liefert keine Werte – dann gilt die Neigung als unbekannt. Die frühere Anzeige des IMU-Status ''Roving''/''Static'' beim Trimble SDK entfällt. Ob zu stark geneigte Messungen zusätzlich gesperrt werden, steuert der Schalter ''"Neigungskontrolle streng"'' unter '''Messepoche'''.<br>
'''RTK-Verbindung beim Start automatisch aufbauen''' (ab Version 5.1, direkt über ''RTK-Verbindung beim Beenden trennen'', Vorgabe: aus; die Einstellung bleibt gespeichert): Ist der Haken gesetzt, schaltet VermCad nach dem Verbinden RTK selbst ein – so, als hätte man im [[#Reiter GNSS|Reiter GNSS]] den RTK-Ein-/Ausschalter gedrückt. Derzeit ist der Schalter nur mit ''GNSS-NMEA'' und Gerätetyp ''PRONIVO PNR21'' bedienbar; bei anderen Geräten und ohne Verbindung ist er gesperrt.<br>VermCad wartet dazu, bis der Rover seine NTRIP-Daten und seinen Netzstatus (SIM-Karte bzw. WLAN) gemeldet hat. Hat der Rover keine Internetverbindung oder gibt es weder im Rover noch in VermCad NTRIP-Daten, unterbleibt der Versuch ohne Fehlermeldung; RTK lässt sich dann wie gewohnt per Knopf einschalten. Fehlen die NTRIP-Daten im Rover oder weichen sie von denen in VermCad ab, überträgt VermCad '''ohne Rückfrage''' die NTRIP-Einstellungen aus dem Dialog [[Optionen Menü-Das Dialogfenster Instrumente|Instrumente]] an den Rover (beim Einschalten per Knopf fragt VermCad bei abweichenden Daten nach). Läuft RTK bereits, schaltet VermCad nichts um.<br>Der automatische Aufbau läuft je Verbindung einmal. Nach ''Verbindung neu aufbauen'' und nach dem automatischen Neuaufbau einer abgebrochenen Bluetooth-Verbindung läuft er erneut.<br>


Unter '''zusätzliche Messprogramme''' findet man Schalter zum Ein-/Ausschalten diverser Extraprogramme. Diese erscheinen dann im GNSS-Messen-Reiter unter einem zusammenklappbaren Extrablock.<br>
Unter '''zusätzliche Messprogramme''' findet man Schalter zum Ein-/Ausschalten diverser Extraprogramme. Diese erscheinen dann im GNSS-Messen-Reiter unter einem zusammenklappbaren Extrablock.<br>

Version vom 7. Oktober 2026, 16:34 Uhr

VermCad kann verschiedenste Messgeräte direkt ansteuern, die Messdaten entgegennehmen und sofort auswerten.

Bitte konfigurieren Sie vor dem Messen die Schnittstelle oder die Einstellungen direkt am Instrument.

Eine Übersicht über die getesteten Geräte ab 10/2018 ist hier zu finden.

Achtung:

  • Bildschirme unter 10" werden nicht unterstützt
  • Windowsversionen älter als Windows 10 werden nicht mehr unterstützt


Mess-Dialog allgemein

Der Messdialog besteht aus einem Kopf und einem Bereich der über Reiter angepasst werden kann. Derzeit gibt es 4 verschiedene Reiter: "Gerät", "GNSS", "Tachymeter" und  "Optionen".

Im Kopf kann man mit dem Schalter ganz links den Dialog minimieren.
Danach schließt sich ein Prüfen & Übersetzen-Knopf(F9) an, mit dem das Projekt übersetzt werden kann.
Als nächstes kommt ein Umschalter mit dem man steuert, ob die Messergebnisse in der MWT oder im CAD erzeugt werden.
Dann schließen sich Batterieanzeige und Hilfe-Knopf bzw. der Beenden-Knopf an.

Reiter Gerät

Unter Messgerät stellen ist das in VermCad konfigurierte Instrument einzustellen, mit dem verbunden werden soll. Ist hier kein spezielles Instrument angegeben, werden die Einstellungen unter Optionen/Schnittstellenparameter verwendet. Ab Version 5.1 wählt VermCad das Messgerät selbst vor, wenn die Liste nur ein einziges Tachymeter bzw. nur ein einziges GNSS-Gerät enthält und noch keines gewählt ist (z. B. beim ersten Öffnen oder wenn das zuletzt gewählte Gerät nicht mehr vorhanden ist) – beim Öffnen des Dialogs und beim Umschalten zwischen Tachymeter und GNSS. Ein bereits gewähltes Gerät bleibt erhalten; stehen zwei oder mehr Geräte der Art in der Liste, wählt man wie bisher selbst.

Temperatur und Luftdruck werden wenn möglich vom Instrument abgefragt. Ist das erfolgreich, wird die Info "(Inst.)" hinter den Werten ergänzt und die Werte werden auch automatisch laufend gehalten.

Bei Leica-Tachymetern (Schnittstelle Leica GeoCOM) lassen sich beide Werte ab Version 5.1 auch an das Gerät übertragen: neuen Wert in das Feld Temperatur bzw. Luftdruck (Gruppe Mess-Session) eintragen und das Feld verlassen. VermCad schickt den Wert an das Instrument und zeigt ihn erst an, wenn das Gerät ihn bestätigt hat (wieder mit "(Inst.)"). Lehnt das Gerät den Wert ab, erscheint eine Meldung in der Statuszeile und das Feld zeigt wieder den bisherigen Gerätewert. Zulässig sind −50 bis +75 °C und 850 bis 1100 hPa.


Mit dem Knopf Verbindung neu aufbauen trennt man die aktuelle Geräteverbindung und initialisiert diese neu.

Geräteerkennung bei Leica-Tachymetern (GeoCOM) (ab Version 5.1): Beim Verbinden fragt VermCad das Instrument nach Geräteklasse, Gerätename, Stand des Kompensators und – bei Geräten der Viva-Serie – nach der Robotik-Lizenz. Aus der Geräteklasse bestimmt VermCad die Gerätefamilie (TS06 Flexline Serie, TS07 Flexline Serie, 1200'er Serie oder VIVA Serie) und arbeitet mit dieser, auch wenn im Dialog Instrumente unter Gerätetyp eine andere Familie gewählt ist. In diesem Fall erscheint der Hinweis Das Gerät meldet die Gerätefamilie „…“ (Geräteklasse …), in den Geräteeinstellungen ist „…“ gewählt. VermCad arbeitet mit der vom Gerät gemeldeten Familie. Die Einstellung selbst bleibt unverändert; der Hinweis kommt deshalb bei jedem neuen Verbinden wieder, bis der Gerätetyp angepasst ist.
Meldet das Gerät eine Klasse, die VermCad keiner Familie zuordnet (z. B. die Flexline-Modelle TS01, TS02, TS03 und TS05), oder lässt sich die Klasse nicht abfragen, gilt weiter der eingestellte Gerätetyp.
Die motorisierten Funktionen (Prismensuche, PowerSearch, Positionieren, Fernrohrlage wechseln) bietet VermCad an, wenn die erkannte Familie sie kennt – bei den Flexline-Serien nicht. Meldet das Gerät beim Ausführen, dass die Robotik-Lizenz fehlt, schaltet VermCad diese Funktionen ab. Nach einem Gerätewechsel (z. B. erst Flexline, dann TS16) stehen sie ohne Neustart wieder zur Verfügung.

Mit dem Knopf Trennen trennt man die aktuelle Geräteverbindung.

Die max. Wartezeit für Geräteantworten legt die Zeit in Sekunden fest, die VermCad auf eine Reaktion der angeschlossenen Geräte wartet, bevor eine Fehlermeldung wegen nicht erreichen des Gerätes angesetzt wird. (Einige Funktionen, die evt. lange dauern sind hier ausgeschlossen; z.B. die Prismensuche,... .)

Über den Schalter Demo Modus kann man das Messen auch ohne Messgerät simulieren und sich so mit den Funktionen vertraut machen.

Der Knopf "Automatisch verbinden" sorgt dafür, dass beim Starten des Messdialogs das zuletzt eingestellte Gerät automatisch verbunden wird. Der Knopfdruck "Verbindung neu aufbauen..." ist dann also nicht mehr notwendig.

Man muss den Messdialog nicht beenden um Änderungen im CAD- oder MWT-Teil von VermCad vorzunehmen. Lediglich beim Projektwechsel ist das notwendig.

Über den Schalter DSDKDebug kann man das Logging in externen Gerätekommunikationsbibliotheken aktivieren (nur TrimbleSDK). Version 4.5: Verschoben in die Entwicklerwerkzeuge.

Über den Schalter Gerätekommunikation schaltet man das Textfeld unterhalb frei, dass dann die gesendeten und empfangenen Befehle aufzeichnet. Außerdem kann man dann auch an dieser Stelle händisch Befehle absetzen um bestimmte Funktionen zu testen.

Der Schalter Schleifenbefehle aus schaltet die kompletten periodischen Abfragen ab. Somit behält man bei händisch eingegebenen Befehlen eine bessere Übersicht über die gesendeten und empfangenen Sequenzen.

Wenn das Logging im VermCad eingeschaltet ist (Hilfe/Logging), wird die komplette Kommunikation zwischen VermCad und dem Messgerät in die Datei "conf/vermcad.debug" geschrieben. Dies ist ein unverzichtbares Hilfsmittel, falls Probleme und der Kommunikation oder andere Gerätefehler auftreten (Bitte an VermCad senden!).

Reiter Optionen

Ab der Version 4.3 wurde der Optionen-Reiter in einzelne Tabs gegliedert. Derzeit gibt es 5 Tabs mit den jeweiligen Einstellmöglichkeiten zu diesen Themen.

1. GNSS

Unter Allgemeinen Einstellungen findet man Schalter zum Ein-/Ausschalten diverser Anzeigen im Dialog. Die LS- und HS-Felder dienen zur Angabe der Kopfinformation beim Speichern in die MWT. Der HS-Wert beeinflusst noch, ob die Geoidundulation addiert oder subtrahiert werden soll, wenn der Schalter aktiv ist. Der minimale Elevationswinkel grenzt alle Satelliten aus, die unterhalb dieses Winkels stehen (also alle horizontnahen Satelliten). Geoidundulation: Ohne weitere Einstellung verrechnet VermCad die Geoidundulation, die der Rover liefert (Standardfall, über NMEA), oder wahlweise einen hier fest eingestellten, positionsunabhängigen Wert. Ab Version 5.1 kann VermCad die NHN-Höhe zusätzlich selbst mit dem amtlichen Quasigeoid GCG2016 des BKG bilden; das wird je Gerät im Dialog Instrumente eingeschaltet (siehe Höhen mit dem Quasigeoid GCG2016). => Achtung: Dieser Schalter darf nur gesetzt werden, wenn die über NMEA übertragenen Höhen nicht dem eingestellten Höhenstatus entsprechen. Ist der Höhenstatus 300 eingestellt, wird die Geoidundulation addiert, andernfalls subtrahiert(ab Version 4.4.15)!

IMU Neigungskontrolle anzeigen (maximal zulässige Neigung) (ab Version 5.1; ersetzt den früheren Schalter IMU Status anzeigen (Roving <-> Static)): Ist der Haken gesetzt, zeigt VermCad in der Kopfzeile des Reiters GNSS ein grünes Symbol, solange die Neigung des Lotstabs die im Dialog Instrumente eingestellte Max.Inclination[°] nicht überschreitet, und ein rotes Symbol, wenn sie größer ist. Rot erscheint auch, wenn die Neigung unbekannt ist, weil gerade keine aktuellen Neigungswerte vom Gerät kommen. Als Neigung gilt der Winkel des Stabs gegen die Senkrechte; VermCad bildet ihn aus Längs- und Querneigung zusammen, ein seitliches Kippen zählt also genauso wie ein Kippen nach vorn.
Der Schalter erscheint nur, wenn ein Gerät verbunden ist, das Neigungswerte liefert – GNSS-NMEA mit Gerätetyp PRONIVO PNR21, Leica OWI mit Neigungssensor (IMU, z. B. GS18) oder Trimble SDK –, und für dieses Gerät eine Grenze eingestellt ist (nicht 0° und nicht 180°). Bei Leica OWI ohne Neigungssensor (z. B. GS16) erscheinen die beiden Schalter nicht. Beim Trimble SDK stammt die Neigung aus der elektronischen Libelle; dafür muss unter NMEA die Option "Libelle" eingeschaltet sein. Bei Leica OWI kommt die Neigung aus der Positionsnachricht des Geräts; die Werte gelten bis zum 2,5-fachen Ausgabeintervall (mindestens 3 s) als aktuell. Ältere OWI-Firmware ohne diese Neigungsangabe liefert keine Werte – dann gilt die Neigung als unbekannt. Die frühere Anzeige des IMU-Status Roving/Static beim Trimble SDK entfällt. Ob zu stark geneigte Messungen zusätzlich gesperrt werden, steuert der Schalter "Neigungskontrolle streng" unter Messepoche.

RTK-Verbindung beim Start automatisch aufbauen (ab Version 5.1, direkt über RTK-Verbindung beim Beenden trennen, Vorgabe: aus; die Einstellung bleibt gespeichert): Ist der Haken gesetzt, schaltet VermCad nach dem Verbinden RTK selbst ein – so, als hätte man im Reiter GNSS den RTK-Ein-/Ausschalter gedrückt. Derzeit ist der Schalter nur mit GNSS-NMEA und Gerätetyp PRONIVO PNR21 bedienbar; bei anderen Geräten und ohne Verbindung ist er gesperrt.
VermCad wartet dazu, bis der Rover seine NTRIP-Daten und seinen Netzstatus (SIM-Karte bzw. WLAN) gemeldet hat. Hat der Rover keine Internetverbindung oder gibt es weder im Rover noch in VermCad NTRIP-Daten, unterbleibt der Versuch ohne Fehlermeldung; RTK lässt sich dann wie gewohnt per Knopf einschalten. Fehlen die NTRIP-Daten im Rover oder weichen sie von denen in VermCad ab, überträgt VermCad ohne Rückfrage die NTRIP-Einstellungen aus dem Dialog Instrumente an den Rover (beim Einschalten per Knopf fragt VermCad bei abweichenden Daten nach). Läuft RTK bereits, schaltet VermCad nichts um.
Der automatische Aufbau läuft je Verbindung einmal. Nach Verbindung neu aufbauen und nach dem automatischen Neuaufbau einer abgebrochenen Bluetooth-Verbindung läuft er erneut.

Unter zusätzliche Messprogramme findet man Schalter zum Ein-/Ausschalten diverser Extraprogramme. Diese erscheinen dann im GNSS-Messen-Reiter unter einem zusammenklappbaren Extrablock.

Antennenstabhöhe: Hier kann man die Antennenstabhöhe definieren und einstellen, wie diese verrechnet wird.
Wichtig ist, ob das Gerät die Antennenstabhöhe und auch die vertikalen Offsets intern verrechnet oder nicht (z.B. Leica oder Septentrio(Altus) verrechnen alle Offsets und auch die Antennenstabhöhe; hier darf die Korrektur NICHT DOPPELT angebracht werden).
Mit "AH automatisch am Gerät setzen" kann man steuern, ob die eingegebenen AH-Werte sofort an das Gerät übertragen werden. Dabei ist es egal, ob der Wert hier im Eingabefeld "AH" eingegeben wird, oder im GNSS-Mess-Reiter beim Messpunkt unter "H.-Ant". Beide Felder sind gekoppelt und haben immer den selben Wert.
Version vor 4.5: Wenn der Schalter "AH mit Messwerten verrechnen" angehakt ist, subtrahiert VermCad den eingegebenen AH-Wert von der empfangenen Höhe.
Mit "AH in MWT speichern (REM)" kann man einstellen, ober der Antennenhöhenwert als Bemerkung am Punkt mit in die MWT gespeichert wird.
Version ab 4.5: Über die Schalter "Gerät", "Messendialog" und "MWT" kann man steuern, wie die AH verrechnet wird. Die Einstellung "Gerät" schaltet jede AH-Korrektur im VermCad ab und geht davon aus, dass die Höhenkorrekturen bereits im Rover erfolgen. "Messendialog" bringt die Korrektur direkt am Messwert an, es wird also im Messendialog sofort die korrigierte Höhe angezeigt. "MWT" setzt den Korrekturwert als AH im MWT-Messungsblock, die Höhe wird erst bei F9 korrigiert. Mit "AH in MWT speichern (REM)" kann man einstellen, ober der Antennenhöhenwert als Bemerkung am Punkt mit in die MWT gespeichert wird.

Unter NMEA kann man die auszuwertenden NMEA-Datensätze einstellen. Weitere Informationen zu den NMEA-Datensätzen findet man hier.
Die mit der Option "Libelle" kann man die vertikalen Differenzen zum Lot in X und Y-Richtung anzeigen. Die Anzeige findet man im Reiter GNSS direkt unter dem Messen-Knopf.
Unter "Satelliten" kann man die aktuelle Satellitenverteilung am Standpunkt einsehen.
Mit der Option "RTK" kann man das Auswerten der RTK-Korrektur-Datensätze im GNSS-Empfänger einschalten. Hierbei werden die Einstellungen, die am Gerät gesetzt sind, verwendet.
Optional: Will man die VermCad-Einstellungen unter Optionen/Schnittstellenparameter/GNSS verwenden, muss man über "Set NTRIP" diese an den GNSS-Empfänger übertragen. (Ausnahme Trimble: Hier werden immer die VermCad-Einstellungen verwendet.)
Über "Set Cellular (APN)" kann man die Einstellungen für die Mobilfunkeinwahl unter Optionen/Schnittstellenparameter/GNSS an das Gerät übertragen.
Eine detailliertere Erläuterung findet man hier.

Optional: Mit "Start-NMEA" und "Stop-NMEA" kann man den NMEA-Datenstrom ein-/ausschalten.
Mit "Nur-NMEA" kann man alle anderen Infos, die über die Schnittstelle übertragen werden ignorieren.
Mit der "Zeit-Einstellung" kann man die Sendefrequenz der NMEA-Signale steuern.
Mit der "Pause-Auswertung" kann man eine Zeit erzwingen, die für Nutzerinteraktionen (Maus, Tastatur) und den Bildschirmaufbau notwendig ist (1ms - 999ms; Standard 25ms). Über die "Pause-Verbindung" kann man eine Zeit einstellen, die VermCad zwischen den Datenstromabfragen wartet (1ms - 999ms; Standard 10ms). Beide Zeiteinstellungen sind insbesondere erforderlich und sinnvoll, wenn man moderne Messtechnik mit veralteten PC's betreibt.
Mit "Einzelauswertung" kann man erzwingen, dass jeder Befehl der über die Schnittstelle übertragen wird, sequenziell ausgewertet wird und die Bildschirmanzeige immer erneuert wird. Alternativ wird in Blöcken ausgewertet, was deutlich schnellere Übertragungsraten zulässt.

Die Genauigkeitsschwellen definieren 3 unterschiedliche Genauigkeitsschwellen, die über den Schalter "GS: " eingeschaltet/umgeschaltet werden können. Die Genauigkeitsschwelle in Lage, Höhe und 3D definieren die Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen, wenn - Version < 4.5 - die Option "Genauigkeitsschwelle einhalten" in der Messepoche aktiv ist, wenn - Version ab 4.5 - der Schalter "GS: " eingeschaltet ist. Andernfalls bedingen sie eine Rotfärbung der Messwerte bei Überschreitung.

Bei der Auswertung der GNSS-NMEA-Daten bezieht sich auf die unter "Messepoche" definierten Einstellungen. Will man nicht in Epochen auswerten, sondern die NMEA-Messwerte immer direkt anzeigen und/oder speichern, kann man die Haken unter "Minimale Messdauer" beide(also "Sekunden" und "Messungen") entfernen. Ansonsten beendet VermCad die Messepoche auf dem Punkt, wenn die Bedingungen der minimalen Messdauer erfüllt ist. Des weiteren kann man noch einstellen, welche Werte in die Epoche aufgenommen werden (Qualität, Lageänderung,...) und was passieren soll, wenn die Epoche komplett gemessen wurde(Messung beenden oder weitermessen, automatisch speichern). Für das TPSDK von Trimble gibt es noch die Optionen "IMU: Nur statische Lösungen" und "Strenge Prüfung von APC und Stabspitze". Ersteres bestimmt, ob "Roving"-Lösungen akzeptiert werden. Letzteres misst nur, wenn die Koordinaten dem eingestellten Bezugspunkt (siehe Antennenstabshöhe => AH verrechnen) entsprechen. Die Genauigkeitsunterschiede der TPSDK-Rover-Messmodi sind nur minimal; in vielen Fällen ist ein statischer Modus nicht unbedingt notwendig.

"Neigungskontrolle streng" (ab Version 5.1, direkt unter "Qualität: nur Fix-Lösungen", Vorgabe: aus): Der Schalter erscheint unter denselben Bedingungen wie "IMU Neigungskontrolle anzeigen" (siehe Allgemeine Einstellungen) und ist nur bedienbar, wenn dieser angehakt ist. Ist er gesetzt, nimmt VermCad bei zu großer oder unbekannter Neigung des Lotstabs keine Messwerte an:

  • Epochenmessung: Messwerte mit zu großer Neigung kommen nicht in die Epoche. Die Statusanzeige meldet Neigung zu groß (… > …)! bzw. Neigung unbekannt: keine aktuellen Neigungswerte!. Steht der Stab wieder gerade genug, läuft die Epoche weiter.
  • Einzelmessung ohne Epoche (beide Haken unter "Minimale Messdauer" entfernt): Das Speichern wird mit einer Meldung abgelehnt – ins MWT ebenso wie als CAD-Punkt und bei der Einzelmessung eines Bogenschnitts. Bei eingeschaltetem AutoSave erscheint die Meldung ohne Meldungsfenster. Ist die Neigung beim Trimble SDK unbekannt, weist die Meldung darauf hin, die E-Libelle einzuschalten.
  • Nicht geprüft werden die statische Messung (PostProcessing, dort gibt es keine Neigungswerte) und das Speichern eines kompletten Bogenschnitts (dessen Einzelmessungen wurden schon geprüft).

Ist "IMU Neigungskontrolle anzeigen" ausgeschaltet, wirkt auch "Neigungskontrolle streng" nicht. Eine im Dialog Instrumente geänderte Grenze gilt erst nach dem nächsten Verbinden des Geräts.

[ Statische Messung ] (ab Version 5.1, nur PRONIVO PNR21 mit der Geräteoption Statische Messung (PostProcessing)): Messdauer, Rover-Adresse (WLAN) und Zielverzeichnis der statischen Messung sowie der Knopf Messdateien vom Rover laden.... Beim Laden kann VermCad die Messdateien zusätzlich in das Austauschformat RINEX 3.04 umwandeln, z. B. für das SAPOS-Postprocessing. Einzelheiten: Statische Messung (PostProcessing).

2. Tachy

Die Tachymeter Optionen "Lock SD" und "Lock HD" definieren, welche der beiden Strecken festgehalten wird, wenn Der Strecken-Feststell-Modus (siehe Schnellschalter Tachymeter 6) aktiv ist. Das Festhalten der Messwerte wird auch mit einer Blaufärbung symbolisiert.

Gerätespezifische Einstellungen beinhalten spezielle Funktionen/Einstellungen die nur bei dem aktuell gesetzten Gerätetyp relevant sind. Bemerkungen hierzu:

  • Die eingestellte Prismenkonstante wird je nach Gerät auf die Strecke aufaddiert oder nur als Bemerkung verwaltet.(z.B. bei Leica nur als Bemerkung; bei Trimble aufaddiert;...) Bitte prüfen Sie die korrekten Einstellungen hierzu am Gerät!
  • Ob VermCad die Prismenkonstante selbst mit dem Messwert verrechnet, steuert der Schalter "PK mit Messwert verrechnen" in der Gruppe [Reflektor und PK] unter [ Prismenkonstante (PK) ]. Der Schalter gilt allgemein und hängt nicht am einzelnen Instrument – wer abwechselnd mit Geräten verschiedener Hersteller misst, muss ihn beim Fabrikatswechsel gegebenenfalls umstellen. Bei den Schnittstellen Leica GeoCOM und Trimble SDK wird der Schalter nicht angezeigt, weil VermCad dort selbst entscheidet: bei Leica GeoCOM bringt VermCad die Prismenkonstante grundsätzlich nicht an, beim Trimble SDK grundsätzlich immer. Näheres unter FAQ-Berechnungen und Messeinstellungen.
  • Für manche Instrumente benötigt VermCad unbedingt Luftdruck und Temperatur bzw. den PPM-Wert um die Strecke richtig zu korrigieren. Falls das Gerät diese Daten nicht übermittelt, müssen sie hier eingetragen werden, sonst kommt es zum Fehler beim Streckenmessen.

[Allgemeine Einstellungen] (Auszug):

  • Instrumenten-/Reflektorhöhe vom Gerät übernehmen (wenn möglich) – VermCad übernimmt Instrumenten- und Reflektorhöhe aus dem Instrument. Bei Leica-Tachymetern (GeoCOM) geht das ab Version 5.1 auch in die Gegenrichtung: ein im Reiter Tachymeter in hi oder hr geänderter Wert wird beim Verlassen des Feldes an das Gerät geschickt (nicht schon beim Tippen). Das Feld zeigt den neuen Wert (mit vorangestelltem I:), sobald das Gerät ihn bestätigt hat; lehnt das Gerät ab, erscheint eine Meldung und der bisherige Wert bleibt. Ein leeres Feld schickt nichts. Ohne diese Option wird keine Höhe an das Gerät geschickt.
  • Hz-Richtung setzen mit Winkeleingabe statt 0 – beim Setzen der Hz-Richtung fragt VermCad nach dem gewünschten Winkel, statt 0 zu setzen (siehe Reiter Tachymeter). Ab Version 5.1 auch für Leica GeoCOM; der Schalter erscheint, sobald ein Leica-Tachymeter verbunden ist.
  • Hz-Richtung setzen über Softwaresimulation (nur TPSDK) – nur für Trimble-Tachymeter.

[GeoCOM]: Der Schalter Kompensator schaltet den Neigungskompensator des Leica-Tachymeters ein oder aus. Ab Version 5.1 zeigt der Haken nach dem Verbinden den tatsächlichen Stand am Gerät. Lässt sich der Befehl nicht senden oder lehnt das Gerät ihn ab, springt der Haken auf den vorherigen Stand zurück.

3. MWT

Die Messungsart definiert die Block-Überschrift in der MWT, die verwendet wird um einen neuen Messblock anzulegen.

4. CAD

Unter CAD Optionen kann man spezielle Einstellungen treffen, die die Anzeige der Messung im CAD-Teil von VermCad betreffen.

Dazu gehören auch die Darstellungsvarianten für die Absteckwerte in der CAD-Szene. Die Variante "Winkel und Strecke bzgl. Sonnenstand" gibt die Richtung zum Zielpunkt nicht ab Nord, sondern bezogen auf die Sonne an – Näheres unter Sonnenstand.

5. Dialog

Hier befinden sich diverse Einstellmöglichkeiten, die den Messen-Dialog, sein Aussehen und sein Verhalten betreffen.

"Akustiksignal beim Messen und Speichern" - Hier können im VermCad hinterlegte Signale beim Messvorgang und Speichervorgang den jeweiligen Erfolg oder Fehler akustisch dokumentieren.

"Dialog beenden: Dialog nur verbergen" - Wenn dieser Schalter gesetzt ist, wird der Messdialog beim Beenden (rotes Kreuz rechts oben) nur versteckt. Die Einstellungen und Geräteverbindungen bleiben u.U. erhalten. Andernfalls wird die Dialog im Speicher zerstört und muss beim Wiederverwenden neu aufgebaut werden.

"Schriftgröße setzen" - Hier kann die Schriftgröße aller Felder im Messdialog angepasst werden.

"Daten vom Hauptnutzer holen" - Holt und setzt alle Einstellungen im Messendialog vom Hauptnutzer.

Reiter Tachymeter

Erklärung der Schnellschalter:
1 MessModus (nur Leica)
2 Reflektoreinstellung
3 TargetID (nur TrimbleSDK)
4 WorkingMode(nur TrimbleSDK)
5 Umschalter Winkelmessung <-> Winkel-/Streckenmessung
6 Strecke festhalten (Strecken LOCK: Tachy-Option)
7 SpeicherModus Umschalter (Automatisch, Automatisch wenn in Toleranz, Manuell)
8 Laserpointer An/Aus
9 Positionsleuche mehrstufig Ein/Aus
10 Prismensuche
11 Winkel(Hz und V) am Tachy einstellen; für Absteckung/Punktsuche; evt. Tachyfokus auf richtige Entfernung stellen (SD)
12 Fernrohrlage wechseln
13 FineModus einstellen (nur Topcon)

Info: Die Schnellschalter sind nur sichtbar, wenn ein Standpunkt definiert ist. (Im Messdialog Anlegen und Speichern oder Cursor in einen vorhandenen Standpunkt der MWT stellen und F9 drücken.)

Hz-Richtung setzen (Knopf Set Hz 0°, Hinweistext Horizontalwinkel des Gerätes auf die aktuelle Richtung ausrichten (0° setzen)): Setzt die Horizontalrichtung des Instruments in der aktuellen Fernrohrstellung auf 0. Danach ist die aktuelle Orientierung ungültig, VermCad fragt deshalb vorher nach. Ist unter Optionen → Tachy → [Allgemeine Einstellungen] der Schalter Hz-Richtung setzen mit Winkeleingabe statt 0 gesetzt, fragt VermCad stattdessen nach dem gewünschten Hz-Winkel in gon. Ab Version 5.1 geht das auch mit Leica-Tachymetern (GeoCOM); vorher war die Winkeleingabe nur mit dem Trimble SDK möglich. Bei Leica klappt das Setzen jetzt auch direkt nach einer Streckenmessung.

Prismenwahl bei Leica (Schnellschalter 2, ab Version 5.1): Bei Geräten der 1200er-, TS07- und Viva-Serie stellt VermCad die Leica-Standardprismen (z. B. Rundprisma, Mini, Folie, 360°) über ihre Leica-Typnummer ein; nur die VermCad-Prismen VermCad1 bis VermCad3 werden als Benutzerprisma mit Namen am Gerät angelegt. Das Instrument zeigt damit das gewählte Standardprisma unter seinem Leica-Namen. Beim TS06 bleibt es wie bisher.

Aufbau des Messbereichs: Mit dem Messen-Knopf startet man die Tachymessung zum aktuell eingestellten Punkt. Unter dem Messen-Knopf befindet sich der Abbrechen-Knopf für einen Abbruch des Wartezustandes auf Messwerte. Darunter werden, wenn verfügbar, die Längs- und Querneigung des Tachymeters angezeigt. Dabei gelten folgende Schwellen: kleiner 0,02° => Grüner Bereich; zwischen 0,02° und 0,07° => Blauer Bereich; größer 0,07° => Roter Bereich. Wenn der Kompensator außerhalb des Messbereiches liegt, kommt es zu einer roten Hinweismeldung unter den Messwerten und die Messung wird nicht ausgeführt. Rechts neben dem Messen-Knopf finden man die Messwerte mit den [Sollwerten] bei Bestandspunkten. Ab Version 5.1 zeigt VermCad die Neigungswerte bei Leica-Tachymetern auch dann richtig an, wenn das Gerät mit der Messung eine Kompensator-Warnung meldet. Rechts daneben sind die Knöpfe zum Speichern und für den neuen MWT-Block.

Im Bereich Messart/Punktdefinition stellt man zuerst die Art des zu speichernden/messenden Punktes ein(Standpunkt, Messpunkt, Anschlusspunkt, Absteckpunkt, Schnurgerüst, Trasse). Je nach Einstellung ändert sich das Angebot der weiteren Optionen. Wichtig ist, dass man einen Standpunkt definiert hat, sonst ist das Messen nicht möglich. Neupunkte messen und Abstecken kann man nur, wenn auch Anschlüsse zum Standpunkt gemessen worden und orientiert wurde (F9).

Unter der Messpunktartdefinition findet man die Punktdefinition mit den Einstellungen für Flags, Symbol, Instrumenten-/Reflektor-Höhe, Vermarkungsart, Längs-/Querexzentrum und Bemerkung.

Über die Umschalt-Knöpfe Bestandspunkt und Neupunkt ändert man auch die Anzeige Soll-Koordinate, Entfernung zum Messpunkt. Wenn Automatische Punkterkennung aktiv ist, ermittelt VermCad beim Messen den am nächsten gelegenen Punkt und wählt ihn. Über die Pfeil-Knöpfe kann man im eingestellten Radius(Reiter Optionen/Punktsuche) andere Punkte wählen, sortiert nach Abstand zum Messpunkt. Bei Neupunkte kann man automatisch oder per Knopfdruck Punktnummern (auch aus der Reservierung) vergeben.

Über die Einstellung in Mehrfachmessungen wählt man, wie die Messung in der MWT ausgewertet wird. Die Steuerung erfolgt über Flags. Dabei werden nur Messwerte und Neupunktberechnungen betrachtet, die ALKIS-Vorgaben werden nicht überschrieben. Diese Option ist also nur sinnvoll, wenn die Punkte mehrere Male aufgemessen oder berechnet wurden und F9 zwischendurch erfolgt ist. Außerdem kann man (bei gültigen F9) die Differenzen zum gültigen MWT-Punkt sehen.

Über eine spezielle Schnurgerüstabsteckung kann man diese Spezialart der Absteckung besser realisieren.

Laufrichtung der Linie umkehren (ab Version 5.1): Im Unterreiter Linienabsteckung (sichtbar, wenn unter Optionen → [Messprogramme] der Schalter Linienabsteckung gesetzt ist) liegt direkt unter dem roten Lösch-Knopf neben der Liste Linie ein Knopf mit Pfeil auf/ab (Hinweistext Laufrichtung der Linie umkehren (Anfangs- und Endpunkt tauschen)). Ein Klick dreht die Reihenfolge der Linienpunkte um: Der bisherige Endpunkt wird zum Anfangspunkt. Querabstand (Wert mit waagerechtem Pfeil) und Längsmaß entlang der Linie (Wert mit Pfeil nach oben) beziehen sich danach auf diesen Punkt – das Längsmaß wird zu Linienlänge minus bisheriger Wert, der Pfeil des Querabstands zeigt zur anderen Seite. Ein zweiter Klick stellt die ursprüngliche Richtung wieder her. Die Darstellung der Linie im CAD bleibt unverändert; bei weniger als zwei Linienpunkten bewirkt der Knopf nichts.

Das ist nützlich, wenn die Linie per Fang im CAD gewählt wurde und die Laufrichtung dabei falsch herum liegt. Beispiel Flucht: Auf der Flucht zweier Punkte soll 2.00 m vom Punkt A aus ein Punkt abgesteckt werden, in der Liste steht aber Punkt B oben. Nach einem Klick auf den Knopf ist A der Anfangspunkt; man führt den Reflektor, bis der Querabstand 0.00 und das Längsmaß 2.00 m anzeigt.

Linienabsteckung (hier GNSS): Der Knopf unter dem roten X kehrt die Laufrichtung der Linie um. Im Reiter Tachymeter sieht es genauso aus.

Des weiteren kann man noch die Anschluss - Information zum aktuellen Standpunkt eingesehen werden.

Trassenkontrollmessung: Siehe Hilfe zur Trasse.


Reiter GNSS

Kopfzeile:

In der Kopfzeile findet man:

 F9-SChalter
Umschalter, ob Neupunkte im CAD oder in der MWT gespeichert werden sollen
Genauigkeitsschwellenumschalter (ab Version 4.5) mit: AUS, 1.Genauigkeitsschwelle, 2.Genauigkeitsschwelle, 3.Genauigkeitsschwelle
RTK Ein-/Ausschalter
IMU Ein-/Ausschalter (ab Version 4.5 nur TPSDK und Rover mit Neigungsfunktion) Neigungsfunktion ein/aus (Neigungsfunktion ist aktiv, wenn Icon grün wird, dabei spielt der IMU-Status(Roving oder Static) hier keine Rolle)
Anzeigesymbol Neigungskontrolle (ab Version 5.1, nur PRONIVO PNR21, Leica OWI mit Neigungssensor und Trimble SDK; nur wenn unter Optionen/GNSS IMU Neigungskontrolle anzeigen angehakt und im Dialog Instrumente eine Max.Inclination eingestellt ist): grün = Neigung des Lotstabs innerhalb der zulässigen Neigung; rot = Neigung zu groß oder unbekannt (siehe Optionen GNSS). Bis Version 5.0 zeigte das Symbol beim TPSDK den IMU-Status Roving/Static.
Verbindungsanzeige zum Netz
WLAN-Verbindungsanzeige
SIM-Kartenanzeige
Batterieanzeigen
Hilfe
Knopf zum Dialog schließen und Messen beenden

Aufbau des Messbereichs: Mit dem Messen-Knopf aktiviert man die Epochenmessung auf dem aktuellen Punkt. Ist der Schalter Statische Messung angehakt (ab Version 5.1, nur PRONIVO PNR21), startet der Messen-Knopf stattdessen die Rohdatenaufzeichnung im Rover für das Postprocessing (siehe Statische Messung (PostProcessing)).

Unter dem Messen-Knopf befindet sich die Qualitätsanzeige und die Libellenanzeige.

Rechts neben dem Messen-Knopf finden man die 1D, 2D und 3D Genauigkeit und die Messwerte/Epochenwerte mit den [Sollwerten] bei Bestandspunkten. Unter den Werten findet man die Fortschrittsanzeige der Epoche mit dem Reset-Knopf und einer Statusanzeige.

Rechts daneben sind die Knöpfe zum Speichern und für den neuen MWT-Block. Dazwischen die AutoSave-Funktion für die Direktmessung (Epochenmessung ausgeschaltet).

Unter Messpunkt findet man die Punktdefinition mit den Einstellungen für Flags, Symbol, Antennenhöhe, Vermarkungsart und Bemerkung.

Über die Umschalt-Knöpfe Bestandspunkt und Neupunkt ändert man auch die Anzeige Soll-Koordinate, Entfernung zum Messpunkt. Wenn Automatische Punkterkennung aktiv ist, ermittelt VermCad beim Messen den am nächsten gelegenen Punkt und wählt ihn. Über die Pfeil-Knöpfe kann man im eingestellten Radius(Reiter Optionen/Punktsuche) andere Punkte wählen, sortiert nach Abstand zum Messpunkt. Dabei wird die Entfernung zum Messpunkt angezeigt. (Ändert sich nur beim Punktwechsel.) Bei Neupunkte kann man automatisch oder per Knopfdruck Punktnummern (auch aus der Reservierung) vergeben.

Über die Einstellung in Mehrfachmessungen wählt man, wie die Messung in der MWT ausgewertet wird. Die Steuerung erfolgt über Setzen des Flags "k" in der MWT. Dabei werden nur Messwerte und Neupunktberechnungen betrachtet, die ALKIS-Vorgaben werden nicht überschrieben. Diese Option ist also nur sinnvoll, wenn die Punkte mehrere Male aufgemessen oder berechnet wurden und F9 zwischendurch erfolgt ist. Außerdem kann man (bei gültigen F9) die Differenzen zum gültigen MWT-Punkt sehen. Diese Differenzen werden ständig beim Messen aktualisiert. Beachte: Ab Version 5.0 werden nur noch Messpunkte, die keine Flags gesetzt haben, für die Mehrfachmessung benutzt.

Des weiteren kann man noch die Bemerkungen wählen, die VermCad in der MWT zum Messpunkt mit ablegt.

Im Unterreiter Messinfo's (Gruppe In MWT speichern...) zeigt die Zeile Geoidundulation die vom Rover gemeldete Undulation. Bildet VermCad die Höhe mit dem amtlichen Quasigeoid (Geräteoption Höhen mit GCG2016 aus VermCad bilden, ab Version 5.1), kommt darunter eine eigene Zeile GCG2016 mit der verwendeten Höhenanomalie hinzu, z. B. (45.404m). Steht dort rot (fehlt), fehlt die Gitterdatei, die Position liegt außerhalb Deutschlands oder der Rover liefert keine Undulation - die Höhe bleibt dann so, wie der Rover sie liefert. Jede der beiden Zeilen hat eine eigene Checkbox: ist sie angehakt, schreibt VermCad Geoidund:(46.7m) bzw. GCG2016:(45.404m) in die Messungsbemerkung des Punktes. Einzelheiten: Höhen mit dem Quasigeoid GCG2016.

Laufrichtung der Linie umkehren (ab Version 5.1): Auch im Unterreiter Linienabsteckung des GNSS-Reiters (Schalter Linienabsteckung unter Optionen → [Messprogramme]) liegt direkt unter dem roten Lösch-Knopf neben der Liste Linie ein Knopf mit Pfeil auf/ab. Er tauscht Anfangs- und Endpunkt der Linie, indem er die Reihenfolge der Linienpunkte umdreht: Querabstand und Längsmaß entlang der Linie (Wert mit Pfeil nach oben) beziehen sich danach auf den bisherigen Endpunkt, ein zweiter Klick stellt die ursprüngliche Richtung wieder her, die Linie im CAD bleibt unverändert. So lässt sich eine per Fang im CAD falsch herum gewählte Linie korrigieren – etwa um auf einer Flucht neben dem Querabstand 0.00 ein Längsmaß von z. B. 2.00 m vom gewünschten Anfangspunkt aus abzustecken. Einzelheiten siehe Reiter Tachymeter.

Linienabsteckung (hier GNSS): Der Knopf unter dem roten X kehrt die Laufrichtung der Linie um. Im Reiter Tachymeter sieht es genauso aus.

Trassenkontrollmessung: Siehe Hilfe zur Trasse.

Einstellungsempfehlungen

Hier soll eine Empfehlung für die oft verwendeten Einstellungen für diverse Geräte gegeben werden. Allerdings ist die Einstellung in VermCad immer von der im Gerät abhängig und muss daher richtig abgestimmt werden. Wir empfehlen unbedingt Testmessungen durchzuführen, um die Plausibilität und Richtigkeit der getroffenen Einstellungen zu überprüfen! Insbesondere sollten Prismenkonstanten und Höhen als Fehlerquellen ausgeschlossen werden.

Allgemein Tachy:

  • "PK mit Messwert verrechnen" sollte nur für Trimble-Tachymeter eingeschaltet werden!
  • "Leica PK" empfehlen wir überhaupt nicht zu verwenden. (Leica verschiebt den 0-Punkt der PK um -34,4mm) Diese Einstellung wirkt nicht auf die Streckenmessung, sondern nur auf die Anzeige der PK im Dialog und das Speichern der PK in die MWT.
  • GeoCOM: "Kompensator" sollte eingeschaltet sein (der Haken zeigt ab Version 5.1 nach dem Verbinden den Stand am Gerät).
  • GeoCOM: "Wartezeit für Messungen" hier empfehlen wir die Messschleife, also den Wert "0" eintragen!
  • Trimble-SDK: Die Werte für Druck, Temperatur, PPM und Refraktionskonstante richtig füllen (sofern sie nicht vom Instrument übermittelt werden) und "Krümmungskorr." und "Refraktionskorr." anhaken. Damit die Strecken richtig korrigiert werden.

Allgemein GNSS:

  • "Geoidundulation addieren": Hier empfehlen wir möglichst NMEA-Streams, die die Geoidundulation schon in der Höhe verrechnet haben, zu verwenden und diese Option auszuschalten. Alternativ sollten die Geoidundulationen über NMEA mitgeliefert werden, einen festen, immer gleichen Wert zu verwenden ist nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Hinweis: Um zu kontrollieren, ob NMEA die Geoidundulation übermittelt, kann man den hier einstellbaren Wert auf eine unsinnige Größenordnung (z.B. 10m) stellen. So sieht man sofort, ob der Wert aus NMEA oder der fest eingestellte verwendet wird.
  • "Höhen mit GCG2016 aus VermCad bilden" (Geräteoption im Dialog Instrumente, ab Version 5.1): Bei Rovern, die mit einem Weltgeoid rechnen (z. B. PRONIVO PNR21 mit EGM96), empfehlen wir diese Option einzuschalten - VermCad bildet die NHN-Höhe dann mit dem amtlichen Quasigeoid GCG2016. Bei Rovern, die bereits amtliche Höhen liefern (Leica mit SAPOS-Geoid, Trimble mit hinterlegtem Geoid), muss sie ausgeschaltet bleiben, sonst wird die Geoidkorrektur doppelt angebracht. Siehe Höhen mit dem Quasigeoid GCG2016.
  • "Min.Elevation": Alle Satelliten unter dieser Horizonthöhe werden ignoriert. Wir empfehlen 10 Grad. Der Winkel wird vom Horizont (0°) in Richtung Zenit gemessen und im Dialog Instrumente je Gerät eingestellt.
  • "Max.Inclination" (Dialog Instrumente, ab Version 5.1): Schreiben die Vorschriften eine größte zulässige Neigung des Lotstabs vor (z. B. 30°), diesen Wert eintragen und im Messdialog unter Optionen/GNSS IMU Neigungskontrolle anzeigen einschalten. Sollen zu stark geneigte Messungen gar nicht erst gespeichert werden, zusätzlich unter Messepoche Neigungskontrolle streng anhaken. Beim Trimble SDK dazu die Option Libelle (NMEA) einschalten.
  • "AH mit Messwerten verrechnen": In den meisten Fällen sollte diese Option angehakt sein. Die angegebene AH wird mit dem Höhenmesswert verrechnet. Hinweis: Der Wert der AH unter Optionen/GNSS ist synchronisiert mit dem Wert unter GNSS/Messpunkt/H.Ant.
  • "AH automatisch am Gerät setzen": Hier empfehlen wir die Option nicht zu setzen. VermCad übernimmt i.d.R. die Korrektur der Höhen (siehe "AH mit Messwerten verrechnen").
  • "NMEA": Wir empfehlen nur die Tags GGA und GST zu verwenden und die Sendezeit(einstellbar ab Version 4.4) auf 1 oder 2 Sekunden zu stellen. Für OWI-Anbindungen empfehlen wir ausschließlich den POS-Tag. Dieser sollte alle benötigten Informationen enthalten. Weitere Informationen findet man unter GNSS-NMEA.
  • "RTK": Die eingestellte RTK-Einwahl kann entweder hier oder im Kopf des Dialoges mit dem Umschalter aktiviert/deaktiviert werden. Für das Trimble-SDK können die RTK-Einwahl-Daten im VermCad unter GNSS-RTK und Talker-IDs eingestellt werden.
  • "NMEA"-Talker-ID's: Unter GNSS-RTK und Talker-IDs kann man spezielle Talker-ID's filtern.
  • Die "Genauigkeitsschwelle" kann in "Lage", "Höhe" und/oder "3D" spezifiziert werden. Wir empfehlen sinnvolle Werte je nach örtlicher Gegebenheit zu verwenden (z.B. 0.03 in Lage und 0.1 in Höhe). Ob diese Schwelle bei der Epochenmessung Anwendung findet, entscheidet der Haken unter Messepoche "Genauigkeitsschwelle einhalten".
  • Messepoche "Dauer": Wir empfehlen 11 Sekunden oder 11 Messwerte.
  • Messepoche "Qualität: nur Fix-Lösungen: Diese Option sollte eingeschaltet sein.
  • Messepoche "max. Änderung in Lage/Höhe": Wir empfehlen das Einschalten dieser Kontrolle. Hier kann man die Koordinatenschwankungen innerhalb einer Messepoche begrenzen.





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