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Rechnen Menü-Das Dialogfenster Ebenheit: Unterschied zwischen den Versionen

Aus VermCAD Hilfe Wiki
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{{Hilfe:Navigation2|[[Hauptseite]] > '''[[Das Rechnen Menü]]'''|{{Hilfe:Artikel:RechnenMenu}}|{{Hilfe:Artikel:RechnenMenu:Ebenheit}}}}
{{DISPLAYTITLE:Das Dialogfenster Ebenheit}}
 
In diesem Dialogfenster wird eine Berechnung '''Ebenheitsprüfung''' angelegt oder geändert. In Anlehnung an DIN 18201 und DIN 18202 wird ein Raster über eine rechteckige Fläche gelegt. Die Höhen der Rasterpunkte werden ausgewertet.
{{Hilfe:Artikeltitel|Das Dialogfenster Ebenheit}}
 
In Anlehnung an DIN 18201 und DIN 18202 wird ein Raster über eine rechteckige Fläche gelegt. Die Höhen der Rasterpunkte werden ausgewertet.
 
Zwischen den äußeren in der Messschrittweite definierten Punkten wird eine Linie gerechnet. Das Stichmaß (Lot) der mittleren Punktes wird berechnet und und als Differenz dZ dargestellt. Die Auswertung erfolgt seperat in Y- und in X-Richtung. Wird die angegebene '''Toleranz''' überschritten kommt es zur Fehlermeldung (!!!) in der Ergebnisliste.


[[File:Rechnen Fenster Ebenheit.PNG]]
[[File:Rechnen Fenster Ebenheit.PNG]]


<br/><big>'''Definition des Rasters:'''</big>


'''Startpunkteckpunkt''' (im Beispiel 0 )
== Aufruf ==
''Rechnen'' → '''Ebenheitsprüfung''' öffnet zunächst die [[Rechnen Menü-Ebenheit-Die Ergebnisliste Ebenheit|Ergebnisliste Ebenheit]] (Fenster ''Prüfung der Ebenheit'') mit allen vorhandenen Berechnungen dieser Art. Das Dialogfenster erscheint erst, wenn dort eine '''neue''' Berechnung eingefügt oder eine '''vorhandene''' geändert wird; seine Titelzeile lautet ''Prüfung der Ebenheit'' mit der Nummer der Berechnung.


'''Rastergröße''' durch Anzahl der Rasterpunkte in Y- und X-Richtung. (Bsp. 4x5)
Der Eintrag heißt in allen Ausgaben ''Ebenheitsprüfung''. Er ist nur wählbar, wenn ein MWT-Projekt geöffnet ist und mindestens ein Punkt eine '''Höhe''' hat.


'''Messschrittweite''' gibt an, über wieviele Punkte rechts und links die Linie gerechnet werden soll. (1=3Punkte; 2=5Punkte)
== Wie geprüft wird ==
Für jeden Rasterpunkt vergleicht VermCad seine Höhe mit den Höhen seiner beiden Nachbarpunkte — einmal in Y-, einmal in X-Richtung. Welche Punkte als Nachbarn gelten, legt die '''Messschrittweite''' fest (siehe unten). Das '''Stichmaß''' ist die Höhe des mittleren Punktes minus dem Mittel der Höhen der beiden Nachbarn:


Haben die Punkte keine Lagekoordinaten, kann der '''Punktabstand''' angegeben werden um eine grafische Darstellung zu ermöglichen.
* '''positiv''' — der Punkt liegt höher als die Verbindung seiner Nachbarn (Buckel),
* '''negativ''' — er liegt tiefer (Mulde).


'''Beispiel:'''
Die Auswertung erfolgt getrennt in Y- und in X-Richtung (Spalten ''dZ(Y)'' und ''dZ(X)'' der Ergebnisliste). Maßgeblich ist das dem Betrag nach '''größere''' der beiden Stichmaße (Spalte ''dZ''). Überschreitet es die '''Toleranz''', kennzeichnet die Ergebnisliste den Punkt mit <code>!!!</code>. Die Berechnung bricht deswegen '''nicht''' ab — es ist eine Kennzeichnung, keine Fehlermeldung.


[[File:Rechnen Fenster Ebenheit Beispiel.PNG]]
Punkte am '''Rand''' des Rasters haben in der Richtung, in der ihnen ein Nachbar fehlt, kein Stichmaß. Dasselbe gilt, wenn ein Nachbarpunkt keine Höhe hat. Rasterpunkte ohne Höhe fehlen in der Ergebnisliste ganz. Die Höhen sucht VermCad zuerst unter den '''gemessenen''', danach unter den eingegebenen Punkten.


== Die Felder ==
Alle Felder stehen in der Gruppe ''Rasterdefinition Ebenheit''.


'''Siehe auch'''
{| class="wikitable"
! Feld !! Bedeutung
|-
| '''Start- Eckpunkt''' || der Rasterpunkt mit der '''kleinsten''' Nummer (im Beispiel unten die 0). Aus seiner Nummer bildet VermCad die Nummern aller übrigen Rasterpunkte; sie müssen im selben Nummerierungsbezirk liegen (in Brandenburg und Berlin zusätzlich mit derselben Punktart). Pflichtfeld.
|-
| '''Anzahl Rasterpunkte Y''' / '''Anzahl Rasterpunkte X''' || die Rastergröße: Anzahl der Rasterpunkte in Y- und X-Richtung (im Beispiel 4 × 5). Je Richtung '''mindestens 3'''. Pflichtfelder.
|-
| '''Messschrittweite Y''' / '''Messschrittweite X''' || der Unterschied der '''Punktnummern''' zwischen einem Rasterpunkt und dem Nachbarn, gegen den in dieser Richtung geprüft wird. Die beiden Werte müssen '''verschieden''' sein. Pflichtfelder, jeweils ab 1. Näheres im Abschnitt ''Nummerierung des Rasters''.
|-
| '''Punktabstand Y [m]''' / '''Punktabstand X [m]''' || Haben die Punkte keine Lagekoordinaten, kann der '''Punktabstand''' angegeben werden, um eine grafische Darstellung zu ermöglichen. VermCad setzt die Punkte dann vom Start-Eckpunkt aus in diesen Abständen; Punkte mit Lagekoordinaten behalten ihre Lage. Darf leer bleiben.
|-
| '''Toleranz [m]''' || die zulässige Abweichung, gegen die das Stichmaß ''dZ'' geprüft wird. Bei einer neuen Berechnung ist '''0,01 m''' vorbelegt. Pflichtfeld.
|}


[[MWT-Blöcke mit Anweisungen (Makros)-Das Makro EBENHEIT|Das Makro EBENHEIT]]
== Nummerierung des Rasters ==
Die Rasterpunkte stehen nicht einzeln im Dialogfenster — VermCad '''errechnet''' ihre Nummern aus dem Start-Eckpunkt. Das setzt eine fortlaufende, rein zahlenmäßige Nummerierung voraus:


* vom Start-Eckpunkt aus folgen in '''X-Richtung''' so viele Nummern aufeinander, wie unter ''Anzahl Rasterpunkte X'' steht,
* die nächste Reihe beginnt eine Y-Stufe weiter mit der folgenden Nummer, und so fort bis zur ''Anzahl Rasterpunkte Y''.


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
'''Beispiel:''' Raster 4 × 5 mit dem Start-Eckpunkt 0 — in X-Richtung laufen die Nummern 0 bis 4, die nächste Reihe beginnt mit 5.


Die '''Ebenheit einer Fassade''' kann man in VermCad nicht direkt über ein Makro prüfen.
[[File:Rechnen Fenster Ebenheit Beispiel.PNG]]
 
Ein Weg das trotzdem zu tun wäre:
 
Ein lokales Koordinatensystem anlegen mit linke und rechte untere Ecke Fassade => (0,0) und (Fassadenbreite,0). Dann die Messung in dieses lokale System zu transformieren. Das Trafo-Ergebnis als 2. lokales Koordinatensystem in die MWT zurückschreiben. Den X-Wert zum Z-Wert machen und die originalen Z-Werte zu den X-Werten des 2. lokalen Koordinatensystems machen.
 
Im CAD kann jetzt das 2. lokale Koordinatensystem dargestellt werden mit den Höhen = Fassadenebenenabweichungen als 3. Punkttext.
 
<span style="text-decoration: underline;">''MWT-Beispiel:''</span>
 
{ Ebenheitsprüfung einer Fassade:
 
Man kann das "VORGABEN KOORDINATENSYSTEM 2" im CAD anzeigen und<br /> als 3. Punkttext die Höhe als Beschriftung ausgeben.<br /> Somit sieht man sofort, welche Punkte herausstehen und welche tiefer liegen. }
 
AUFTRAG<br /> Messungshorizont = 420;<br /> Hoehenstatus = 160;<br /> Lagestatus = 111;<br /> Rechtswert = 500;<br />END
 
NUMMERIERUNGSBEZIRKE
 
{ NV Numerierungsbezirk }<br />{---------------------------}<br /> xx 00746901;<br />END
 
<br />{ Passpunkte für Messung. Hier die linke und die rechte untere Ecke. }<br />VORGABEN
 
{ NV A NR VAT F Werte }<br />{--------------------------------------------------------------}<br /> xx 1 EckeLU x SA Y =4500000.000 X =5600000.000 Z =420.000;<br /> xx 1 EckeRU x SA Y =4500100.000 X =5600000.000 Z =420.000;<br />END
 
{ Koordinatensystem linke untere Ecke (0,0) und rechte untere Ecke (Strecke,0) }<br />VORGABEN KOORDINATENSYSTEM 1, REM = 'Lokal', ZP = 0.2 LS 000
 
xx x 1000 x x Y = 0.000 X = 0.000 Z = 0.0000;<br /> xx x 2000 x x Y = 100.000 X = 0.000 Z = 0.0000;<br />END
 
<br />{ Fassadenmessung... }<br />MESSUNG, A=2<br />{ NV A NR VMA F Messwerte }<br />{-----------------------------------------------------------}<br /> xx 1 SP x x hi = 1.5 hr = 0.0;
 
{ Anschlusspunkte: }<br /> xx 1 EckeLU x A Hz = 0.000 V = 100.0000 SD = 100.000 hr = 1.5;<br /> xx 1 EckeRU x A Hz = 66.667 V = 100.0000 SD = 100.000 hr = 1.5;
 
<br /> xx 3 1 x x Hz = 0.000 V = 100.0000 SD = 100.000;<br /> xx 3 2 x x Hz = 20.000 V = 100.0000 SD = 88.550;<br /> xx 3 3 x x Hz = 40.000 V = 100.0000 SD = 87.080;
 
xx 3 4 x x Hz = 0.000 V = 90.0000 SD = 101.250;<br /> xx 3 5 x x Hz = 20.000 V = 90.0000 SD = 89.650;<br /> xx 3 6 x x Hz = 40.000 V = 90.0000 SD = 88.160;<br />END
 
{ Die Fassadenmessung in das lokale System "VORGABEN KOORDINATENSYSTEM 1" transformieren. }<br />KSTRANSFORMATION KOORDINATENSYSTEM 1, NR = 1, P = 3,


DATUM = 10.02.2000,<br /> ZEIT = 15:47:50
Daraus ergeben sich die '''Messschrittweiten''':
* In X-Richtung liegen die Nachbarn um '''1''' auseinander (im Beispiel: 6 gegen 5 und 7). Messschrittweite X = 1.
* In Y-Richtung liegen sie um eine '''ganze Reihe''' auseinander, also um die ''Anzahl Rasterpunkte X'' (im Beispiel: 6 gegen 1 und 11). Messschrittweite Y = 5.


KS 0;
Soll statt des unmittelbaren der übernächste Punkt als Nachbar dienen, verdoppelt man die jeweilige Schrittweite (X: 2, im Beispiel Y: 10). Die Linie spannt dann fünf statt drei Rasterpunkte; die beiden dazwischen gehen nicht in das Stichmaß ein.


xx EckeLU xx 1000 ,<br /> xx EckeRU xx 2000 ;
{{Hilfe:Hinweis|Trägt man ''Anzahl Rasterpunkte Y'' ein, während ''Messschrittweite Y'' noch leer ist, setzt das Dialogfenster dort '''denselben Wert''' ein. Das passt nur bei einem quadratischen Raster. Im Beispiel (4 × 5) würde so 4 statt 5 eingetragen — die Stichmaße in Y-Richtung wären dann gegen falsche Punkte gerechnet. Bitte den vorgeschlagenen Wert immer gegen die Nummerierung prüfen.}}


xx 1 ;<br /> xx 2 ;<br /> xx 3 ;<br /> xx 4 ;<br /> xx 5 ;<br /> xx 6 ;<br />END
== Übriges ==
{| class="wikitable"
! Bedienelement !! Wirkung
|-
| '''Ändern''' || wählt den Start-Eckpunkt aus. Weitere Punktlisten gibt es in diesem Dialogfenster nicht, deshalb fehlen ''Einfg'' und ''Entf''.
|-
| '''Fehler aus''', '''Deaktiviert''' || wie in allen Berechnungs-Dialogfenstern, siehe [[Rechnen Menü-Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern|Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern]].
|-
| '''Nachweis''', '''Bemerkung''' || freie Texte für den Blockkopf des Makros.
|}


{ Jetzt die Koordinaten aus "KSTRANSFORMATION KOORDINATENSYSTEM 1" in die MWT zurückschreiben und:<br /> 1 X in Z ändern<br /> 2. neues X aus Z-Höhe des Auftragssystems setzen; die Höhen kann man über YXZ-Liste=>MWT zurückschreiben }<br />VORGABEN KOORDINATENSYSTEM 2, REM = 'Ergebnis', ZP = 0.2 LS 000
== Was geprüft wird ==
{| class="wikitable"
! Meldung !! Auslöser
|-
| ''Kann Rasterstruktur nicht auflösen; Messschrittweite falsch definiert: Schrittweite Y muss <> Schrittweite X sein'' || Messschrittweite Y und X sind gleich. Der Schreibzeiger springt auf ''Messschrittweite Y''.
|}


xx 3 1 x x Y = 0.003 X = 421.500 Z = 0.00000;<br /> xx 3 2 x x Y = 31.590 X = 421.500 Z = 0.01251;<br /> xx 3 3 x x Y = 59.102 X = 421.500 Z = 0.00058;<br /> xx 3 4 x x Y = 0.001 X = 427.339 Z = 0.00298;<br /> xx 3 5 x x Y = 31.591 X = 425.524 Z = 0.00885;<br /> xx 3 6 x x Y = 59.101 X = 425.291 Z = -0.00478;<br />END
Leere Pflichtfelder lässt das Dialogfenster nicht zu. Eine Überschreitung der Toleranz ist '''kein''' Fehler, sondern erscheint nur als Kennzeichen in der Ergebnisliste.


== Ebenheit einer Fassade ==
Die Ebenheitsprüfung wertet '''Höhen''' aus und ist damit für waagerechte Flächen gedacht (Bodenplatte, Decke). Für eine senkrechte Fläche gibt es die Berechnung [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Fassade|Fassade]]: Sie klappt die Fassadenpunkte um eine Achse in ein eigenes Koordinatensystem. Dort steht der Abstand jedes Punktes von der senkrechten Ebene durch die Achse als '''Höhe'''. Im CAD lässt sich dieses Koordinatensystem darstellen und die Höhe als Punkttext ausgeben — so sieht man sofort, welche Punkte herausstehen und welche tiefer liegen.


== Siehe auch ==
* [[Rechnen Menü-Ebenheit-Die Ergebnisliste Ebenheit|Die Ergebnisliste Ebenheit]] — das Protokoll dieser Berechnung
* [[MWT Syntax-Makro EBENHEIT|Das Makro EBENHEIT]] — dieselbe Berechnung in der Makroschreibweise
* [[Rechnen Menü-Das Dialogfenster Fassade|Das Dialogfenster Fassade]] — für senkrechte Flächen
* [[Rechnen Menü-Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern|Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern]]


{{Hilfe:NachOben}}
{{Hilfe:NachOben}}
[[Kategorie:Rechnen Menü]]
[[Kategorie:Rechnen Menü]]

Aktuelle Version vom 14. September 2026, 16:20 Uhr

In diesem Dialogfenster wird eine Berechnung Ebenheitsprüfung angelegt oder geändert. In Anlehnung an DIN 18201 und DIN 18202 wird ein Raster über eine rechteckige Fläche gelegt. Die Höhen der Rasterpunkte werden ausgewertet.


Aufruf

Rechnen → Ebenheitsprüfung öffnet zunächst die Ergebnisliste Ebenheit (Fenster Prüfung der Ebenheit) mit allen vorhandenen Berechnungen dieser Art. Das Dialogfenster erscheint erst, wenn dort eine neue Berechnung eingefügt oder eine vorhandene geändert wird; seine Titelzeile lautet Prüfung der Ebenheit mit der Nummer der Berechnung.

Der Eintrag heißt in allen Ausgaben Ebenheitsprüfung. Er ist nur wählbar, wenn ein MWT-Projekt geöffnet ist und mindestens ein Punkt eine Höhe hat.

Wie geprüft wird

Für jeden Rasterpunkt vergleicht VermCad seine Höhe mit den Höhen seiner beiden Nachbarpunkte — einmal in Y-, einmal in X-Richtung. Welche Punkte als Nachbarn gelten, legt die Messschrittweite fest (siehe unten). Das Stichmaß ist die Höhe des mittleren Punktes minus dem Mittel der Höhen der beiden Nachbarn:

  • positiv — der Punkt liegt höher als die Verbindung seiner Nachbarn (Buckel),
  • negativ — er liegt tiefer (Mulde).

Die Auswertung erfolgt getrennt in Y- und in X-Richtung (Spalten dZ(Y) und dZ(X) der Ergebnisliste). Maßgeblich ist das dem Betrag nach größere der beiden Stichmaße (Spalte dZ). Überschreitet es die Toleranz, kennzeichnet die Ergebnisliste den Punkt mit !!!. Die Berechnung bricht deswegen nicht ab — es ist eine Kennzeichnung, keine Fehlermeldung.

Punkte am Rand des Rasters haben in der Richtung, in der ihnen ein Nachbar fehlt, kein Stichmaß. Dasselbe gilt, wenn ein Nachbarpunkt keine Höhe hat. Rasterpunkte ohne Höhe fehlen in der Ergebnisliste ganz. Die Höhen sucht VermCad zuerst unter den gemessenen, danach unter den eingegebenen Punkten.

Die Felder

Alle Felder stehen in der Gruppe Rasterdefinition Ebenheit.

Feld Bedeutung
Start- Eckpunkt der Rasterpunkt mit der kleinsten Nummer (im Beispiel unten die 0). Aus seiner Nummer bildet VermCad die Nummern aller übrigen Rasterpunkte; sie müssen im selben Nummerierungsbezirk liegen (in Brandenburg und Berlin zusätzlich mit derselben Punktart). Pflichtfeld.
Anzahl Rasterpunkte Y / Anzahl Rasterpunkte X die Rastergröße: Anzahl der Rasterpunkte in Y- und X-Richtung (im Beispiel 4 × 5). Je Richtung mindestens 3. Pflichtfelder.
Messschrittweite Y / Messschrittweite X der Unterschied der Punktnummern zwischen einem Rasterpunkt und dem Nachbarn, gegen den in dieser Richtung geprüft wird. Die beiden Werte müssen verschieden sein. Pflichtfelder, jeweils ab 1. Näheres im Abschnitt Nummerierung des Rasters.
Punktabstand Y [m] / Punktabstand X [m] Haben die Punkte keine Lagekoordinaten, kann der Punktabstand angegeben werden, um eine grafische Darstellung zu ermöglichen. VermCad setzt die Punkte dann vom Start-Eckpunkt aus in diesen Abständen; Punkte mit Lagekoordinaten behalten ihre Lage. Darf leer bleiben.
Toleranz [m] die zulässige Abweichung, gegen die das Stichmaß dZ geprüft wird. Bei einer neuen Berechnung ist 0,01 m vorbelegt. Pflichtfeld.

Nummerierung des Rasters

Die Rasterpunkte stehen nicht einzeln im Dialogfenster — VermCad errechnet ihre Nummern aus dem Start-Eckpunkt. Das setzt eine fortlaufende, rein zahlenmäßige Nummerierung voraus:

  • vom Start-Eckpunkt aus folgen in X-Richtung so viele Nummern aufeinander, wie unter Anzahl Rasterpunkte X steht,
  • die nächste Reihe beginnt eine Y-Stufe weiter mit der folgenden Nummer, und so fort bis zur Anzahl Rasterpunkte Y.

Beispiel: Raster 4 × 5 mit dem Start-Eckpunkt 0 — in X-Richtung laufen die Nummern 0 bis 4, die nächste Reihe beginnt mit 5.

Daraus ergeben sich die Messschrittweiten:

  • In X-Richtung liegen die Nachbarn um 1 auseinander (im Beispiel: 6 gegen 5 und 7). Messschrittweite X = 1.
  • In Y-Richtung liegen sie um eine ganze Reihe auseinander, also um die Anzahl Rasterpunkte X (im Beispiel: 6 gegen 1 und 11). Messschrittweite Y = 5.

Soll statt des unmittelbaren der übernächste Punkt als Nachbar dienen, verdoppelt man die jeweilige Schrittweite (X: 2, im Beispiel Y: 10). Die Linie spannt dann fünf statt drei Rasterpunkte; die beiden dazwischen gehen nicht in das Stichmaß ein.

Hinweis: Trägt man Anzahl Rasterpunkte Y ein, während Messschrittweite Y noch leer ist, setzt das Dialogfenster dort denselben Wert ein. Das passt nur bei einem quadratischen Raster. Im Beispiel (4 × 5) würde so 4 statt 5 eingetragen — die Stichmaße in Y-Richtung wären dann gegen falsche Punkte gerechnet. Bitte den vorgeschlagenen Wert immer gegen die Nummerierung prüfen.

Übriges

Bedienelement Wirkung
Ändern wählt den Start-Eckpunkt aus. Weitere Punktlisten gibt es in diesem Dialogfenster nicht, deshalb fehlen Einfg und Entf.
Fehler aus, Deaktiviert wie in allen Berechnungs-Dialogfenstern, siehe Allgemeines zu Berechnungs-Dialogfenstern.
Nachweis, Bemerkung freie Texte für den Blockkopf des Makros.

Was geprüft wird

Meldung Auslöser
Kann Rasterstruktur nicht auflösen; Messschrittweite falsch definiert: Schrittweite Y muss <> Schrittweite X sein Messschrittweite Y und X sind gleich. Der Schreibzeiger springt auf Messschrittweite Y.

Leere Pflichtfelder lässt das Dialogfenster nicht zu. Eine Überschreitung der Toleranz ist kein Fehler, sondern erscheint nur als Kennzeichen in der Ergebnisliste.

Ebenheit einer Fassade

Die Ebenheitsprüfung wertet Höhen aus und ist damit für waagerechte Flächen gedacht (Bodenplatte, Decke). Für eine senkrechte Fläche gibt es die Berechnung Fassade: Sie klappt die Fassadenpunkte um eine Achse in ein eigenes Koordinatensystem. Dort steht der Abstand jedes Punktes von der senkrechten Ebene durch die Achse als Höhe. Im CAD lässt sich dieses Koordinatensystem darstellen und die Höhe als Punkttext ausgeben — so sieht man sofort, welche Punkte herausstehen und welche tiefer liegen.

Siehe auch



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